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Was weiß der Geier?

Story:

Ich mache gerne blau, vor allem, wenn ich einen Kater habe. Und verfranzen? Eher bekenne ich Farbe, als mich als treulose Tomate bezeichnen zu lassen.



Meinung:

Der Alltag wäre ohne Redewendungen ziemlich farblos. Erst durch ihren regelmäßigen Gebrauch werden er und die eigene Sprache vielfältiger und abwechslungsreicher. Und wenn man auch noch die Formulierungen einer anderen Kultur kennt, ist dies ein sicheres Zeichen dafür, dass man in dieser heimisch geworden ist. Bernd Brucker hat nun ein Buch über diese besonderen Aussagen geschrieben und sich dabei mit ihrem Ursprung beschäftigt. Dabei werden nicht nur Klassiker wie "Für die Katz" oder "Hinter die Ohren schreiben" analysiert, sondern auch moderne, wie beispielsweise "Feature" oder "Okay".

Dass er von diesem Thema Ahnung hat, zeigt sich in seinem Lebenslauf. So hat er Kunstgeschichte, Germanistik und Anglistik studiert. Ebenso gehören zu seinen sonstigen Werken Bücher über Reden in diversen Lebenssituationen. Aber auch Sachbücher für die Kleinsten hat er geschrieben.

Das Buch ist thematisch gegliedert. Allerdings ergibt die Reihenfolge dieser keinen wirklichen Sinn. So folgen auf "Tierisch Gut" "Farbenspiele", die wiederum von "Sportlich" abgelöst werden. Es ist unklar, wieso und weshalb diese Sortierung gewählt wurde, da sie doch sehr stark beliebig und undurchsichtig wirkt.

Dasselbe könnte man auch fast von der Sortierung der Sprichwörter sagen. Doch hier steckt durchaus eine Ordnung dahinter, auch wenn diese nicht auf dem ersten Blick erkennbar ist. Doch nach einer Weile entdeckt man, wieso beispielsweise auf "Das schlägt dem Fass den Boden aus" "Firlefanz" folgt. Es ist das Alphabet, abhängig von dem Gegenstand der jeweiligen Redewendung, die für die geregelte Abfolge sorgt.

Die Art und Weise, wie die Formulierungen untersucht werden, ist in allen Fällen die Gleiche. Zuallererst wird erklärt, in welche Situation man die Redewendung anwenden kann. Dies wird mit Beispielen untermauert. Und danach erklärt Bernd Brucker, worauf der Ursprung dieser geflügelten Begriffe zurückzuführen ist. Dabei beschränkt er sich auf das Allernötigste, wodurch viele Erläuterungen zu kurz und knapp wirken. So kann man sich des Eindruckes nicht erwehren, dass der Autor einfach nur jede Menge Redewendungen in möglichst wenig Platz abhandeln wollte.

Leider wird auch nicht ganz klar, mit welcher Intention Herr Brucker "Was weiß der Geier" geschrieben hat. Hat man es hier mit einem Sachbuch zum Schmökern zu tun? Dafür ist der Ton des Bandes viel zu trocken, weshalb man es schnell zur Seite legt. Oder hat man es hier mit einem Lexikon zu tun? In diesem Fall fehlt eindeutig ein Index zum Nachschlagen. Denn das Inhaltsverzeichnis listet nur die jeweiligen Themen auf und nicht, was für Redewendungen darin vorkommen. Und so ist die Suche nach einem bestimmten Sprichwort mit viel Blättern verbunden, was schnell frustrierend werden kann.



Fazit:

Trotz guter Voraussetzungen kann Bernd Bruckers "Was weiß der Geier" leider nicht überzeugen. Zu schnell handelt der Autor die einzelnen Sprichwörter ab, und zu trocken ist der Ton. Dass außerdem die Reihenfolge der behandelten Redewendungen undurchsichtig ist, und außerdem auch noch ein Nachschlagen durch den fehlenden Index erschwert ist, tut sein übriges. Daher kann man den Titel nicht empfehlen.



Was weiß der Geier? - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Bernd Brucker
Was weiß der Geier?
Erscheinungsjahr: 27. Februar 2008



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Bassermann

Preis:
€ 4,95

ISBN:
978-3-8094-2188-7

144 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Viele verschiedene Redensarten
Negativ aufgefallen
  • Die Wendungen werden zu schnell abgehandelt
  • Reihenfolge der verschiedenen geflügelten Wörter ist undurchsichtig
  • Es fehlt ein Index
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Rezension vom: 20.01.2011
Kategorie: Kultur & Zeitgeschehen
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