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Perry Rhodan Neo 22: Zisternen der Zeit

Story:

Perry Rhodan und seine Freunde gelangen auf die zehnte Welt des Wega-Systems. Jener Planet, der in ihrer Zeit nicht mehr vorhanden ist, steht im Brennpunkt wichtiger Ereignisse. Denn Ambur, so der Name, soll evakuiert werden. Und nicht alle Bewohner sind damit einverstanden.



Meinung:

Wim Vandemaan wird mit "Zisternen der Zeit" nach Christian Montillon und Frank Borsch einer der fleißigsten Autoren von "Perry Rhodan Neo".. Es ist sein dritter Beitrag zu der Serie. Da seine beiden vorherigen Geschichten Ellerts Visionen und Die Giganten von Pigell nicht vollständig überzeugten, stellt sich natürlich die Frage, wie sich diese Geschichte im Vergleich schlägt.

Auf der Suche nach dem durch einen Transmitter verschwundenen Crest hat es Perry Rhodan mit einigen Freunden auf eine Odyssey durch Zeit und Raum verschlagen. Ihr Weg führte sie ins Wega-System, beziehungsweise in die Vergangenheit desselbigen. Sie erlebten die Entwicklung der Ferronen mit und standen stets vor dem Dilemma, ob sie in den Ablauf der Dinge eingreifen sollten, und damit eventuell die Zeit verändern würden.

Dieses Mal kommt die Gruppe auf Ambur an, jenem geheimnisvollen zehnten Planeten des Wega-Systems, der in ihrer Gegenwart nicht mehr existiert. Dabei stoßen sie auf Ferronen, die diese Welt kolonisieren, trotz oder gerade wegen der widrigen Bedingungen. Doch ihre Mühen scheinen für umsonst gewesen zu sein, denn der Thort, das Oberhaupt aller Ferronen, befiehlt die Evakuierung ihrer Heimat. Über die Gründe schweigt er sich aus. Und so befinden sich Perry Rhodan und seine Freunde in einer heiklen Angelegenheit, in der jede Entscheidung fatale Konsequenzen nach sich ziehen könnte.

Zum ersten Mal seit Beginn von "Perry Rhodan Neo" hat man beim Lesen dieser Handlung ein Gefühl, dass man zuvor nur aus der Perry Rhodan Erstauflage her kannte. Es ist der Eindruck, großer, kosmischer Ereignisse, der durch das Interagieren der Figuren mit höher entwickelten Wesenheiten und deren Technologie entsteht, der "Sense of Wonder". Dies ist auch in dieser Geschichte der Fall. Besonders die Erlebnisse zweier Figuren rufen gegen Ende Gänsehaut hervor. Aus Spoiler-Gründen werden jedoch keine näheren Details genannt.

Doch hauptsächlich konzentriert sich Wim Vandemaan in seinem dritten Beitrag auf das zwischenmenschliche. Im Vordergrund der Handlung steht die Beschreibung von Ambur und den Erlebnissen der Kolonisten. Assoziationen mit den Siedlern des Wilden Westens kommt auf, als der Autor erzählt, was jene für Maßnahmen treffen, um in dieser für sie unwirtlichen Welt zu überleben. Kein Wunder also, dass viele von ihnen stolz auf ihre Arbeit sind und deshalb nicht einsehen können und wollen, dass sie alles stehen und liegen lassen sollen.

Es ist also ein interessanter "Ferronenschlag" auf den Perry Rhodan und seine Freunde treffen. Die Gruppe rund um den Titelhelden sind Fremde in einer fremden Welt und arrangieren sich mit Mühe und Not mit den örtlichen Gepflogenheiten. Dazu zählt auch die Weitergabe von genetischem Material, was von Wim Vandemaan mit einem gewissen Augenzwinkern geschildert wird.

Überhaupt merkt man in dieser Geschichte deutlich die Vorliebe des Autors fürs skurrile. Weniger bei Perry Rhodan und seinen Freunden, als vielmehr bei den Erlebnissen des Gouverneurs Garrean und dessen Sekretär Shim. Allein die Dialoge der beiden sind typisch für den Autor und lesen sich herrlich.

Doch ansonsten enttäuscht der Roman. Viele Gelegenheiten werden einfach verschenkt, einige potentielle Plots auf die Schnelle abgehandelt. Da ist beispielsweise das "Verschwinden" von Lossoshèr, der in Perry Rhodan Neo 20 Die schwimmende Stadt am Ende der Ausgabe zurückblieb. Darauf wird nur auf den ersten beiden Seiten eingegangen, danach kommt dieses Thema nicht mehr zur Sprache.

Auch die Art und Weise, wie mit dem Problem der "Besunsicherung" bei Reginald Bull und Sue Mirafiore umgegangen wird, überzeugt nicht wirklich. Es wird viel zu leicht gelöst, was besonders deshalb enttäuschend ist, wenn man bedenkt, wie groß dieses Thema aufgebaut wurde. Hier hätte man sicherlich mehr machen können.

Doch das größte Manko ist der romanübergreifende Handlungsfortschritt. Seit sechs Ausgaben springen Perry Rhodan und die anderen quer durch Zeit und Raum. Und sie sind ihrem jeweiligen Ziel, der Suche nach der Welt der Unsterblichkeit, immer noch nicht näher gekommen. Es fehlen auch ehrlich gesagt die Rätsel, die Herausforderungen, die die Sucher lösen müssen, um sich dem Geschenk des ewigen Lebens würdig zu zeigen. Aber das Problem mit dem langsamen Fortschritt des Hauptplots ist in dieser Serie ja leider kein neues. Trotzdem hätte man sich zu gerne gewünscht, dass die Autoren endlich es besser machen würden.

Die Geschichte von Wim Vandemaan ist gelungen, wenn man von zwei den zwei Mankos absieht. Ärgerlich ist der mangelhafte Haupthandlungsfortschritt. Und so lautet die Endwertung "Für Zwischendurch".



Fazit:

Mit "Zisternen der Zeit" schreibt Wim Vandemaan seinen dritten "Perry Rhodan Neo"-Roman. Zum ersten Mal innerhalb der Serie hat man das Gefühl des "Sense of Wonders", der besonders gegen Ende auftritt. Hauptsächlich konzentriert sich der Autor jedoch auf die Darstellung des Zwischenmenschlichen, was er, garniert mit seinem Hang zum Skurrilen, perfekt rüberbringt. Leider enttäuscht der Band in mancherlei Hinsicht. Manche Handlungsstränge werden einfach vergessen, andere hingegen werden zu einfach aufgelöst. Besonders negativ fällt der fehlende Gesamtfortschritt auf. Aber dies ist in dieser Serie leider schon Standard.



Perry Rhodan Neo 22: Zisternen der Zeit - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Wim Vandemaan
Perry Rhodan Neo 22: Zisternen der Zeit
Erscheinungsjahr: 20. Juli 2012



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Pabel Moewig Verlag

Preis:
€ 3,90

161 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Sense of Wonder
  • Darstellung der zwischenmenschlichen Beziehungen
Negativ aufgefallen
  • Schicksal von Lossoshèr findet kaum Erwähnung
  • Heilung der Besunsicherung
  • Gesamthandlungsfortschritt kaum vorhanden
Die Bewertung unserer Leser für dieses Book
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Rezension vom: 24.07.2012
Kategorie: Science Fiction
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