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Woody Allen. Film by Film

Story:

An Woody Allen führt kein Weg vorbei. Nahezu jeder Mensch kennt wenigstens einen oder zwei Werke des vielgerühmten "Stadtneurotikers". Zeit, sich ein näheres Bild über sein Schaffen zu machen.



Meinung:

80 Jahre ist Woody Allen dieses Jahr alt geworden und 50 davon hat er mit Filmen verbracht. Er ist einer der prominentesten und eifrigsten Filmemacher überhaupt. Es vergeht kaum ein Jahr, in dem nicht ein neues Werk von ihm auf den Markt kommt. Jason Solomons widmet sich jetzt dem Werk dieses Filmemachers mit dem Buch "Woody Allen: Film by Film".

Der Autor ist Brite und hat am Trinity College in Oxford, Französisch, Deutsch studiert, ehe er für ein Jahr in Paris, Frankreich lebte. Danach nahm er an einem Postgraduierten Kurs in Journalismus an der City University, London, teil. Seine Karriere als Journalist fing beim Daily Express an. Seitdem ist er einer der bekanntesten und renommiertesten Filmkritiker weltweit geworden, dessen Sendungen auf Sky News und BBC radio laufen. Er hat schon jede Menge bekannte Schauspieler und Regisseure interviewt, wie zum Beispiel Martin Scorcese oder Nicole Kidman.

Der Titel des Buches sagt im Prinzip schon alles aus, wie der Inhalt aufgebaut ist. Es ist eine Annäherung an Woody Allen, in dem sich durch sein Oeuvre gearbeitet wird. Und das ist einiges, da dieser kreative Kopf nicht nur Regie geführt hat, sondern auch Schauspieler und Drehbuchautor ist.

Doch bevor die Vorstellung der einzelnen Filme beginnt, wird sozusagen das Drumherum dargestellt. Es gibt ein Interview mit ihm, der Schauspieler und Drehbuchautor Woody Allen wird vorgestellt, seine Themen, sein Stil und seine Motive, die in seinen Werken wiederkehren, eine Kurzbiografie, sowie der Einfluss, den sein Werk in der weltlichen Kultur hinterlässt. Das ist natürlich einiges, was da den eigentlichen Filmen vorabgestellt wird. Und doch erhält man dadurch ein gutes Bild von diesem kreativen Menschen, der eben nicht nur Komödien gemacht hat, sondern auch Dramen.

Hat man diesen Abschnitt hinter sich gebracht, dann fängt der eigentliche Teil des Buches an: Die Filmographie. Angefangen mit "What's new, Pussycat?", reist man durch die Jahre bis in die Neuzeit, mit dem Film "Irrational Man". Dabei ist man beeindruckt davon, mit wie vielen verschiedenen bekannten Schauspielern Woody Allen im Laufe der Zeit zusammengearbeitet hat. Diane Keaton, Scarlet Johansson oder Joaquin Phoenix sind nur einige der Starts, die er angeleitet hat.

Doch auch das Privatleben kommt nicht zur kurz. Man erfährt zwar nicht viel über das, was Woody Allen vor seiner Filmkarriere gemacht hat, dafür umso mehr, was während seiner Karriere passiert ist. Kontroversen, wie die Tatsache, dass er mit Soon-Yi Previn seine eigene Adoptivtochter geheiratet hat, werden nicht ausgeklammert sondern als Inspiration für einige seiner Filme genannt. Denn, wie Jason Solomons wiederholt feststellt, hat das Privatleben dieses kreativen Menschen so als Vorlage für einige seiner Werke gedient.

Allerdings werden längst nicht alle Filme aufgezählt. Klar, es tauchen alle Filme auf, die von Woody Allen direkt stammen. Auch einige, die Auftragsarbeit waren. Doch von letzteren gibt es viel mehr. So ist es zum Beispiel schade, dass "Antz" zwar oft genannt wird, aber in diesem Buch nicht vorgestellt wird, obwohl es sich hierbei um ein wichtiges Werk zu handeln scheint.

Auch fehlt einem eine zentrale Übersicht zu Beginn eines jeden Kapitels, wo man wichtige Infos über den Film nachlesen kann. Wann ist er in die Kinos gekommen, wer hat mitgewirkt, etc.. Klar, einige Infos findet man im Text selbst, doch eine gesammelte Auflistung hätte nicht geschadet.

Ebenso stört auch die merkwürdige Seitenaufteilung. Die Filme werden nicht gleichberechtigt behandelt. Die Flops werden quasi schnell, schnell innerhalb von zwei Seiten quasi unter den Teppich gekehrt, derweil die Hits stellenweise bis zu sechs Seiten erhalten, in denen sie ausführlich vorgestellt und kritisiert werden. Ein Ungleichgewicht, das störend ist, angesichts der Bedeutung des Gesamtwerkes Woody Allens.

Deshalb ist das Buch am Ende auch nur etwas "Für Zwischendurch".



Fazit:

Für Woody Allen Fans ist Jason Solomons "Woody Allen: Film by Film" ein Must-Have. Der Autor bietet jede Menge Informationen rund um den bekannten Filmemachern. Anhand der Filme, die dieser Filmschaffende im Laufe der Zeit erschaffen hat, erfährt man schließlich mehr über sein Werk und seine Biografie und wie diese sein Schaffen beeinflusst. Leider werden nicht alle Filme aufgezählt und man vermisst einige. Eine kurze Zusammenfassung zu Beginn eines jeden Kapitels ist nicht schlecht und die Filme werden nicht gleichberechtigt dargestellt.



Woody Allen. Film by Film - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Jason Solomons
Woody Allen. Film by Film
Originalsprache: Englisch
Erscheinungsjahr: 1. September 2015



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Edition Olms

Preis:
€ 39,95

ISBN:
978-3-283-01236-6

256 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Viele Infos
  • Biografie anhand der Filme von Woody Allen
Negativ aufgefallen
  • Nicht alle Filme sind im Buch vertreten
  • Filme werde nicht gleichberechtigt behandelt
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Rezension vom: 17.10.2015
Kategorie: Film, Musik & Medien
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