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Der Wolfsthron

Story:

Han Allister riskiert sein Leben um Rebecca, die Thronfolgerin vor dem Tod zu schützen. Und schon bald entpuppt er sich als große Hilfe für sie. Doch was ist mit seinen Gefühlen? Kann es sein, dass er sich in die Prinzessin verliebt hat?



Meinung:

Mit "Der Wolfsthron" bringt der Goldmann-Verlag den dritten Teil der "Dämonenkönig"-Reihe heraus. In den USA wird im Oktober Buch Nummer vier unter dem Titel "The Crimson Crown" publiziert werden. Und man kann davon ausgehen, dass es nicht allzu lange dauern wird, bis die deutsche Übersetzung vorliegt. Wenn dies geschehen ist, ist die Serie dann abgeschlossen.

Es ist nur wenig Zeit vergangen, seit Raisa aus der Akademie in Odenford entführt wurde und sich befreien konnte. Seitdem macht sie sich auf den Weg zurück in ihre Heimat, in ihr Königreich. Dabei streift sie durch einen kriegsgeplagten Kontinent. Sie hat nur wenige Verbündete und dafür umso mehr Feinde. Und diese schaffen es, sie beinahe umzubringen. Hilfe kommt in der Form des ehemaligen Straßenjungen Han Allisters. Er rettet sie und riskiert sein Leben, damit sie weiterleben kann.

Doch als er erfährt, wenn er da gerettet hat, zeigt er ihr die kalte Schulter. Er will mit ihr nichts mehr zu tun haben. Allerdings muss er bald seine emotionale Distanz aufgeben. Denn Raisa erfährt, dass ihre Mutter angeblich bei einem Unfall ums Leben gekommen ist, und man plant ihre jüngere Schwester als Königin zu krönen. Um eine Katastrophe zu verhindern reist die wirkliche Thronfolgerin bald ab, um ihr Erbe anzutreten. Und ab diesem Moment braucht sie jeden nur erdenklichen Schutz. Selbst denn eines ehemaligen Raggers.

Es sind im Falle des Rezensenten über neun Monate her, dass er den letzten Teil der Reihe las. Eine Menge Zeit, in der er viele andere Romane besprach. Und so war die Erwartung, als er "Der Wolfsthron" öffnete, das er Schwierigkeiten haben würde, sich an die übergreifende Handlung zu erinnern. Doch das Gegenteil geschah. Problemlos fielen ihm an den passenden Stellen die dazu passenden Plotelemente ein. Woran lag dies?

Im Grunde daran, dass Frau Chima die passenden Stichwörter wählt, um die Erinnerung in Gang zu setzen. Wer war nochmal Han Allister? Er erwähnt seine Vergangenheit als Straßenjunge und plötzlich ist einem bewusst, dass er einst ein Ragger war. Wer sind die Hauptfeinde von Prinzessin Raisa? Sie erwähnt, dass sie vor einem Mica Bayar geflohen ist, und schon fällt einem ein, dass jener zu der Familie von Magiern gehört, die den Thron haben wollen.

Der Thron ist auch das zentrale Element des Romans. Besonders in der zweiten Hälfte des Romans steht er für eine Dominanz der politischen Überlegungen. Intrigen werden gesponnen und Raisa kann sich ihres Lebens nicht mehr sicher sein. Dies wird von Frau Chima auf eine äußerst spannende Art und Weise geschrieben, so dass man trotz einer Aversion vor solchen Handlungselementen den Roman nicht aus der Hand legen kann.

Ebenso leidet man auch mit den Charakteren mit. Vor allem Risa muss man bemitleiden, die innerhalb kürzester Zeit ihre Mutter verliert und dann um ihren Thron fürchten muss. Gleichzeitig kann man auch spüren, dass Sie in Han Allister verliebt ist, was für sie ein Problem ist. Denn durch ihre Nähe zum Thron ist sie eine heiß umkämpfte Heiratskandidatin, um die sich jeder reißt.

Ihr Gegenstück ist Han Allister, der versucht sie schützen. Es ist interessant, was er alles unternimmt, um das Leben von ihr zu sichern. Dabei scheut er sogar nicht davor, scheinbar unmögliche Forderungen zu stellen, die sich am Ende jedoch als gut durchdacht entpuppen.

Gleichzeitig ist er jedoch auch ein Quell des Ärgernisses. Als er erfährt, dass Rebecca, so der Name den Risa an der Akademie annahm, in Wahrheit die Thronfolgerin ist, schaltet er auf stur und meint, von ihr verraten zu sein. In diesem Augenblick benimmt er sich wie ein kleines Kind, das nicht seinen Willen bekommt. Am Ende des Buchs kommt es bei ihm außerdem zu einer Entwicklung, die nicht gut aufgebaut wurde.

Mit um die 600 Seiten hat man einiges zu lesen. Langweilig wird es einem dabei nicht. Nur die Entwicklung, die Han Allister durchmacht, nervt. Und deshalb wird der Roman auch folgerichtig mit "Reinschauen" bewertet.



Fazit:

"Der Wolfsthron" ist die Fortsetzung innerhalb Cina Williams Chimas Romanserie "Dämonenkönig". Die Autorin schafft es ein Buch zu schreiben, bei dem gewisse Stichwörter ausreichen, um einen die Erinnerung an die frühere Handlung aufzurufen. Auch die Schilderung der vielen Intrigen gelingt ihr sehr gut. Was auch für die Charakterisierung von Risa gilt, die an ihrer Aufgabe förmlich wächst. Negativ fällt hingegen die Darstellung von Han Allister auf, der sich zeitweise wie ein kleines Kind aufführt.



Der Wolfsthron - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Cina Wiliams Chima
Der Wolfsthron
The Gray Wolf Throne

Übersetzer: Susanne Gerold
Erscheinungsjahr: 16. Juli 2012



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Goldmann Verlag

Preis:
€ 12,99

ISBN:
978-3-442-46976-5

608 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Liest sich sehr gut
  • Spannende Intrigen
Negativ aufgefallen
  • Han Allister benimmt sich wie ein kleines Kind
Die Bewertung unserer Leser für dieses Book
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 13.09.2012
Kategorie: Fantasy
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