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Im Labor hinten links

Story:

Können Pinguine nach hinten fallen, wenn sie Flugzeuge am Himmel beobachten? Wie haben sich die Körpermaße der Playboy-Girls im Laufe der Jahrhunderte geändert? Was furzen Marsianer? Diese und andere "ernste" Fragen werden in diesem Buch beantwortet.



Meinung:

Der Nobel-Preis zeichnet unter anderem besondere wissenschaftliche Erkenntnisse aus. Das Gegenstück ist der IG-Nobel-Preis, der vor allem die Forschungen ehrt, die "ungewöhnlich" sind. Und die wissenschaftlichen Theorien, die in "Im Labor hinten links" vorkommen, sind eigentlich alles Kandidaten für diese Lobpreisung.

Gesammelt wurden sie von dem Franzosen Edouard Launet. Jener ist Diplomingenieur und war Wissenschaftsjournalist. Schließlich wurde er Reporter für das Feuilleton der französischen Tageszeitung "Libèration". Dieses Buch ist eine Sammlung seiner Beiträge und sein einziges hierzulande erschienenes Werk.

Die Welt würde ohne die Wissenschaft heutzutage nicht ganz so aussehen, wie wir es gewohnt sind. Damit sind nicht nur die nützlichen Entdeckungen und Erfindungen gemeint, die wir dem Einsatz vieler Forscher verdanken. Vielmehr ist dabei an die schier wahnwitzigen Erkenntnisse diverser Intellektueller gemeint, die meistens in wenigen Zeilen in der Tageszeitung geschildert werden und dabei für so manchen Lacher sorgen.

Edouard Launet hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese erheiternden Forschungsergebnisse zu sammeln und weiterzugeben. Dabei muss er viele Fachmagazine gewälzt haben, um sie zu entdecken. Denn beim Durchblättern des Buch entdeckt man Quellen wie "Journal of Sports Medicine and Physical Fitness" oder "Journal of the History of the History of Dentistry". Zeitschriften also, die kein normaler Mensch, wenn er nicht gerade das jeweilige Gebiet studiert hat, nicht lesen würde.

Und was er dabei entdeckt, ist höchst erbaulich. Mal handelt es sich um die Frage, wann und um welche Uhrzeit Van Gogh seine berühmte "Sternennacht" gemalt hat, mal, wie Elefanten überhaupt rennen. Ebenso wird versucht, der Zuckerwatte ihre Geheimnisse zu entreißen, ein anderes Mal wie es sich mit fallenden, mit Butter geschmierten Toasts verhält. Das Spektrum, das er dabei abdeckt ist also sehr breit.

Präsentiert werden diese wissenschaftlichen Erkenntnisse auf jeweils zweieinhalb Seiten, wobei Launet nicht immer die Quelle nennt. Aber das ist auch hier nicht so wichtig. Vielmehr steht der Humor im Vordergrund, denn der Autor präsentiert die Forschungen mit einem leichten Augenzwinkern. Wobei er es hierbei an einigen Stellen deutlich übertreibt.

Man hat den Eindruck, dass der Autor es nicht nur bei einer bloßen Darstellung der ohnehin schon kuriosen Forschungsergebnisse belassen will. Vielmehr scheint er dem ganzen immer wieder noch einen draufsetzen zu wollen. Dabei stören jedoch seine Kommentare mehr, als dass sie den Humor des Buches unterstützen. Sie wirken fehl am Platze und überzeugen nicht.

Das ist jedoch das einzige Manko in einem ansonsten sehr überzeugenden Buch. Also "Reinschauen".



Fazit:

Edouard Launet beschreibt in seinem Sachbuch "Im Labor hinten links" diverse humoristische wissenschaftliche Erkenntnisse. Dabei bedient er ein breites Spektrum und konzentriert sich nicht nur auf ein einzelnes Gebiet. Leider übertreibt es der Autor stellenweise mit dem Humor, in dem er versucht immer noch einen draufzusetzen. Doch dadurch bewirkt er das genaue Gegenteil.



Im Labor hinten links - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Edouard Launet
Im Labor hinten links
Au fond du labo à gauche

Übersetzer: Hanna van Laak
Erscheinungsjahr: 14. November 2005



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Goldmann Verlag

ISBN:
978-3-442-15371-8

180 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Kuriose wissenschaftliche Erkenntnisse
  • Breites Spektrum
Negativ aufgefallen
  • Launet versucht immer wieder noch einen draufzusetzen und scheitert daran
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Rezension vom: 26.11.2011
Kategorie: Natur, Wissenschaft und Technik
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