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Jake Djones und die Hüter der Zeit

Story:

Jake Djones ruhiges und beschauliches Leben ist vorbei, als er eines Tages vom Geheimbund der Geschichtshüter entführt wird. Und schon bald befindet er sich im verzweifelten Kampf um die Zeit selbst. Das Schicksal aller die er kennt und der Menschheit hängen von ihm ab.



Meinung:

Zeitreisen sind und bleiben ein faszinierendes Konzept und werden deshalb auch gerne öfters für Romane oder Romanreihen genutzt. Auch Damian Dibben nutzt es für seine eigenen Geschichten. Und so ist "Jake Djones und die Hüter der Zeit" nicht nur sein Debütroman sondern auch der Auftakt zu einer bisher dreiteiligen Serie, die insgesamt auf Deutsch vorliegt. "Jake Djones und die Hüter der Zeit" ist dabei bereits 2012 in gebundener Form im Penhaligon-Verlag erschienen. Blanvalet bringt jetzt die Taschenbuch-Fassung, die ursprünglich im cbj-Verlag erschien, erneut heraus. Für September 2015 wurde bereits der zweite Teil in dieser Form angekündigt.

Wer ist Damian Dibben? Laut Angabe seiner Homepage hat er als Drehbuchautor unter anderem für Filme wie "Der gestiefelte Kater" oder "Das Phantom der Oper" gearbeitet. Zu den Personen, die mit ihm zusammenarbeiteten, gehören bekannte Regisseure und Produzenten wie John Madden, Danny Boyle und Duncan Kenworthy. Aktuell lebt der Autor gemeinsam mit seinem Hund in London. Doch für Recherchezwecke hat er auch unter anderem eine Zeitlang in Rom gelebt.

Das Leben von Jake Djones ist ruhig und beschaulich. Jedenfalls relativ gesehen, wenn man von Eltern absieht, die einen Sanitärhandwerksladen betreiben und dabei vom ihrem Beruf im Grunde genommen keine Ahnung haben. Außerdem verschwinden sie regelmäßig und tauchen erst viel später wieder auf. Wo sie waren und was sie getrieben haben, weiß Jake nichts. Doch dann wird er gekidnappt. Seine Kidnapper gehören dem Geheimbund der Geschichtshüter an, für den auch seine Eltern gearbeitet haben. Und sie sind jetzt in der Zeit verschollen.

Nachdem Jake diese Wahrheit und noch einige andere geschluckt hat, stürzt er sich schon bald in ein Abenteuer. Denn der skrupellose Prinz Xander Zeldt will die Zeit verändern und die Renaissance verhindern. Und zu Beginn spricht vieles für ihn. Doch er hat nicht die Rechnung mit dem Mut von Jake und seinen Freunden gemacht, die alles daran setzen, ihn zu aufzuhalten.

Der Beginn des Romans ist ungewöhnlich. Damian Dibben geht sozusagen sofort zur Sache und wirft den Leser mitten in die Action hinein. Man erlebt mit, wie der Titelheld Jake Djones gekidnappt wird und wird in einer dramatischen Aktion quer durch Zeit und Raum transportiert. Und das ist erst der Anfang.

Auch danach versteht sich der Autor darauf, ruhige Augenblicke mit Szenen abzuwechseln, bei denen man das Buch nicht aus der Hand legen kann. Denn Action und Dramatik, dass kann er hervorragend schreiben. Ebenso, wie er es auch drauf hat, seine Figuren lebendig wirken zu lassen. Vor allem das Team um seinen Haupthelden selbst ist abwechslungsreich gestaltet und überzeugt mit der schönen und intelligenten Topaz oder dem draufgängerischen und eitlem Nathan.

Doch ansonsten hat man nicht das Gefühl, das der Autor das Rad neu erfindet oder wenigstens versucht, etwas Variation in seine Geschichte einzubauen. Wiederholt findet man Passagen vor, bei denen hundertprozentig weiß, wie sie ablaufen werden. Natürlich muss sich Jake insgeheim an Bord eines Schiffes schleichen, das ihn zum letzten Aufenthaltsort seiner Eltern führt. Und natürlich entpuppt er sich am Ende als ein Held, ohne den alles scheitert.

Auch wäre es schön gewesen, wenn Damian Dibben sich etwas mehr Mühe bei der Darstellung der Antagonisten gemacht hätte. Es reicht einfach nicht, dass jemand wie Prinz Xander Zeldt nur abgrundtief böse ist. Ebenso nervt es, wenn man ständig das unter die Nase gerieben wird, wie verdorben er und seine Familie sind.

Und man kann sich des Eindrucks nicht verwehren, dass der Autor bei der Charakterisierung der Erwachsenen Protagonisten sich keine Mühe gegeben hat. Sie wirken platt und schon fast langweilig. Man hat ihre Fortschritte in dem Moment vergessen, in dem man weiterblättert. Und ist am Ende dann überrascht, wenn es eine Entwicklung gibt, die man so nicht hat kommen sehen. Wobei das Interesse des Lesers an den Figuren dadurch immer noch nicht geweckt wird.

"Jakes Djones und die Hüter der Zeit" ist ein nettes Fantasy-Buch, mehr aber auch nicht. "Für Zwischendurch" ist es perfekt geeignet.



Fazit:

Mit "Jake Djones und die Hüter der Zeit" präsentiert Damian Dibben seinen Debütroman. Und der Beginn der Geschichte ist actionreich und ungewöhnlich. Aber auch danach versteht der Autor sich darauf, ruhige mit hektischen Momenten gekonnt abzuwechseln. Darauf versteht er sich, ebenso wie er es auch kann, seine Figuren lebendig wirken zu lassen. Doch abgesehen davon bietet die Handlung wenig neues und ist über weite Teile vorhersehbar. Das die Antagonisten nur böse sind und keine andere Eigenschaft besitzen nervt ebenso, wie die Tatsache das bei der Charakterisierung der Erwachsenen sich wenig Mühe gegeben wurde.



Jake Djones und die Hüter der Zeit - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Damian Dibben
Jake Djones und die Hüter der Zeit
The History Keepers 1. The Storm begins

Übersetzer: Michael Pfingstl
Erscheinungsjahr: 18. August 2014



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Blanvalet

Preis:
€ 8,99

ISBN:
978-3-442-26986-0

352 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Actionreicher Beginn
  • Figuren werden überwiegend hervorragend charakterisiert
Negativ aufgefallen
  • Bietet wenig neues
  • Antagonisten definieren sich nur über ihre Bösartigkeit
  • Bei der Darstellung der Erwachsenen wird sich wenig Mühe gegeben
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Rezension vom: 13.12.2014
Kategorie: Fantasy
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