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Der Tod auf der Schippe: Oder was Archäologen sonst so finden

Story:

Archäologen faszinieren. Sie haben einen gewissen Zauber, der einen im innersten berührt. Und die Felder, auf denen sie aktiv sind, sind abwechslungsreich.



Meinung:

Bei Archäologie denkt der Normalbürger fast automatisch an die berühmte Filmfigur Indiana Jones, der als Vertreter seiner Zunft jede Menge atemberaubender Abenteuer erlebt. Dass dieser Charakter allerdings recht wenig mit der Realität zu tun hat, dürfte nur wenigen bekannt sein. Zu groß ist die Faszination, die dieser Beruf ausübt. Und, zugegeben, so ganz unrecht liegt man damit nicht, wie Angelika Franz mit "Der Tod auf der Schippe" beweist.

Die Autorin ist selber Archäologin. Als Wissenschaftsjournalistin schreibt sie für Magazine und Portale wie Spiegel Online, Geo oder die Zeit. Sie hat nie eine Journalistenschule besucht.

Die Artikel, die in diesem Buch gesammelt sind, sind alle bereits vorher online auf Spiegel Online erschienen. Dies wird allerdings im Band selber nicht so deutlich gemacht. Nur im Vorwort wird es angedeutet. Eine zwar fragwürdige Entscheidung, jedoch auch eine, die den Gesamteindruck nur minimal schmälert.

Das Buch ist insgesamt in sechs verschiedene thematische Abschnitte, wie beispielswiese "Nichts für schwache Nerven" oder "Die Archäologie der schönen Dinge", gegliedert. Die einzelnen Fälle sind dabei auf die gleiche Art aufgebaut. Zuerst kommt der Titel, dann eine kleine allgemeine Einführung in den Inhalt der Reportage, ehe der richtige Text anfängt.

Die jeweiligen Fälle, die Frau Franz präsentiert, sind dabei sehr abwechslungsreich gewählt. Mal berichtet sie von einem Hexenkult aus den 50er Jahren des vorherigen Jahrhunderts, ein anderes Mal wie weit Wissenschaftler bereit sind zu gehen, um gewisse Vermutungen zu testen. Aber auch die "normalen" Entdeckungen sind Gegenstand ihrer Reportagen. Es gibt eigentlich keine Region, die sie bei ihren Berichten auslässt. Nahezu der gesamte Globus wird im Laufe des Buches abgedeckt.

Dabei ist auch interessant, welche Epochen von der Autorin vorgestellt werden. Archäologie hat gemäß diesem Buch nämlich nichts mit uralten, verfallenen Gebäuden oder ähnlichem zu tun. Auch relativ neuzeitliche Dinge, wie eine Hippie-Kommune aus dem vorherigen Jahrhundert können Objekt des Interesses sein.

Der Tonfall, den Frau Franz bei der Vorstellung wählt, ist dabei locker. Vor allem, wenn sie die Wissenschaftler zitiert, kann man sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Etwa dann, wenn ein Archäologe sein Pferd lobt, weil es ihn nie mehr als einmal an Tag versucht umzubringen. Es ist diese bierernste Art und Weise, mit der diese Fakten vorgebracht werden.

Allerdings gibt es einige Reportagen, bei denen man sich fragt, wieso die Autorin sie ins Buch reingenommen hat. Ein Artikel über den Hut von Indiana Jones zu lesen ist zwar interessant. Doch hat es mit Archäologie nur am Rande etwas zu tun. Es passt nicht zum Band.

Dennoch ist "Der Tod auf der Schippe" ein gelungenes Buch, perfekt zum "Reinschauen" geeignet.



Fazit:

Mit "Der Tod auf der Schippe" präsentiert Frau Angelika Franz einen Querschnitt in die Archäologie. Das Buch liest sich sehr angenehm und bietet eine breite Vielfalt an Themen. Vor allem der trockene Humor gefällt. Allerdings fragt man sich bei einigen Fällen, wieso sie in dem Buch gelandet sind, da sie mit Archäologie nur am Rande etwas zu tun haben.



Der Tod auf der Schippe: Oder was Archäologen sonst so finden - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Angelika Franz
Der Tod auf der Schippe: Oder was Archäologen sonst so finden
Erscheinungsjahr: 1. August 2010



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Theiss

Preis:
€ 14,95

ISBN:
978-3-8062-2381-1

191 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Große thematische Breite
  • Trockener Humor
Negativ aufgefallen
  • Nicht alle Reportagen passen zum Buch
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Rezension vom: 10.10.2012
Kategorie: Geschichte, Religion und Mythen
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