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Die Kunst der Photographie in National Geographic

Story:
Auf mehr als 360 Seiten zeigt der großformatige Band einige der größten Schätze aus den Fotoarchiven der National Geographic Society.

Meinung:
In wohl jeder Disziplin gibt es einen "Olymp" einen Maßstab, gegen den sich alle anderen messen lassen müssen. Für Musiker ist dies beispielsweise die Carnegie Hall in New York, in der die ganz Großen sowohl der klassischen als auch der Pop-Musik aufgetreten sind. Was die Photographie betrifft, spielt National Geographic diese Rolle.

Das Magazin mit dem wohlbekannten gelben Umschlag begann im Jahr 1888 "nur" als Mitteilungsblatt der National Geographic Society, einer Gesellschaft zur Forschungsförderung. Heute ist die NGS eine der weltweit größten nicht-kommerziellen wissenschaftlichen und Bildungsinstitutionen, und das Magazin gilt als der Standard für hochwertigen Fotojournalismus.

In diesem Band wird die Society selbst zum Forschungsobjekt, genauer gesagt ihr Fotoarchiv. Wie die Einleitung es formuliert, unternimmt das Buch "zum erstenmal den Versuch, den photographischen Bestand der National Geographic Society im Namen der Kunst zu sondieren". Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf das nicht immer leichte Verhältnis zwischen Journalismus und dokumentarischer Fotografie einerseits und der Welt der Kunst andererseits gelegt.

Für den Laien ist dieser Aspekt des Buches jedoch weniger interessant, er sieht vor allem eins: Seitenweise wunderbare Fotos. Und das im wahrsten Sinn des Wortes, werden die über 360 Seiten doch fast ausschließlich von ausgewählten Bildern aus den Archiven der Society eingenommen. Meist kann pro Seite ein Bild seine Wirkung entfalten, gelegentlich gibt es doppelseitige Fotos, oder mehrere kleinere Abbildungen sind auf einer Seite kombiniert. Die Fotos sind, wie bei ihrer Herkunft nicht anders zu erwarten, durchweg von hoher bis höchster Qualität, oft schlicht atemberaubend. Meist sind Menschen aus den verschiedensten Völkern, Kontinenten und Epochen in der Geschichte des Magazins zu sehen, andere Bilder zeigen Tiere, Landschaften oder andere Motive.

Die strikte Konzentration auf das Bild, die dessen Aussagekraft und Faszination den Raum fast vollständig überlasst, ist aber auf der anderen Seite das größte Manko des Buches. Oft hätte man doch gerne etwas mehr erfahren als den Namen des Fotografen, den Ort der Aufnahme und das Jahr. Welches farbenprächtige Spektakel hat beispielsweise Paul Chesley im Yellowstone National Park 1979 aufgenommen? Welche Geschichte steckt hinter dem Bild von Harry A. McBrider aus dem Warschau von 1921? Warum sind die beiden Gestalten, die Carole Devillers 1985 in Haiti auf Film bannte, vom Scheitel bis zu den Zehen mit Schlamm bedeckt? Der Band lässt diese Fragen offen. Dieser Verzicht mag dem erwähnten künstlerischen Gesichtspunkt geschuldet sein, wird aber viele Leser unbefriedigt zurücklassen.

Ergänzt werden die Bilder mit einer Einführung, die auch die Entwicklung der Fotografie in- und außerhalb des Magazins nachzeichnet. Den Schluss bilden ein Index der vertretenen Fotografen, eine Liste der Fotografien mit Details etwa zur verwendeten Technik oder der Veröffentlichung sowie knappen Biographien der Fotografen.

Wer einfach nur "Bilder gucken" will, ist mit diesem Buch wie mit fast allem, was mit National Geographic zusammenhängt, bestens bedient. Wer aber auch mehr darüber erfahren möchte, was er da eigentlich sieht, bekommt kaum Ansatzpunkte.

Fazit:
In einem großformatigen Band sind einige der besten Fotos aus den Archiven des National Geographic gesammelt. Die Zeitschrift der National Geographic Society gilt nicht ohne Grund als der Goldstandard für hochwertigen Fotojournalismus. Neben den oft atemberaubenden Fotos hätte man sich aber so manches Mal auch weitere Informationen zu Motiv und Entstehung gewünscht, die leider extrem knapp ausfallen.

Die Kunst der Photographie in National Geographic - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Jane Livingstone
Die Kunst der Photographie in National Geographic
The Art of Photography at National Geographic

Erscheinungsjahr: 1988



Autor der Besprechung:
Henning Kockerbeck

Verlag:
Taschen

ISBN:
978-3-8228-8949-7

366 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Einige der besten Fotos aus den Archiven der National Geographic Society, was schon ein Qualitätsmaßstab für sich ist
Negativ aufgefallen
  • Wenigstens ein paar Erläuterungen dazu, was man da eigentlich sieht, hätten es doch sein dürfen.
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Rezension vom: 09.05.2011
Kategorie: Natur, Wissenschaft und Technik
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