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Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort

Story:

"Und die Seele ist göttlich, nicht wahr?" Als er keine Antwort gab, glaubte sie, ihn am Verschwinden hindern zu müssen. "Du hast versprochen, mehr zu erzählen", sagte sie. Er nickte. "Aber gerade jetzt kommt deine Mutter die Treppe herauf. Deshalb muss ich ganz schnell durch den Spiegel verschwinden."
Sie blickte sich im Zimmer um. "Von welchem Spiegel redest du eigentlich die ganze Zeit?" Er hatte den Stuhl verlassen und stand jetzt mitten im Zimmer. Seine Umrisse wurden immer Unschärfer. Ehe er ganz verschwand, sagte er: "Die ganze Schöpfung ist ein Spiegel, Cecilie. Und die ganze Welt ist ein dunkles Wort."

Cecilie ist sehr krank, sie leidet an Krebs und liegt seit einigen Monaten nur noch im Bett. Es ist kurz vor Weihnachten und sie beginnt sich mit Sachen zu beschäftigen, die sie früher nicht sehr interessiert haben.
Was ist eigentlich der Himmel? Gibt es Gott? Kann ein Engel fühlen? Was ist die Erde und welchen Nutzen hat sie im Universum?

Eines Abends erscheint der Engel Ariel an ihrem Bett. Er ist ein Krankenengel. Jeder Mensch besitzt so einen Engel, aber sie zeigen sich nur sehr, sehr selten. Auch wenn man sie nicht sieht, sitzen sie immer am Bett der kranken Menschen. Dieser Engel macht hier für Cecilie eine Ausnahme und somit beginnt eine wirklich interessante Auseinandersetzung zwischen Ariel und Cecilie.

Der Engel will begreifen, wie es ist, ein Mensch zu sein, wie es ist zu fühlen, einen Körper aus Fleisch und Blut zu besitzen. Auf all diese Fragen soll Cecilie Ariel helfen, Antworten zu finden. Der Engel kann zum Beispiel menschliche Empfindungen, wie Schmerz, Kälte oder auch Liebe, nicht nachvollziehen.
Voller Mühe versucht Cecilie nun dem Engel verständlich zu machen, wie es ist zu fühlen, und die beiden stellen dabei viele wirklich auch niedliche Vergleiche an: "Aber das muss doch ein typisch 'kaltes' Gefühl sein, vor allem, wenn ihr in den Schnee fallt. Habt ihr dann nicht am ganzen Körper so einen Gänsehautgeschmack wie starke Pfefferminze?".

Aber nur erzählen will Cecilie natürlich auch nicht. Also schließt sie mit dem Engel so etwas wie einen kleinen Pakt. Sie erklärt ihm die menschlichen und irdischen Geheimnisse, die er trotz seines langen "Lebens" noch nicht alle versteht. Dagegen erklärt Ariel dem Mädchen, was es heißt, ein Engel zu sein, wie die Menschen entstanden sind, wie es im Himmel ist und viele Fragen mehr.

Cecilie versucht nun dem Engel einige himmlische Geheimnisse abzuluchsen. Mit Unklarheiten wird sich nicht lange aufgehalten und so wird ein Bereich nach dem anderen unterhaltsam erkundet und besprochen. Warum?
"Wenn es stimmt, daß die Schöpfung ein großes Rätsel ist, und wenn etwas ein Rätsel ist, dann ist Raten erlaubt..."



Meinung:

Ein wirklich wunderschönes Buch, das mit viel Liebe geschrieben wurde.
Die vielen doch auch philosophischen Fragen werden so beschrieben, dass es auch ältere Kinder und nicht nur Erwachsene leicht verstehen können.

Die Unterhaltung zwischen Cecilie und dem Engel Ariel wird liebevoll beschrieben und man glaubt, dass einige der eigenen Fragen beantwortet werden. Die Charaktere des Buches muss man einfach mögen und irgendwie hat man das Gefühl, die beiden schon lange zu kennen.

Das Buch ist eigentlich auch sehr traurig. Das Mädchen ist sehr krank und unterhält sich mit einem Engel.
Irgendwie wirkt das schon sehr bedrückend. Für Menschen, die trauern, wäre das Buch deshalb eher nichts. Oder doch, gerade deswegen? Vielleicht fällt es mit diesem Buch ja auch leichter, über einen Verlust hinwegzukommen, wenn man liest, wie das Mädchen so niedlich mit dem Engel die irdischen und überirdischen Geheimnisse zu lüften versucht.

Ein klein wenig könnte man das Buch vielleicht mit "Sophies Welt" vergleichen. Durch diesen Roman ist Gaarder ja eigentlich auch bekannt geworden. Es ist aber viel leichtere Kost als Sophies Welt, da sich nicht so tief in die Materie hineingewagt wird. Deshalb ist dieses Buch auch eher für Kinder geeignet. Es ist leichter zu verstehen als Sophies Welt, was nicht heißen soll, dass die Fragen nicht beantwortet werden oder nicht tiefgründig sind! Es heißt einfach, es sind nicht so viele Fragen auf einmal, dass man am Ende selber nicht mehr durchsieht.

Im Buch kommt auch zum Vorschein, dass vieles nicht so ist, wie es scheint, und manche Menschen es sich mit Antworten zu einfach machen. Die Erde und der Mensch sind eben doch noch ein großes Geheimnis. Nicht alles kann man mit Wissenschaften erklären und ich glaube das ist auch eine der Botschaften die dieses Buch übermitteln will.



Fazit:
Ein wirklich schönes Buch für ältere Kinder aber auch junge Erwachsene.
Dieses Buch ist sehr tiefgründig und stellt sehr viele Fragen. Es ist jedoch nicht nur für Menschen geeignet, die an Gott glauben. Denn jeder hat sich wohl schon tiefgründige Fragen gestellt, aber keine Antwort gefunden.

Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Jostein Gaarder
Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort
Erscheinungsjahr: 2001



Autor der Besprechung:
Sabine Hut

Verlag:
dtv

Preis:
€ 7,50

ISBN:
9783423129176

174 Seiten
Positiv aufgefallen
  • niedliche Charaktere
  • schöne Geschichte
  • man lernt dazu
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 22.08.2007
Kategorie: Kinder- & Jugendbuch
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