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Das magische Portal: Weltennebel

Story:

Als die Studentin Mia ihrem Kommilitonen Darian mitteilt, dass er der Erbe eines Thrones in einer Parallelwelt ist, hält er sie zuerst für verrückt. Doch es gelingt ihr, ihn zu überzeugen. Und so wechselt er mit ihr in seine einstige Heimat über, und gerät so in ein Intrigenspiel um den Nachlass seines Vaters.



Meinung:

Ein junger Prinz, der unterstützt von Getreuen um sein Erbe kämpfen muss: So oder so ähnlich lautet der Plot von so manchem Fantasy-Buch. Doch wäre es fatal, auf Grund der Zusammenfassung der Geschichte auf der Rückseite des Romans diesen als typischen Vertreter des Genres abzutun. Denn die Autorin Aileen P. Roberts macht aus diesem Grundkonzept etwas anderes, als man es erwartet hätte.

Hinter dem Namen Aileen P. Roberts steckt die gebürtige Düsseldorferin Claudi Lössl. Mit 19 Jahren entdeckte sie ihre Liebe für Schottland, besonders für die Highlands. Seitdem spielt das Land eine große Rolle in ihrem Leben, neben Pferden und Fantasy. Seit 2007 ist sie eine fleißige und äußerst produktive Autorin. "Das Magische Portal" ist ihr Auftaktband zu der Fantasy-Trilogie "Weltennebel".

Darian führt ein angenehmes Leben. Mit 25 Jahren ist er ein Student, dem es finanziell dank seines Adoptivvaters an nichts mangelt. Doch dann lernt er Mia kennen, seine Kommilitonin. Eigentlich eher eine graue Maus fasziniert sie ihn. Ebenso scheint sie auch seine Nähe zu suchen, ohne dass er weiß wieso. Schließlich macht er eine Studienreise nach Schottland mit, wo sich Mia ihm gegenüber öffnet. Sie ist eine Nebelhexe und er ist der Erbe des Thrones von Albany, einer Parallelwelt. Zuerst schockiert über diese Enthüllung, akzeptiert er sie, vor allem als er herausfindet, dass sein Ziehvater Samuel in Wahrheit der Bruder des Tyrannen Fehenius ist. Gleichzeitig verliebt er sich auch in sie.

Auf der Flucht vor seinem Adoptivvater gelingt es Darian und Mia die Welten zu wechseln, doch zu einem hohen Preis, denn sie stirbt bei dem Übergang. Und so will der Thronfolger alles daran setzen, Mias Wünschen gerecht zu werden und den Tyrannen stürzen. Doch ist dies leichter gesagt als getan, denn Fehenius entpuppt sich als gewiefter Gegenspieler, dem es gelingt, den Prinzen unter seine Kontrolle zu bringen.

Frau Roberts gelingt es, einen Roman zu schreiben, der den Leser immer wieder überrascht. Man meint, man könnte vorhersagen, wie die Handlung sich entwickelt. Doch dann baut die Autorin eine Plot-Wendung ein, die wieder alles auf den Kopf stellt. Und das Schöne daran ist, man hat nie das Gefühl, dass sie einen Schock nur um seiner selbst willen einbaut.

Das fängt schon mit der Enthüllung an, dass Darians Adoptivvater in Wahrheit der Bruder des Tyrannen ist, den der Königssohn stürzen soll. Eine Enthüllung, mit der man nicht wirklich gerechnet hat. Ein weiteres Beispiel für die Vorliebe der Autorin, ihrem Leser regelmäßig den Boden unter den Füßen wegzuziehen ist der Tod von Mia. Man hat sich gerade an sie gewöhnt und sie als weibliche Hauptperson akzeptiert, als sie von einem Moment zum anderen aus der Handlung verschwindet. Und solche Überraschungen ziehen sich durch den gesamten Band.

Auch spielt die Autorin ein wenig mit den Erwartungen ihrer Leser. Man würde eine lange und epische Geschichte erwarten, in denen der Prinz heldenhaft gegen den bösen Fehenius ankämpft und dabei seine Getreuen um sich versammelt. Doch dem ist in diesem Buch nicht so. Stattdessen ist die Erzählung eher persönlich und nahe am Charakter, was auch dabei hilft, dass man den Roman nicht so einfach loslassen kann.

Denn Darian wirkt wie ein normaler junger Mann, dem das Schicksal übel mitspielt. Er verliert die Liebe seines Lebens und gerät dann auch noch unwillkürlich in die Fänge seines ärgsten Rivalen. Gleichzeitig kann man auch eine gewisse Entwicklung beobachten, wie er sich von einem leicht arroganten und etwas unbeholfenen Menschen zu einem tollkühnen, aber auch geplagten Krieger entwickelt. Denn egal, wie sehr er versucht, ein gerechter König zu werden, weiß er auch, dass er zu sehr unter der Kontrolle Fehenius steht, ohne dass er etwas dagegen tun kann. Denn jener hat ihn von einem Trank abhängig gemacht, ohne den er meint zu sterben. Und so verspürt man großes Mitleid mit dieser tragischen Gestalt.

Sehr schön sind auch die Darstellungen der beiden Brüder Fehenius und Samkual, so der wahre Name von Darians Adoptivvater, geworden. Die Autorin lässt keine Zweifel aufkommen, dass man es hier mit den Antagonisten der Geschichte zu tun hat. Doch gleichzeitig sorgt sie auch dafür, dass sie eben nicht die typischen Schurken sind, die vor lauter böse sein unfähig sind, geradeaus zu gehen. Stattdessen sind die beiden zwei äußerst gewiefte und höchst intelligente Gestalten, die man tunlichst nicht unterschätzen sollte. Dabei ist von den beiden Samkuel derjenige, bei dem man das Gefühl hat, er ist der gefährlichere, die treibende Kraft, der beiden.

Sehr schön ist auch die Darstellung von Albany. Die Autorin lässt die Bewohner der Welt zu Wort kommen und schildert ihre Sorgen und Nöten. Hauptsächlich fürchten sie sich vor den Dunkelelfen, einer Rasse von gefährlichen Meuchelmördern. Aber Frau Roberts macht auch klar, dass diese Gesellschaft auch ihre dunklen Seite. Denn Diskriminierung, besonders den Nebelhexen gegenüber, ist alltäglich und eigentlich eines der Dinge, die Darian versprochen hat, zu verhindern.

Falls man vor lauter Namen ein wenig die Orientierung verloren hat, gibt es im Anhang des Romans ein ausführliches Personenverzeichnis.

Zu meckern gibt es also nichts, was folgerichtig bedeutet, dass man es hier mit einem wahren "Klassiker" zu tun hat. Mehr davon!



Fazit:

Die Autorin Aileen P. Roberts schreibt mit "Das magische Portal" einen Fantasy-Roman, der jede Menge Überraschungen bietet. Nie entwickelt sich der Plot so, wie man es eigentlich erwarten würde. Dabei werden diese Plot-Twists und Schockmomente nie einfach so eingebaut, sondern haben durchaus ihre Berechtigung. Die Geschichte um Darian, dem zukünftigen König, der um seinen Thron kämpft nimmt den Leser mit. Denn jener ist schon fast eine tragische Figur, da er zum einen seine Liebste verliert, zum anderen aber unter die Kontrolle von Fehenius fällt, die Person, gegen die er eigentlich kämpfen wollte. Dieser entpuppt sich gemeinsam mit seinem Bruder Samkual als sehr intelligenter Bösewicht. Daher ist dieses Buch sehr zu empfehlen!



Das magische Portal: Weltennebel - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Aileen P. Roberts
Das magische Portal: Weltennebel
Erscheinungsjahr: 21. Juni 2011



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Goldmann Verlag

Preis:
€ 12,00

ISBN:
978-3-442-47518-6

512 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Eine Story mit vielen, überraschenden Wendungen
Negativ aufgefallen
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Bewertung:
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Rezension vom: 17.07.2011
Kategorie: Fantasy
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