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Devil May Cry - Der Ursprung

Story:

Tony Redgrave schlägt sich mit dubiosen Jobs gerade so durchs Leben. Mehr schlecht als recht kommt er über die Runden und arbeitet in der Unterwelt der Stadt. Bis der mysteriöse Schwertkämpfer Gilver auftaucht, und eine Menge Probleme mit sich bringt. Auf einmal wimmelt es nur so vor Dämonen und Kreaturen der Finsternis, und um Tony scheint sich langsam eine dunkle Schlinge um den Hals zu ziehen.



Meinung:

Als Draufgänger und Allrounder verdient sich Tony seine Brötchen. Als Kämpfer und Profi im Umgang mit Handfeuerwaffen gehört er eher an den Rand der Gesellschaft, doch kommt er gerade so über die Runden. Bis Gilver auftaucht, ein seltsamer Verhüllter, den er zwar nicht zu kennen scheint, der ihm jedoch verdächtig bekannt vorkommt. Mit dieser Begegnung scheint sein Leben den Bach herunter zu gehen. Erst tauchen aller Hand finsterer Gestalten auf, und dann beginnen diese auch noch in seiner Vergangenheit herumzuwühlen.

Das Buch "Devil May Cry - Der Ursprung" ist der erste Teil der offiziellen Vorgeschichte zur gleichnamigen Videospielserie. Die Geschehnisse finden somit vor dem ersten Teil statt und erzählen die Ursprünge von Dante, dem Hauptcharakter, welcher damals noch unter dem Namen Tony sein Leben bestritt. So sollte es jedenfalls sein, denn schnell wird klar, dass dieser Roman den Anforderungen nicht wirklich gerecht wird.

Die Personen wirken alle oberflächlich gehalten, und agieren eher in Schemen und nicht eigenständig. Beschrieben wird lediglich die Kleidung, der Charakter bleibt völlig aus und ist auch aus den Gesprächen nicht herauslesbar. Was wohl auch daran liegt, dass in diesen eher gegenseitig beleidigt, als wirklich gesprochen wird. Und dies mit einem harten Sprachstil, den man wohl mögen muss. Einzig positiv anzurechnen ist wohl die gute Portion Sarkasmus, die das Geschehen auflockert und anmerken lässt, dass sich das Buch auch nicht völlig ernst nimmt.

Die Handlung selbst ist leicht zu durchschauen und baut auch keine Spannung auf. Man folgt Dante, der es allerdings nicht schafft die Sympathie auszustrahlen, die er in der Spieleserie vorzuweisen weiß. Dafür gibt es reichlich Actionszenen, die einen großen Teil der nur 200 Seiten einnehmen. Die Wortwahl ist einfach, und die Umschreibungen wirken oft flach. Nicht selten stolpert man über holprig formulierte Sätze. Durch solche bruchstückhafte Passagen wird der Lesefluss zudem des Öfteren unterbrochen.

Dazu wird auch die Handlung vor allem bei eingefleischten Fans für diverse Verwirrungen sorgen. So gibt es Abweichungen zu dem, der Handlung des ersten Teils direkt in der Story nachfolgenden, dritten Teil. Ein kleines Beispiel ist die Benennung seines "Ladens", welche der Protagonist am Ende des Romans fast spontan einen Namen gibt, dies jedoch im Spiel dann noch einmal, und anders, geschieht. Reichlich fraglich, da nach dem im Buch enthaltenen Nachwort die Redaktion und der Hersteller eng zusammen gearbeitet haben sollen, um dieses Werk auf den Markt zu bringen. Des Weiteren sollte erwähnt werden, dass das Buch nach dem dritten Teil der Spieleserie auf dem Markt erschien, und man es mit diesem hätte abgleichen können.

Weiterhin wirken die Fußnoten und Erklärungen überflüssig, bei nur zwei von ihnen in den ersten Seiten. Diese hätte man auch noch in einem Nebensatz anfügen können, anstatt sie als Stichpunkte am Ende der Erläuterungen - so die Überschrift des Nachwortes - einzufügen. Dort wirken sie nicht nur verloren, man hat sie auch bereits wieder vergessen - oder beim vorherigen suchen einfach nicht gefunden.

Ein kleiner Lichtblick sind die gelungenen Zeichnungen, die sich über den Roman verteilt finden. Diese Bilder nehmen jeweils eine Seite ein, und manch einem sind solche kurzen Kunsteinschübe bereits aus anderen japanischen Lightnovels bekannt. Sie stammen von Shirow Miwa, der einem eingefleischten Action-Manga-Leser vielleicht als der Autor der Serie "Dogs: Bullets & Carnage" bekannt vorkommt.

Für diejenigen, denen "Lightnovel" nichts sagen mag: Es sind meist kurze Werke, die in Japan oft auch Grundlage für Animes und Mangas sind, oder aber Nebengeschichten von diesen erzählen. Die Bücher sind an eine jüngere Leserschaft gerichtet und erscheinen dort oft in einzelnen Kapiteln in Zeitschriften.

Der Autor des Werkes ist Shinya Goikeda, ein japanischer Schriftsteller, der auch die zweite Lightnovel, "Devil May Cry 2" geschrieben. "Devil May Cry - Der Ursprung" erschien im August 2006 beim Paniniverlag. Ins Deutsche übersetzt wurde das Werk von Ai Aoki.



Fazit:

Definitiv nichts für einen Leser, der die Spiele nicht kennt. Allerdings durch die Fehler vielleicht auch für einen Fan nur ein durchschnittliches Werk, von dem man mehr erwartet hatte.



Devil May Cry - Der Ursprung - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Shinya Goikeda
Devil May Cry - Der Ursprung
Devil May Cry

Übersetzer: Ai Aoki
Erscheinungsjahr: 16. August 2006



Autor der Besprechung:
Sarah Fechler

Verlag:
Panini Books

Preis:
€ 9,95

ISBN:
978-3833214097

236 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Zeichnungen von Shirow Miwa
Negativ aufgefallen
  • Spannungsarm geschrieben
  • Charaktere wirken oberflächlich
  • Widerspruch zu den Videospielen
  • Überflüssige Fußnoten
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Rezension vom: 20.07.2013
Kategorie: Fantasy
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