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Nimue Alban 03: Codename: Merlin

Story:

Der Konflikt des rebellierenden Königreiches Charys gegen die allgegenwärtige Kirche auf Safeholde wurde vorerst zu Gunsten der Aufmüpfigen entschieden. Doch die Zeit drängt, denn die Gegner sind zwar vorerst geschlagen, doch aufgegeben haben sie noch nicht. Inzwischen sammeln sie wieder ihre Truppen, um den Krieg ein für alle Mal für ihre Seite zu entscheiden. Und nur ein Wunder kann Charys retten.



Meinung:

"Codename Merlin" ist der dritte Teil der "Nimue Alban"-Reihe, die in den USA bereits schon vier Bände umfasst, wobei ein fünfter für September vorangekündigt wurde. Doch ist die Erscheinungsweise nicht dieselbe wie hierzulande. Denn hier in Deutschland hat sich Bastei Lübbe schon seit längerer Zeit dazu entschieden, die amerikanische Vorlage jeweils auf zwei Bücher aufzuteilen.

Die Titelheldin der Serie war einst eine Soldatin auf Terra. Doch ihre Welt und scheinbar auch die gesamte menschliche Spezies wurde von Außerirdischen ausgelöscht. Allerdings konnte eine kleine Kolonisten-Flotte entkommen. Auf dem Planeten Safehold ließen sie sich nieder, mit einem technologischen Niveau, welches dem späten Mittelalter entsprach. Es kam zu einem Zwist zwischen den Gründern, der mit Waffengewalt geführt wurde. Die Verliererseite wurde ausgelöscht, die Gewinner gründeten die Kirche ihrer neuen Heimat. Jene ist nach mehreren Jahrhunderten wie fett und aufgedunsen und nur an ihren Pfründen interessiert. Aufmüpfige werden aufs Härteste bestrafft. Nimue Alban wird deshalb zu diesem Zeitpunkt in einem neuen Körper erweckt. Ihr Ziel: Die Kolonisten wieder auf den richtigen Weg führen, weshalb sie das Königreich Charis unterstützt.

Den ersten größeren Kampf zwischen Charis und der Kirche hat das Königreich gewonnen. Die Konsequenzen, die sich daraus ergeben, sind enorm. Denn das Land sagt sich von der Kirche los und beginnt gleichzeitig nach Verbündeten zu suchen. Dies ist auch nötig, denn alleine haben sie keine Chance. Naheliegend ist daher eine politische Hochzeit zwischen König Cayleb und Königin Sahrleyan, der Herrscherin von Chishol. Jene weiß, dass, sollte Charis fallen, als nächstes ihr Land an die Reihe käme. Und so willigt sie ein. Gleichzeitig erhält Merlin, Nimue Albans Alter Ego, eine Überraschung, mit der er nicht gerechnet hätte.

Bastei Lübbes Entscheidung, die amerikanische Vorlage auf zwei Romane aufzusplitten hat einen gehörigen Nachteil: Es verhindert, dass im zweiten Buch die notwendige Stimmung und Spannung entstehen kann, weil die dafür notwendige Aufbau-Arbeit bereits im Vorgänger-Band passiert ist und dort durch das Ende verpufft ist. Dies trifft dann "Codename: Merlin" zu: David Weber baut eine konfliktreiche, hochspannende Atmosphäre auf, die sich jedoch nicht entladen kann.

Wobei man allerdings auch bemängeln muss, dass es sich der Autor relativ einfach macht, bei der Darstellung der Gegenspieler von Nimue Alban. Die religiöse Autorität von Safehold entspricht jedem nur erdenklichen Klischee, dass man sich denken kann. Sie sind inkompetent, zweidimensional und unfähig selbst ihre eigenen Fehler zu erkennen. Falls etwas passiert, was ihnen nicht passt, sind sie auf Sündenböcke angewiesen. Und wenn diese mal nicht so wollen, wie es die Kirche will, steht diese etwas dumm da. Der einzige Vorteil, der für sie spricht, ist ihre Größe und die Tatsache, dass immer noch ein Großteil der Könige auf die eine oder andere Art und Weise ihnen hörig ist.

Natürlich trifft dies auf die Helden nicht zu. David Weber macht sich jede erdenkliche Mühe, seine Protagonisten nicht nur als Heroen darzustellen, sondern ihnen auch eine gewisse Tiefe zu verleihen. Dies merkt man beispielsweise an der Entscheidung Caylebs, eine politische Hochzeit durchzuführen. Es schmeckt ihm nicht gerade, ist aber für die Zukunft seines Reiches die beste Entscheidung. Das Gleiche gilt auch für seinen weiblichen Konterpart, Königin Sahrleyan. Das zwischen den beiden dann doch noch Liebe entsteht, ist zwar etwas übertrieben, kann man jedoch verschmerzen.

Dies gilt auch für die Betonung, dass Cayles Loslösung von der Kirche vergleichbar mit der Reformation ist. Die Vergleiche mit den historischen Ereignissen ist zwar interessant, doch kommt dies stellenweise mit dem Holzhammer daher. Anfänglich ist es durchaus positiv zu lesen, doch schon bald nervt es.

Insgesamt betrachtet ist daher "Codename: Merlin" ein Roman mit vielen Schattenseiten, aber auch einigen positiven Eigenschaften. "Für Zwischendurch" reicht es daher allemal.



Fazit:

David Weber führt mit "Codename: Merlin" seine "Nimue Alban"-Reihe fort. Das Buch leidet hauptsächlich unter der Entscheidung des Bastei Lübbe-Verlages, die US-Vorlage auf zwei Bände aufzusplitten. Dies hat zur Folge, dass sich immer mehr Spannung aufbaut, ohne dass sie sich entladen kann. Das ist schade. Auch nervt etwas die klischeehafte Darstellung der Kirche. Positiv hingegen sind die Protagonisten, die einem ans Herz wachsen.



Nimue Alban 03: Codename: Merlin - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

David Weber
Nimue Alban 03: Codename: Merlin
By Schism Rent Asunder (Teil 1)

Übersetzer: Ulf Ritgen
Erscheinungsjahr: 17. März 2009



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Bastei Lübbe

Preis:
€ 9,95

ISBN:
978-3-404-23331-1

496 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Protagonisten werden gut dargestellt
Negativ aufgefallen
  • Amerikanische Vorlage wurde aufgesplittet
  • Feinde klischeehaft
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Rezension vom: 09.06.2011
Kategorie: Science Fiction
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