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Perry Rhodan Neo 23: Zuflucht Atlantis

Story:

Nach der Flucht von Tramp befinden sich Crest, Tatjana Michalowna und Trker-Hon irgendwo im Weltall. Doch eine arkonidische Patrouille findet sie und bringt sie nach Larsaf III, der zukünftigen Erde. Und dort erleben sie die letzten Stunden von Atlantis mit.



Meinung:

"Zuflucht Atlantis" ist der vierte "Perry Rhodan Neo"-Roman von Christian Montillon. Damit ist er, nach Frank Borsch, der selber fünf Bände beisteuerte, der fleißigste Autor der Serie. Und seine letzten Beiträge waren durchaus lesenswert. Kann er also das Niveau halten?

Die Arkoniden haben auf Larsaf III eine Kolonie gegründet. Sie haben sie Atlantis genannt, nach dem Sohn des Imperators, Atlan, der auch die Leitung inne hat. Und eigentlich ist es streng verboten, Beziehungen jeglicher Art mit den Einheimischen, den Barbaren, zu unterhalten. Doch Feltif de Khemrol hält sich nicht dran und greift wiederholt in das Leben der Seherin D'ihra ein. Schließlich nimmt er sie mit nach Atlantis und verliebt sich in sie. Doch dann wird die Kolonie von den Feinden der Arkoniden, den Maakhs angegriffen. Die letzte Stunde der Stadt hat geschlagen.

Kurz zuvor werden Crest, Tatjana Michalowna und Trker-Hon von einer arkondischen Patroulie im All entdeckt. Sie werden nach Larsaf III gebracht, wo man sich später um sie kümmern will. Dies übernimmt Tarts de Telomar, Mentor von Atlan. Er begegnet dem Trio voller Misstrauen und egal, was sie auch unternehmen, er lässt sich nicht überzeugen, ihnen zu vertrauen. Doch auf einen Schlag ändert sich die Lage und schon bald muss die Gruppe von Crest flüchten.

Wenn man für einen Moment ignoriert, dass dies der vorletzte Band des aktuellen Zyklus ist, dann hat man wirklich eine grandiose Geschichte vor sich. Sie hat einige Schwächen, auf die später eingegangen wird, doch größtenteils überzeugt sie. Christian Montillon hat also sein Niveau gehalten.

Es sind vor allem die Momente, in denen er das Leben auf Larsaf III und Atlantis darstellt, in denen der Roman sich gut liest. Die Szenen, in denen Feltif und D'ihra beisammen sind, sind gut gelungen. Es gelingt ihm problemlos, die Motivation des Arkoniden rüberzubringen, wieso und weshalb er sich in die "Barbaren"-Frau verliebt hat. Auch der Moment, in dem der Bewohner von Atlantis entdeckt, dass seine Geliebte eine Mutantin ist, wirkt glaubwürdig. Anhand dieses Paares lässt Montillon den Leser den Untergang von Atlantis hautnahe mit erleben.

Doch auch was die Hintergründe der Serie angeht, liefert der Autor einige interessante Informationen. Man erfährt, wieso sich in der Zukunft so viele Raumschiffe im Sonnensystem befinden und erhält die endgültige Bestätigung, dass Atlan auch im Neo-Universum lebt. Letzteres verwundert einen eigentlich nicht, doch bislang gab es nur Andeutungen und kleinere Hinweise.

Sehr schön sind auch die Momente, in denen das Trio von Crest versucht, Tarts de Telomar davon zu überzeugen, dass sie wirklich aus der Zukunft stammen. Jener begegnet ihnen natürlich sehr skeptisch. Man mag versucht sein, dies als übertrieben abzutun. Doch die Szenen bevor er den Zeitreisenden begegnet, machen sehr schön deutlich, dass man es hier mit einer Person zu tun hat, die alles und jedem voller Misstrauen begegnet, einfach weil er in einer Welt der Intrigen aufgewachsen ist.

Doch wie bereits oben erwähnt, hat der Roman einige Schwächen. So wirkt die plötzliche Wandlung von Telomar unglaubwürdig. Eben noch war er voller Misstrauen, doch nach einer Nacht glaubt er plötzlich dem Trio von Crest. Auch das auftauchen einer gewissen Person sowie die Andeutung einer Zeitschleife sorgen für eine gewisse Missstimmung. Über das plötzliche Nachwachsen des bislang fehlenden Auges von Trker-Hon verliert man besser keine Worte.

Und dann ist da noch das leidige Thema Gesamthandlungsfortschritt. Es mag wie eine alte, ausgeleierte Platte klingen, aber erneut tritt der Romanübergreifende Plot auf der Stelle. Frank Borsch muss also im nächsten Band eine wahre Herkulesarbeit leisten. Nicht nur muss er die Geschichte rund um Perry Rhodan und Bully zu einem Abschluss bringen, sondern ebenso die Suche nach der Unsterblichkeit. Wenn der Roman also keine Überlänge haben wird, kann man davon ausgehen, dass alles dicht an dicht gedrängt stattfinden wird. Und beim Gedanken daran, dass der nächste Zyklus deutlich länger ausfallen wird, wird dem Redakteur etwas mulmig zu Mute. Schließlich wurde bislang eindrucksvoll bewiesen, wie wenig es dem aktuellen Expokraten gelingt, jetzt schon die Handlung so zu planen, dass das Ende nicht erneut überstürzt wirkt.

Doch ist dies Zukunftsmusik. Wichtig ist jetzt primär der vorliegende Roman. Und der ist eindeutig gelungen. Deshalb: "Reinschauen".



Fazit:

Mit "Zuflucht Atlantis" schreibt Christian Montillon wieder einen Beitrag zu "Perry Rhodan Neo". Die Geschichte überzeugt größtenteils. Vor allem die Darstellung des Lebens auf Larsaf III sowie der Untergang von Atlantis sind dem Autoren sehr gelungen. Auch wie das Trio von Crest, Tatjana und Trker-Hon versucht, in der Vergangenheit jemanden davon zu überzeugen, dass sie aus der Zukunft kommen, überzeugt. Der Roman hat allerdings auch einige Schwächen. Der Umschwung von Telomar, von Misstrauisch hin zum Akzeptieren der Geschichte der Zeitreisenden, wirkt nicht überzeugend. Und auch das Auftauchen einer bestimmten Person und die Andeutung einer Zeitschleife missfallen.



Perry Rhodan Neo 23: Zuflucht Atlantis - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Christian Montillon
Perry Rhodan Neo 23: Zuflucht Atlantis
Erscheinungsjahr: 3. August 2012



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Pabel Moewig Verlag

Preis:
€ 3,90

161 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Untergang von Atlantis
  • Hintergründe werden ausgebaut
Negativ aufgefallen
  • Einige Handlungswendungen wirken unglaubwürdig
Die Bewertung unserer Leser für dieses Book
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Rezension vom: 07.08.2012
Kategorie: Science Fiction
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