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Kanonenfutter: Leutnant Bolithos Handstreich in Rio

Story:

Richard Bolitho wird im Jahr 1774 plötzlich Leutnant und tritt seine Stelle als Dritter Offizier auf der Fregatte Destiny an. Diese soll nach einem verschwundenen Goldtransporter suchen. In den folgenden Monaten wird aus dem Jungen ein richtiger Mann. Denn er erfährt in jener Zeit viel über das Leben.



Meinung:

Als "Kanonenfutter" 1980 das erste Mal erschien, markierte es im Vergleich zu den vorherigen Romanen eine Zäsur. Alexander Kent führte in dem Buch einen Schnitt durch und ließ seinen Protagonisten vollkommen neue Erfahrungen machen. Auf bestimmte vorherige Ereignisse ging er dabei nicht ein. Dies änderte sich erst 2005, als der Autor "Bruderschaft der See" schrieb.

Es ist das Jahr 1774. Richard Bolitho, der zuvor nur Fähnrich war, erhält plötzlich einen neuen Posten und ein neues Schiff. Seine Zeit auf der Gorgon ist endgültig vorbei und ihn verbindet mit dem Kahn nichts mehr. Seine neue Heimat ist die Fregatte Destiny, deren Kapitän Dumaresq von der Admiralität einen speziellen Auftrag erhalten hat. Er soll nach einem verschwundenen Goldtransporter fahnden, von dem befürchtet wird, dass mit seinem Inhalt die amerikanischen Kolonien in ihrem Unabhängigkeitskampf unterstützt werden.

Die Reise ist für den jungen Richard ein Reifeprozess. Er lernt viel über sich selbst und über seinen Posten. Das Ziel der Fahrt ist Rio de Janeiro, wo er schon bald Aurora Egmont kennen und lieben lernt. Die Frau fasziniert ihn. Doch ihre Ehemann ist mit der Geschichte rund um das verschwundene Goldschiff verbunden. Auch der Kapitän hat an Mr. Egmont persönliches Interesse. Und plötzlich wird aus der einfachen Suchmission ein Kampf um Lebend und Tod.

Flirrende Hitze, Hemden, die vor Schweiß am Körper kleben und ein gehöriger Schuss Exotik: Dies sind die Bestandteile von Alexander Kents Roman "Kanonenfutter: Leutnant Bolithos Handstreich in Rio". Und tatsächlich gelingt es ihm, die damalige Atmosphäre perfekt auf Papier wiederzugeben. Fast ist man versucht, sich ebenfalls den Schweiß aus der Stirn zu wischen.

Doch sind dies nur Nebenaspekte. Der eigentliche Zweck der Geschichte ist es, Richard Bolitho reifen zu lassen. Zu Beginn des Buches ist er noch unerfahren, doch am Ende ist er in jederlei Hinsicht ein Mann. Diesen Reifungsprozess zu lesen macht durchaus Spaß.

Allerdings gehört der Roman nicht nur Richard Bolitho, sondern auch diversen Nebenfiguren. Allen voran Kapitän Dumaresq sowie dessen erster Offizier Palliser. Sie sind ein interessantes Duo, dieses Paar. Beide kennen und vertrauen sich und können sich aufeinander ohne Worte verlassen. Bei dem Kapitän ist außerdem interessant zu beobachten, wie er private Interessen mit der offiziellen Mission verbindet. So wird er zu einer vielschichtigen Persönlichkeit.

Was man von Stockdale, dem Riesen von Mann, den Richard einst vor einem ausbeutenden Jahrmarktsbetreiber rettete, nicht behaupten kann. Er definiert sich hauptsächlich über seinen Riesenwuchs, seine Kraft und seine absolute Treue zu dem Mann, der ihn einst rettete. Das ist vor allem im Vergleich zu Dumaresq etwas wenig, um die Figur interessant zu machen.

Ebenso wirkt die Geschichte manchmal etwas konstruiert und vorhersehbar. Es wirkt dann so, als ob Alexander Kent vorm Schreiben wusste, an welchen Szenen er sich entlang hangeln muss, um seinen Protagonisten reifen zu lassen. Und das merkt man dann eben deutlich.

Dennoch ist "Kanonenfutter" durchaus lesenswert. Es ist kein Überflieger, aber zum "Reinschauen" durchaus empfehlenswert.



Fazit:

In "Kanonenfutter: Leutnant Bolithos Handstreich in Rio" geht es Alexander Kent vor allem um die charakterliche Reifung seines Protagonisten. Dies zu lesen macht durchaus Spaß. Ebenso interessant sind auch die anderen Figuren wie Kapitän Dumaresq, der sich als äußerst vielschichtig entpuppt. Was allerdings im Vergleich dazu Stockdale nicht ganz so interessant aussehen lässt. Und man merkt der Geschichte an, dass sich der Autor an vorgegebenen Handlungspunkten entlang hangelt.



Kanonenfutter: Leutnant Bolithos Handstreich in Rio - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Alexander Kent
Kanonenfutter: Leutnant Bolithos Handstreich in Rio
Übersetzer: Fritz Wenzel
Erscheinungsjahr: Juli 1997



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Ullstein

ISBN:
3-548-22933-6

270 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Reifung von Richard Bolitho
  • Kapitän Dumaresq komplexe Persönlichkeit
  • Atmosphäre
Negativ aufgefallen
  • Hangelt sich zu sehr an vorgegebenen Szenen entlang
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Rezension vom: 27.09.2012
Kategorie: Historisches
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