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Honor Harrington Band 5: Im Exil

Story:

Honor Harrington ist im Exil. Abseits ihrer Feinde und Freunde versucht sie sich auf dem Planeten Grayson als Gutsherrin zurechtzufinden. Doch auch hier gibt es Personen, die ihr nichts Gutes wollen. Und sie sind dazu bereit, für die Durchsetzung ihrer Ziele alles zu tun, selbst unschuldige Menschen zu opfern. Als wäre dies nicht schon schlimm genug, bereitet sich auch Haven vor, die Orbitalstationen dieser Welt zu vernichten, um damit das Bündnis zwischen Grayson und Manticore zu schwächen.



Meinung:

Honor Harrington war ganz oben. Sie war zum ersten Mal in ihrem Leben verliebt und machte auch in ihrer Karriere Fortschritte. Doch dann wurde ihr alles genommen und jetzt ist sie im Exil auf dem Planeten Grayson, den sie einst rettete. Dort wird sie zwar wie eine Heilige verehrt, doch lindert dies nicht wirklich ihre Schmerzen. Dies weiß auch Benjamin, der Protektor ihrer neuen Heimat, weshalb er die Gutsherrin auch zum Admiral der neuen Graysonischen Navy ernennt. Honor stürzt sich geradezu in ihre neue Aufgabe, aus dieser Flotte einen kampffähigen Verband zu schaffen. Doch dadurch kann sie nicht vor den Problemen weglaufen, denn auf der Oberfläche von Grayson gibt es einige Fraktionen, die nichts mit ihr zu tun haben wollen. Sie planen einen Anschlag, der sie diskreditieren und umbringen soll.

Derweil geht der Krieg zwischen Manticore und Haven weiter, wobei der bisherige Vorstoß des Sternenkönigreichs ins Stocken gerät. Denn in der Heimat ihres Gegners gab es vor einiger Zeit einen Umsturz, so dass jetzt für die führenden Köpfe der Navy neue Gepflogenheiten gelten. Wer versagt, wird erschossen. Gleichzeitig plant die neue Regierung auch einen Gegenschlag, dessen Ziel ausgerechnet Grayson ist. Und so muss sich Honor von zwei Seiten gleichzeitig bedroht sehen.

Von Anfang an schafft David Weber klare Tatsachen. Mit Hilfe eines Prologes zeigt er, wie die Verhältnisse zwischen Manticore und Haven sich zum ersten Mal ändern. Die Volksrepublik ist nicht mehr klar und deutlich unterlegen, sondern schafft es beinahe, eine manticorische Streitmacht in eine Falle zu locken.

Doch diese Ereignisse finden für die Titelheldin weit in der Ferne statt. Nachdem sie ihre Rache genommen hat, ist sie jetzt auf Grayson im Exil. Scheinbar genießt sie ihre neue Existenz als Gutsherrin auf dieser Welt, die sie einst gerettet hat. Doch ihr Herr, der Protektor Benjamin, weiß genau, dass ihr die Raumfahrt fehlt, weshalb er sie zum Admiral der neuen graysonischen Navy ernennt. Ein steiler Karrieresprung für den einstigen Captain, den sie jedoch meistert.

Was jedoch interessant ist, ist die verschiedene Zusammensetzung der Kommando-Ebene. Honor begegnet nämlich nicht nur Graysoniten dort, sondern auch Personen, die einst von Manticore stammten oder, und dies ist die eigentliche Überraschung, Haveniten waren. Damit führ David Weber das fort, was er schon in "Die Ehre der Königin" begonnen hat, nämlich Charaktere des Feindes endlich glaubwürdig darzustellen.

Etwas, was er allerdings nicht lange durchhält. Zwar machen die gegnerischen Truppen von Haven endlich einen guten Eindruck, doch dafür hat der Autor sich eine neue Gruppe an Feinden ausgesucht, die er in typischer Schwarz/Weiß-Manier darstellen kann. In diesem Fall sind religiöse Fundamentalisten auf dem Planeten Grayson, die mit den Änderungen, die Honor Harrington über ihre Welt gebracht, nicht einverstanden sind. Und da sie der Meinung sein, Gott sei auf ihrer Seite, agieren sie auch dementsprechend. Sie schrecken vor nichts zurück, noch nicht einmal vor einem Anschlag, bei dem viele Unschuldige ums Leben kommen.

Eigentlich sollte man sich daran gewöhnt haben, dass David Weber gerne klischeehafte Feinde schreibt. Doch mittlerweile geht einem diese Darstellung einfach nur auf die Nerven. Wenn man die seitenlange Mono- und Dialoge liest, die diese Figuren von sich geben, ist man versucht, entweder diese Passagen zu überblättern oder das Buch gleich ganz zu schließen. In ihrem Fanatismus sind die Charaktere so verblendet, das alles, was aus ihrem Mund kommt, bloße Plattitüden sind, die noch nicht einmal ansatzweise überzeugen.

Und mittlerweile hat man den Eindruck, dass Honor Harrington eine Göttin ist. Alles, was sie anfasst, gelingt, wenn auch unter diversen Schwierigkeiten. Es fehlt nur noch, dass sie über Wasser wandelt, dann wäre die Transformation zu einem höheren Wesen komplett. Es fehlen einfach die glaubhaften Ecken und Kanten, die die Figur interessant machen.

Auch wenn die letzten Abschnitte etwas harsch klingen, so ist "Im Exil" immer noch ein gutes Buch "Für Zwischendurch"



Fazit:

Honor Harrington landet "Im Exil" und muss sich neuen Herausforderungen stellen. David Weber macht von Anfang an klar, dass die Verhältnisse sich geändert haben, nicht nur für seine Titelheldin, sondern auch im Krieg zwischen Manticore und Haven. Gleichzeitig bemüht er sich auch darum, diese Gegner endlich glaubwürdig darzustellen. Doch was ihm dort gelingt, macht er an einer anderen Stelle überhaupt nicht. Die Fundamentalisten auf Grayson sind extrem nervige Gegner, die einfach nur platt wirken. Auch, dass die Titelheldin schon fast eine Göttin ist, stört doch sehr. Dennoch ist das Buch ganz nett zu lesen.



Honor Harrington Band 5: Im Exil - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

David Weber
Honor Harrington Band 5: Im Exil
Flag in Exile

Übersetzer: Dietmar Schmidt
Erscheinungsjahr: Februar 2002



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Bastei Lübbe

Preis:
€ 8,45

ISBN:
3-404-23217-8

608 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Viele Veränderungen
  • Einige Feinde werden endlich glaubwürdig dargestellt
Negativ aufgefallen
  • Extrem platte Darstellung der Fundamentalisten
  • Honor Harrington gelingt alles
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Rezension vom: 29.08.2011
Kategorie: Science Fiction
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