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Heldenwinter

Story:

Namakan und sein Ziehvater, der Schmied Dalar, kommen gerade aus den Bergen wieder, als sie ihre Heimat verwüstet vorfinden. Seine Mutter und seine Adoptivgeschwister wurden grausam ermordet. Doch von wem? Darauf scheint sein Vater sehr wohl die Antwort zu wissen. So beginnt die Reise der beiden, ein Rachefeldzug von Vater und Sohn.



Meinung:

Nach dem grausamen Mord an seiner Mutter und seinen Adoptivgeschwistern steht Namakan neben sich. Sein Vater dagegen hat nur noch ein Ziel vor Augen: Rache. Dieser Mord sollte nicht ungesühnt bleiben. Dabei scheint er genau zu wissen, wohin er gehen muss und wen er töten muss, um sich diese zu erfüllen. So beginnt die Reise der beiden in fremde Gefilde, denn Namakan hatte die Heimat seines Volkes noch nie verlassen.

Dabei ist das Ziel der Reise von Anfang an klar: Ein König soll ermordet werden. Namakan folgt seinem Vater ohne große Widerrede.

Die Idee der Geschichte ist nicht die Neuerfindung des Rades - Rache als Motiv und eine lange Reise. Allerdings baut Jonas Wolf einige neue Gegebenheiten und Ideen ein, so auch das System des Skaldats, wobei das in diesem Werk jedoch nicht über die Erwähnung der Farben, auf denen es basiert, und deren Wirkungen hinausreicht.

Ein wenig Schade ist auch, dass die Charaktere unausgereift wirken. So wirkt Namakan am Anfang der Geschichte trotz seiner dreißig Jahre noch nicht sonderlich reif. Besonders Gedankengänge wie "So sehen also Mörder aus." lassen ihn sogar noch sehr kindlich wirken. Während sein Ziehvater Dalar da ebenso ein wenig stumpf wirkt. Grobschlächtig und ohne wirkliches Einfühlungsvermögen, was ein wenig aufgesetzt und gedrungen herüber kommt.

So sind Formulierungen wie "Ich gebe keinen Furz auf sie" und andere etwas härtere Worte gang und gebe bei seiner Sprachweise, die man auch gut etwas anders hätte formulieren können. Sie störten zugegebenermaßen auch beim Lesen und ziehen sich durch das ganze Buch.

Eigentlich wirkt die Geschichte am Anfang ziemlich durcheinander, als wusste man nicht genau wo man beginnen sollte. Viele Rückblenden, viele Erzählungen von früher, grob angerissene Andeutungen, die nicht weiter ausgeführt werden und wieder andere Momente, die ein wenig zu detailliert beschrieben werden, obwohl sie gar nicht so wichtig erscheinen.

Dabei ist die eigentliche Welt, in welcher die Geschichte spielt, gut durchdacht. Zahlreiche Götter werden erwähnt und die einzelnen Orte und deren eigene Riten und Gebräuche werden beschrieben. Vieles davon wird jedoch auch nur ein Mal erwähnt und dann vergessen. Die Geschichte hat jedoch durch die nur 500 Seiten ein wenig zu leiden, das schnelle Voranschreiten der Story trägt noch dazu bei. Dabei ist die Handlung an sich vorhersehbar.

Dazu sollte ebenfalls gesagt sein: Wer allerdings einen Roman über Halblinge lesen möchte, wie es der Buchrücken vielleicht erahnen lassen würde, der wird enttäuscht werden. Denn Namakan ist der einzige "Halbling", der in der Geschichte weiter beleuchtet wird.

Die Erzählweise schwankt ebenfalls. Auf wirklich gut beschriebene, fesselnde Passagen folgen absolut unschöne Umschreibungen und Gewaltszenen. Dazu sind die Namen ein wenig schwierig im Gedächtnis zu behalten, aber der eingefleischte Fantasyleser hat mit schwierigen Namen ja durchaus Erfahrung.

Der Autor von Heldenwinter ist Jonas Wolf. Er ist in Hamburg und entdeckte schon als Kind seine Freude am Schreiben. "Heldenwinter" ist sein erster Roman, wobei diesem Buch bereits weitere, ebenfalls wie "Heldenwinter" in der Welt des Skaldat spielende, Werke folgten. Diese tragen die Namen "Heldenblut" und "Heldenzorn". Erschienen ist das Werk am 1. Februar 2012 beim Piper Taschenbuch Verlag.



Fazit:

Der Roman ist ein solides durchschnittliches Fantasywerk. Wer sich nicht an grober Sprache oder langen Kampfszene stört wird hier ein gutes Buch für zwischendurch finden.



Heldenwinter - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Jonas Wolf
Heldenwinter
Erscheinungsjahr: 1. Februar 2012



Autor der Besprechung:
Sarah Fechler

Verlag:
Piper

Preis:
€ 12,99

ISBN:
978-3-492-26719-9

512 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Glossar und Karte
  • Cover, dass sehr gut zum Titel passt, wirkt winterlich und passt auch von der Optik her gut zum Inhalt
Negativ aufgefallen
  • Namen sind zugegebenermaßen ein wenig schwierig im Gedächtnis zu behalten, aber der eingefleischte Fantasyleser hat mit schwierigen Namen ja durchaus bereits Erfahrung.
  • Handlung mitunter zu vorhersehbar
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Rezension vom: 27.12.2013
Kategorie: Fantasy
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