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Perry Rhodan Neo 27: Das Gespinst

Story:

Mit Mühe und Not kann sich das stark beschädigte Raumschiff von Perry Rhodan und seinen Kameraden einen sicheren Hafen retten. Das "Gespinst" ist eine riesige Raumstation, bewohnt von den Mehandor. Sie sind bereit der TOSOMA zu helfen, verlangen dafür jedoch einen hohen Preis. Wird Perry bereit sein, diesen zu begleichen?



Meinung:

Nach Bernd Perplies schreibt jetzt auch Michelle Stern ihren zweiten Roman in "Perry Rhodan Neo". Bei ihrem Debüt Der erste Thort fragte sich der Redakteur, ob ihre zukünftigen Arbeiten qualitativ besser ausfallen werden. Dies wird sich jetzt in "Das Gespinst" zeigen.

Die TOSOMA ist schon fast nicht mehr flugfähig. Mit Mühe und Not schleppt sie sich durch den Raum, als sie auf eine Raumstation stoßen. Es ist das "Gespinst", die Heimat der Mehandor. Hierbei handelt es sich um menschenähnliche Außerirdische, die den Schiffsbrüchigen ihre Hilfe anbieten. Jedoch nicht ohne eine gewisse Gegenleistung. Sie wollen den "Siebten", also jedes siebente Besatzungsmitglied an Bord ihrer Station behalten. Und Perry bleibt eigentlich nichts anderes übrig, als zähneknirschend zu akzeptieren, will er verhindern, dass die Arkoniden gerufen werden.

Auf dem Mars versucht derweil Cyr Aescunnar Hetcher zu verfolgen und einzufangen. Doch das erweist sich als schwierig, denn ihre Fahrzeuge sind beide gleich schnell. Nur durch einen Trick gelingt es dem Verfolger schließlich die Distanz zum Ferronen zu verringern. Dieser hat unterdessen einen Mars-Koller und meint die Stimmen von jedem Felsen und Sandkorn des Roten Planeten zu hören. Und diese lotsen ihn zu einem bestimmten Ort hin und verlangen von ihm, den Terraner zu töten. Kann sich Hetcher dem Einfluss jener sirenenähnlichen Stimmen erwehren?

Perry Rhodan Neo provoziert wiederholt, dass Altleser einen Vergleich mit der Erstauflage herstellen. So auch in diesem Fall. Die Mehandor waren damals eine robust gebaute, rothaarige Menschenähnliche Spezies, die auch "Springer" genannt wurden, da sie mit ihren Raumschiffen quer durchs All sprangen. Gleichzeitig waren sie auch die "Galaktischen Händler", die ein Monopol hatten und alles daran setzten, es zu schützen. Nun, diese Zeiten kommen in "Neo" erst gar nicht mehr auf. Hier sind die Mehandor zwar auch eine menschenähnliche Spezies mit roten Haaren. Doch da hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf. Und was soll man sagen? Michelle Sterns Charakterisierung jener Spezies gefällt. Es ist ein weiterer Beweis dafür, dass die Serie sich auf anderen Pfaden als die Erstauflage bewegt.

Dazu gehört eben auch, dass nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Besonders im Verhalten der Arkoniden ihren Rettern gegenüber merkt man dies. Denn Crest und Thora haben ihre Geheimnisse und teilen dies nicht Perry Rhodan und Co. mit. Das zeigt sich sehr schön in dem Moment, wo Thora eigenmächtig das Angebot der Mehandor annimmt, ohne ihre Freunde über den Preis aufzuklären, den sie zahlen müssen. Das wird sicherlich noch in den künftigen Ausgaben für Zoff sorgen.

Auch die Beschreibung des Lebens auf der "Gespinst" ist Frau Stern sehr gut geworden. Man hat das Vielvölkergemisch förmlich vor Augen, so lebendig wirkt die Schreibweise. Auch das Neo-Debüt von einigen bekannten Perry Rhodan-Völkern wie den Swoon gefällt. Allerdings deutet das Ende des Romans daraufhin, dass die Handlung in den kommenden Ausgaben nicht mehr auf dieser hochinteressanten Raumstation stattfindet, was schade ist.

Ansonsten liest sich "Das Gespinst" eher schwach. Da wäre zunächst einmal das Verhalten von Crest. Es gibt nur wenige Momente, in denen seine alte Persönlichkeit noch aufblitzt. Ansonsten verhält er sich wie ein Jugendlicher, immer auf der Suche nach der nächsten Adrenalin-Quelle. Dies ist vom Exposee her sicherlich so gewollt und es findet sich auch eine Szene im Roman, in der deutlich wird, wie sehr sich Tatjana, seine Begleiterin bei seiner Odyssee durchs All, von ihm langsam entfremdet. Doch diese Darstellung des neuen Crests irritiert und nervt schon recht bald.

Die Handlungsebene auf dem Mars ist im Vergleich auch nicht viel besser. Die Erlebnisse von Cyr und Hetcher beginnen schon auf der ersten Seite zu nerven, was vor allem an dem Marskoller des Ferronen liegt. Gegen Ende wird dieser Plot zwar etwas interessanter, doch insgesamt plätschert er vor sich hin.

Dennoch muss man sagen, dass sich Frau Stern gebessert hat. Die Bewertung "Für Zwischendurch" ist zwar gleich geblieben. Doch es gibt eine leichte Tendenz nach oben.



Fazit:

Mit "Das Gespinst" schreibt nun auch Michelle Stern ihren zweiten "Perry Rhodan Neo"-Roman. Dabei fällt vor allem die andere Darstellung der Mehandor auf, die sich positiv deutlich von der Erstauflage unterscheidet. Auch das Zoff-Potential zwischen Menschen und Arkoniden gefällt. Doch am besten wirkt die Schilderung der Raumstation. Sie ist sehr lebendig und man hat sie förmlich vor Augen. Ansonsten ist der Band eher schwach. Das Verhalten Crests stört und die Mars-Handlungsebene plätschert langweilig vor sich hin.



Perry Rhodan Neo 27: Das Gespinst - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Michelle Stern
Perry Rhodan Neo 27: Das Gespinst
Erscheinungsjahr: 28. September 2012



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Pabel Moewig Verlag

Preis:
€ 3,90

161 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Darstellung der Mehandor
  • Konfliktpotential zwischen geretteten Arkoniden und Menschen
  • Leben auf der "Gespinst"
Negativ aufgefallen
  • Crest
  • Handlungsebene Mars
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Rezension vom: 18.10.2012
Kategorie: Science Fiction
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