Splashpages  Home Books  Rezensionen  Rezension  Fantasy Noir
RSS-Feeds
Podcast
https://www.splashbooks.de/php/images/spacer.gif

In der Datenbank befinden sich derzeit 2.451 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...
Rezensionen Splash! Hits Covergalerie Gesammelte Leseproben

Fantasy Noir

Story:

Ein Engel wird ermordet und ein ausgebrannter Cop soll dessen Herz finden. Eine Detektivin begegnet dem Voodoo. Und eine Skandalreporterin ist einer heißen Story auf der Spur.



Meinung:

Erneut hat der Art-Skript-Phantastik-Verlag eine Anthologie zusammengestellt, in der viele eher unbekannte, deutschsprachige Autoren ihr Können unter Beweis stellen können. Das Thema gibt der Titel bekannt: "Fantasy Noir".

Das sagt bereits schon alles aus, was man in diesem Buch erwarten darf. Jede Menge Geschichten über die düsteren Seiten der Gesellschaft, über Detektive, die Femme Fatales verfallen und einen einsamen Kreuzzug gegen das Verbrechen unternehmen. Wobei die diversen Schriftsteller das Thema sehr weit interpretieren. Was aber auch für diese Anthologie spricht, dass eben dies möglich ist.

Und die Vielfalt an Stories ist wirklich enorm. Keine Story gleicht der anderen. Und in der Tat lebt der Band von der enormen Bandbreite an Geschichten, die man vorfindet.

Was man alles aus der Vorgabe machen kann, zeigt zum Beispiel sehr schön die Geschichte "Blutgold" von Isabel Schwaak. In der Geschichte lernt man die Reporterin Moira kennen, die einer neuen Story auf der Spur ist. Sie weiß, dass ein bestimmtes Opfer nicht auf natürlich Art und Weise gestorben ist. Und macht sich sofort daran, mehr darüber herauszufinden. Mit allen möglichen Mitteln will sie daraus eine heiße Story stricken.

"Blutgold" ist ungewöhnlich, weil die Autorin gleich auf mehrfache Weise mit der Vorgabe der Anthologie bricht. Zum einen ist ihre Protagonistin Moira keine Person, die sympathisch dargestellt wird. Wiederholt wird deutlich gemacht, dass sie für eine heiße Story bereit ist, jegliche Regeln und Gesetze über Bord zu werfen. Und die Geschichte, an der sie dran ist, ist heiß!

Gleichzeitig sind die "Fantasy"-Elemente nur spärlich vorhanden. Es wird erwähnt, dass Moira ein wenig Hexenblut in ihrer Ader hat. Und auch das Ende ist übernatürlicher Natur. Doch ansonsten ist die Geschichte schon fast normal. Und macht trotzdem Spaß zu lesen. Einfach weil es der Autorin gelingt, die Charaktere sympathisch darzustellen. Was ebenso für die Reporterin gilt, die trotz ihrer negativen Aspekte einem positiv in Erinnerung bleibt.

Eine andere geniale Geschichte ist "Von Kröt, P. I.". In dieser wird der bekannte Privatdetektiv Von Kröt engagiert, um den Mörder einer Ehefrau zu suchen. Und natürlich entwickelt sich der Fall anders als erwartet.

Und was macht diese Story so besonders? Vor allem die Tatsache, dass sie in einer schrägen Fantasywelt stattfindet. Der Autor der Geschichte, Katharina Fiona Bode, hat ein kleines Universum aufgebaut, das aus lauter Wortspielereien und merkwürdigen Ideen besteht. Da trägt der Titelheld, der den Name übrigens nicht von ungefähr trägt, einen Zebrastreifenanzug. Oder er trinkt etwas in der Teddybar, deren Besitzer ein Steifteddy ist. Betrug geschieht hier offensichtlich und wird hier sogar honoriert. Es ist eine herrlich absurde Geschichte, die auf jeder Seite Spaß macht zu lesen.

Schade nur, dass beim Layout etwas geschlampt wurde. Wenn nämlich Kursivschrift an einer Stelle zu lesen ist, wo sonst normale Blockschrift zu lesen sein sollte, wirkt das unschön. Ein Ausrutscher, der nicht hätte sein müssen.

Und leider gibt es auch noch eine Geschichte, die überhaupt nicht funktioniert. Die allererste Story "Albenpfeile" von Fabian Dombrowski ist leider ein kompletter Reinfall. Sie erzählt von einem mysteriösen Todesfall, den der Privatdetektiv Urien untersucht. Leider hat man das Gefühl, dass hier einige Szenen, die der Autor überhatte, zu einer mehr oder weniger zusammenhängenden Story zusammengestückelt wurden. Es fehlt irgendwie der Schwung, der die Story in Gang bringt. Sie liest sich einfach nur lahm.

Deshalb wird "Fantasy Noir" zum "Reinschauen" empfohlen.



Fazit:

Überwiegen kann "Fantasy Noir" überzeugen. Fast alle Geschichten sind gelungen. Nur einige Layout-Fehler und die Story "Albenpfeile" trüben den positiven Eindruck.



Fantasy Noir - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Grit Richter (Hrsg.)
Fantasy Noir
Erscheinungsjahr: 31. Juli 2015



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Art Skript Phantastik

Preis:
€ 12,80

200 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Viele gute Geschichten
Negativ aufgefallen
  • Albenpfeile
Die Bewertung unserer Leser für dieses Book
Bewertung:
Keine Bewertung vorhanden
Bewertung
Du kannst dieses Book hier benoten. Oder schreib doch einfach selber eine Rezension!

Persönlichen Bookmark setzen für diese Seite
Diese Seite als Bookmark bei Blinklist hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei del.icio.us hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Digg hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Fark hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Furl hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Google Bookmarks hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Mister Wong hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei myYahoo hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Netscape hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Newsvine hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Reddit hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei StumbleUpon hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Technorati hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Yigg hinzufügen  
Oder diesen Dienst benutzen: Social Bookmark Button

Rezension vom: 19.08.2015
Kategorie: Fantasy
«« Die vorhergehende Rezension
Das Lied von Jaburek
Die nächste Rezension »»
Conan - Band 4: Die Original-Erzählungen
Leseprobe
Zu diesem Titel liegt derzeit keine Leseprobe vor. Sie sind Mitarbeiter des Verlags und daran interessiert uns für diesen Titel eine Leseprobe zu schicken? Dann klicken Sie hier...
Das sagen unsere Leser
Zu diesem Titel existieren noch keine Rezensionen unserer Leser. Wenn Du möchtest, kannst Du eine Rezension zu diesem Titel beisteuern. Klicke dazu hier...