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In dunklen Tiefen

Story:

Auf einer fremden Welt ist ein Mann auf der Suche nach seinem ehemaligen Freund. Jener verunstaltete ihn einst und ist seitdem verschwunden. In der zweiten Geschichte stranden Außerirdische auf der Erde und müssen sich anpassen, um nicht aufzufallen.



Meinung:

Man kann sich sicherlich vortrefflich darüber streiten, wer die bedeutendste SciFi-Autorin ist beziehungsweise war. Es dürfte am Ende auf zwei Namen hinauslaufen. Anne McCaffrey, bekannt für ihre "Die Drachenreiter von Pern"-Romane und Marion Zimmer Bradley. Jene ist heutzutage hauptsächlich eher für ihre "Avalon"-Bücher berühmt, was ihr jedoch nicht gerecht wird. Denn auch ihre "Darkover"-Bände" sollte man berücksichtigen. "In dunklen Tiefen" sammelt zwei der frühen Geschichten der Schriftstellerin.

Frau Zimmer Bradley wurde 1930 in Albany, New York geboren. Sie war zweimal verheiratet und hatte aus den Ehen zwei Kinder. Ihre ersten Gehversuche als Schriftstellerin unternahm sie 1949, als sie dem Magazin "Amazing Stories" ihre Geschichte "Outpost" verkaufen konnte. Sie verstarb 1999, vier Tage nach einer Herzattacke.

"In dunklen Tiefen" umfasst zwei Geschichten. Die erste ist "Das Weltraumtor". Es erzählt von dem ehemaligen terranischen Agenten Cargill, der nach einer Konfrontation mit einem Freund vor zehn Jahren im Gesicht entstellt ist. Eines Tages sucht seine Schwester ihn auf, die einst mit seinem Kumpel wegzog, und erzählt ihm, dass jener mit ihrer gemeinsamen Tochter verschwunden sei. Und so macht sich Cargill auf, um herauszufinden, wo sein Freund sich befindet und um den Konflikt zwischen ihnen beiden zu beenden.

In "Sie kamen von den Sternen" müssen Außerirdische auf der Erde notlanden. Es besteht für sie kaum Hoffnung, dass man sie findet und rettet, da der Planet weit abgelegen ist. Und so müssen sie sich notgedrungen unter die Einheimischen mischen und hoffen, dass sie nicht auffallen. Keine leichte Aufgabe, denn einige von ihnen verfügen über besondere Fähigkeiten.

Die Geschichten von "In dunklen Tiefen" sind keine Novität. Im Gegenteil: Sie wurden bereits viele Male vorher unter unterschiedlichen Titeln in Deutschland herausgebracht. Die letzten Auflagen vor der vorliegenden Ausgabe erschienen im Ullstein-Verlag.

Was das Buch macht, ist einem einen Einblick in das frühe Werk von Frau Zimmer Bradley zu verschaffen. Und dieser Eindruck fällt durchaus interessant aus. Besonders die erste Geschichte fällt dabei auf.

Denn in "Das Weltraumtor" führt die Autorin viele Konzepte und Ideen ein, die sie später in ihrer berühmten "Darkover"-Reihe wieder verwendete. Als da wären, der Geisterwind, die sogenannten Trockenländer oder die Tatsache, dass eben jene ihre Frauen Ketten verpassen. Auch der Name der Serie selbst wird im Vorbeigehen erwähnt. Die Geschichte selbst profitiert von diesen Konzepten, da so die Welt, auf der die Handlung stattfindet, lebendig und fremd wirkt.

Dabei hat die Story an sich allerdings einige Macken. So wird nie restlos geklärt, wieso es damals zu dem Zerwürfnis zwischen den beiden Freunden kam. Auch liest sich das Ende der Geschichte etwas seltsam, wenn Cargill auf einmal seine Meinung in einer bestimmten Sache ändert, ohne dass dies großartig aufgebaut wird. Es ist schade, dass diese Fehler vorhanden sind, denn im Prinzip handelt es sich bei "Das Weltraumtor" um eine durchaus lesbare Geschichte.

Was auf "Sie kamen von den Sternen" leider überhaupt nicht zutrifft. Man wird zu keinem Moment wirklich mit der Geschichte warm. Die Charaktere und ihre Nöten sind einem vollkommen egal und der Plot zieht sich in der Mitte unheimlich hin. Die Erzählung ist wahrlich kein Glanzstück aus dem Oeuvre der Autorin.

So ist "In dunklen Tiefen" eine interessante Mischung, mit guten Ansätzen. "Für Zwischendurch" kann man sie gerne lesen.



Fazit:

"In dunklen Tiefen" versammelt zwei der frühsten Geschichten der Autorin Marion Zimmer Bradley. Dabei sticht besonders die erste "Das Weltraumtor" hervor, weil in ihr die Schriftstellerin viele Konzepte und Ideen für ihre später "Darkover"-Reihe einführt. Gleichzeitig schafft sie es auch, die Welt, auf der die Handlung stattfindet, fremd und interessant wirken zu lassen. Der Plot an sich überzeugt eher weniger, da er einige Macken hat. Was auch auf "Sie kamen von den Sternen" zu trifft, wenn auch etwas mehr, als bei der vorherigen Erzählung. Die zweite Geschichte will leider überhaupt nicht überzeugen.



In dunklen Tiefen - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Marion
In dunklen Tiefen
The Door from Space/Seven from the Stars

Übersetzer: Uwe Anton, Ronald M. Hahn
Erscheinungsjahr: 2000



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Bastei Lübbe

ISBN:
3-404-24267-X

359 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Einführung von "Darkover"-Konzepten in "Das Weltraumtor"
  • Planet in "Das Weltraumtor" wirkt lebendig
Negativ aufgefallen
  • Nicht alles in "Das Weltraumtor" ist schlüssig
  • "Sie kamen von den Sternen" überzeugt überhaupt nicht
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Rezension vom: 26.01.2013
Kategorie: Rezensionen
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