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Star Trek - Titan 7: Gefallene Götter

Story:

Die Titan entdeckt einen aufsehenerregenden Planeten, der um einen Pulsar kreist. Doch die Welt ist vom Untergang bedroht. Zwar verfügt sie über eine Technologie, die sie retten könnte. Allerdings muss diese erst repariert werden. Und als ob das nicht schon herausfordernd genug ist, taucht auch noch ein andorianisches Schiff auf, das die Herausgabe aller Besatzungsmitglieder fordert, die von derselben Spezies sind, wie die Crew des Raumschiffs.



Meinung:

Nach fast drei Jahren hat man mit "Gefallene Götter" endlich einen neuen "Titan"-Roman vor sich. Einerseits ist es ein gutes Zeichen dafür, dass der US-Verlag Pocket Books keine "Star Trek"-Reihe wirklich aufgibt. Aber andererseits ist es schon eine enorme Wartezeit, die man als Fan von Captain Riker und seiner bunten Crew überbrücken musste. Nur gut, dass das Schiff und seine Besatzung prominent in den Reihen und Events "Destiny" und "Typhon Pact" vertreten war. Und mit Michael A. Martin kehrt für den neuen Roman sogar einer der Autoren zurück, der damals die ersten beiden Bände geschrieben hat.

Die Föderation ist im Aufruhr. Mit Andor hat eines der Gründungsmitglieder der politischen Planetenvereinigung das Bündnis verlassen. Der Grund dafür sind Informationen, die ihnen vorenthalten wurden und die ihnen durch den Typhon Pact, jener der Föderation nicht wohlgesonnen Sternenallianz, zugespielt wurden. Und während die ausgetretene Welt mit dem Pact Beitrittsverhandlungen aufgenommen hat, gibt es erste Konsequenzen. Alle Andorianer drohen ausgewiesen zu werden und sollen zu ihrer Heimatwelt zurückgebracht werden.

Auch die Titan hat andorianische Besatzungsmitglieder. Und als eines Tages ein Schlachtschiff von Andor auftaucht und ihre Herausgabe fordert, steckt William Riker in einem Dilemma. Denn einerseits möchte er gerne die Crewmitglieder behalten, die für ihn Teil des Schiffes sind. Andererseits möchte er keinen Konflikt heraufbeschwören, der für ihn und die Titan schlecht enden könnte. Ein Kompromiss muss gefunden werden, und zwar schnell.

Und doch ist das nicht das einzige Problem, mit sich der Kapitän herumschlagen muss. Denn die Titan ist auf einen interessanten Planeten gestoßen. Eine Welt, die um einen Pulsar kreist und regelmäßig mit harten Strahlungsschauern überschüttet wird. Es gibt Hinweise auf hochentwickelte Technologie, so dass die Besatzung nicht auf die oberste Direktive Rücksicht nehmen muss. Jedoch scheint die Technik nicht richtig zu funktionieren, und muss vor Ort repariert werden.

Es ist einiges los im "Star Trek"-Universum. Auch die "Titan" bleibt nicht von den Konsequenzen der Ereignisse der "Typhon Pact"-Reihe verschont. Für den Leser ist das natürlich schön, da er so den perfekten Eindruck eines in sich verknüpften Universums erhält. Und gleichzeitig bemüht sich Michael A. Martin auch, dem Leser, der eventuell die andere Romanserie nicht gelesen hat, die nötigen Hintergrundinformationen zu liefern. Und wie man anhand der Zusammenfassung der Geschichte sieht, gibt es einiges, was es da zu berücksichtigen gibt.

Und Michael A. Martin macht das Beste daraus. Er schreibt eine spannende Geschichte, in der er sich auf die beiden Andorianer Zhrar, dem Kapitän des andorianischen Schiffes, und Pava, an Bord der Titan Sicherheitsoffizier, konzentriert. Zhrar ist dabei ein gelungener Gegenspieler. Er agiert undurchsichtig und man weiß nie so recht, woran man bei ihm ist. Was auch Pava feststellen muss, die eine der freiwilligen Geiseln des Kapitäns ist. Sie entdeckt ein Geheimnis von ihm, dass sie in eine ziemliche Gefahr bringt.

Diese Handlungsebene überzeugt vor allem durch das Zwischenspiel zwischen den verschiedenen Figuren. Stets wirkt es so, als Zhrar der Föderation einen Schritt voraus ist. Und William Riker versucht alles, um nicht den Anschluss zu verlieren. Die Charakterarbeit hierbei ist hervorragend.

Doch auch die Ereignisse auf der fremden Welt werden sehr gut dargestellt. Er beschreibt eine postapokalyptische Welt, die von einer insektoiden Spezies bewohnt wird. Hier geht es im wahrsten Sinne des Wortes um Leben und Tod. Dabei werden die Ta'ithaner wunderbar fremdartig dargestellt. Außerdem spielt der Autor etwas mit den Erwartungen des Lesers, in dem er den Plot auf eine Weise weiterentwickelt, die man meint vorhersehen zu können, nur um am Ende festzustellen, das dem nicht der Fall war.

Außerdem wird die Gelegenheit genutzt, um einige Subplots weiter zu entwickeln. Man erfährt mehr über das Schicksal von Weiß-Blau, der seit "Feuer" inaktiv ist. Aber auch Tuvoks Probleme mit seiner geistigen Kontrolle werden weiter fortentwickelt. Dies verknüpft der Autor geschickt mit den Ereignissen auf Ta'ith, und zwar auf eine Art und Weise, die nicht forciert wirkt.

Beide Handlungsebenen sind gleichberechtigt. Beide lesen sich spannend und unterhaltsam. Und doch hat man das Gefühl, dass man es im Prinzip mit zwei Hauptplots zu tun hat, die jeder für sich alleine ein ganzes Buch hätten tragen können. Und Martin schafft es irgendwie doch, dass sie fast ihr ganzes Potential wahrnehmen können.

Die Betonung liegt auf "fast". Denn als später ein Teil der Titan-Crew auf Ta'ith landet, sind einige Crewmitglieder dabei, die man bislang nur am Rande wahrgenommen hat. Die Ferengi Bralik zum Beispiel oder der Wissenschaftler Cethente sind mit dabei. Im Prinzip hätte man gut die Chance nutzen können, um mehr auf sie einzugehen. Denn bislang waren sie hauptsächlich nur Namen mit wenig Charaktertiefe. Hier wurde Potential nicht wahrgenommen.

Am Ende ist das jedoch Meckern auf höchstem Niveau. Denn im Prinzip hat man es mit einem hervorragenden Roman zu tun, der die "Klassiker"-Wertung redlich verdient hat. Es ist eben nur einer mit einem Schönheitsfehler.



Fazit:

Andy A. Martins Roman "Star Trek Titan 7: Gefallene Götter" versöhnt einen mit der langen Wartezeit. Zum einen wird die Titan in die Auswirkungen des Typhon Pact verwickelt. Zum anderen stößt sie auf eine Welt, die ihre Hilfe benötigt. Beides sind sehr gute Plots, die der Autor hervorragend schreibt. Fast alles stimmt: Man benötigt kein allzugroßes Hintergrundwissen, da der Autor die wichtigsten Informationen mitliefert. Die Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet und einige romanübergreifende Handlungsfäden werden weiterentwickelt. Schade nur, dass einige Figuren nicht ausgebaut werden, obwohl sich an einer Stelle eine großartige Gelegenheit bietet.



Star Trek - Titan 7: Gefallene Götter - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Michael A. Martin
Star Trek - Titan 7: Gefallene Götter
Star Trek - Titan: Fallen Gods

Übersetzer: Stephanie Pannen
Erscheinungsjahr: 28. Juli 2014



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 12,80

ISBN:
978-3-86425-429-1

360 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Spannende Plots
  • Hervorragende Charakterisierungen
  • Romanübergreifende Subplots werden weiterentwickelt
Negativ aufgefallen
  • Einige Charakterisierungsmöglichkeiten werden nicht genutzt
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Rezension vom: 25.08.2014
Kategorie: Science Fiction
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