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Skinwalker: Feindesland

Story:

Jane Yellowrock ist eine der besten Vampirjäger. Eines Tages erhält sie den Auftrag in New Orleans einen Blutsauger zur Strecke zu bringen, der wahllos Menschen und seinesgleichen tötet. Die Mission wird jedoch schnell kompliziert, als sie in die Intrigen der diversen Vamp-Familien der Stadt gerät. Doch sie hat einen Vorteil: Sie ist eine Gestaltenwandlerin, die sich ihren Körper mit der Seele von Beast teilt! Und beide Seiten müssen miteinander kooperieren, um den Fall erfolgreich abzuschließen.



Meinung:

Vampire sind mittlerweile ein essentieller Bestandteil von Urban Fantasy-Romanen geworden. Es gibt eigentlich kaum noch Bücher, wo diese Blutsauger nicht in der einen oder anderen Form auftauchen. Eigentlich sind sie als Thema inzwischen ausgelutscht, und man kann ihnen im Prinzip nichts Neues mehr abgewinnen. Doch dann gibt es noch solche Autoren, wie Faith Hunter, die es mit ihrem Deutschland-Debüt "Skinwalker Feindesland" schafft, der Thematik doch noch neue Aspekte abzugewinnen.

Die Autorin, die mit vollem Namen Gwendolyn Faith Hunter heißt, wuchs in den Lousiana Bayou auf. Inzwischen lebt sie in South Carolina. Sie ist verheiratet und arbeitet Vollzeit in einem ländlichen Krankenhaus. Für ihre Arbeit als Schriftstellerin verwendet sie folgende Pseudonyme: Gary Hunter, Gwen Hunter und natürlich Faith Hunter.

"Skinwalker: Feindesland" ist der Auftakt zu einer Serie über die Protagonistin Jane Yellowrock. In den USA umfasst die Reihe inzwischen sieben Erzählungen, davon vier normale Bücher. Hierzulande ist der zweite Teil bereits unter dem Titel "Skinwalker: Fluch des Blutes" erschienen. Weitere Übersetzungen werden hoffentlich noch kommen.

Seit Marylin Monroe versucht hat, Präsident Kennedy umzudrehen, ist der ganzen Welt bekannt, das Vampire und Hexen existieren. Auch von der Existenz anderer Kreaturen wird gemunkelt. In jedem Fall ist es die Aufgabe von Jane Yellowrock, die wildgewordenen Blutsauger, auch Rogues genannt, zur Strecke zur bringen. Etwas, was sie mit Bravour meistert.

Eines Tages erhält sie einen Auftrag aus New Orleans. Die dort lebenden Vampire bitten sie um ihre Hilfe. Ein Rogue treibt in der Stadt sein Unwesen, und richtet großen Schaden an. Sie nimmt den Auftrag zu ihren üblichen Konditionen an, und gerät vor Ort unverhofft in ein Geflecht an Intrigen. Die verschiedenen Familien spionieren einander aus, und jede Geste, jedes Wort hat mindestens eine weitere, versteckte Bedeutung. Doch das hält Jane nicht davon ab, ihr Bestes zu geben. Sie hat einen Vorteil: Niemand weiß, dass sie sich in verschiedene Tiere verwandeln kann und ihren Körper mit der Seele eines Tiers teilt. Beast, so der Name, bevorzugt Katzen, vorzugsweise Pumas. Daher sollte man beide möglichst nicht unterschätzen.

Wie also schlägt sich das Buch im Vergleich zu anderen Genre-Kollegen? Gar nicht mal so schlecht. Der Roman hat zwar ein, zwei Mankos, auf die später eingegangen wird. Doch der Gesamteindruck fällt sehr positiv aus.

Das liegt vor allem an der Protagonistin, die mit einer herrlich großen Klappe gesegnet ist. Sie ist tough und gleichzeitig auch weiblich. Das merkt man in den Momenten, in denen sie mit den Kindern ihrer Freundin, einer Hexe, telefoniert. Das Gleichgewicht zwischen einer nach außen hin harten Frau, die innen aber gleichzeitig auch weich ist, gelingt der Autorin wunderbar.

Doch der eigentliche Star des Buches ist Beast. Das Alter Ego von Jane wird von der Autorin wunderbar in Szene gesetzt. Die Passagen, in denen es die Handlung erzählt, unterscheiden sich stilistisch deutlich von denen von Jane. Die Sätze sind kürzer, brutaler, und animalischer. Nie lässt die Autorin den Leser vergessen, dass Beast die Seele eines Raubtiers ist, dass sich nur widerwillig Janes Willen unterordnet.

Ein großes Mysterium des Buches ist weniger die Frage nach dem Täter, als vielmehr die Suche Janes nach ihrer eigenen Vergangenheit. Überraschenderweise löst Frau Hunter dieses Rätsel bereits in diesem Roman. Doch die Art und Weise, wie ihr dies gelingt, ist hervorragend. Viele Enthüllungen und Überraschungen, die sie dem Leser vorsetzt, schaffen es, sowohl Beast als auch Jane in einem anderen Licht darzustellen, als man es zu Beginn der Geschichte noch geahnt hätte.

Das Buch ist mit vielen interessanten Nebenfiguren ausgestattet, die unter anderem viel über die Vampir Gesellschaft in New Orleans aussagen. Und natürlich dürfen dabei auch diverse potentielle Liebhaber von Jane nicht fehlen. Doch wer auf explizite Liebesszenen hoffte, wird enttäuscht sein. Auch legt Frau Hunter sich nicht fest, wem das Herz ihrer Protagonistin nun letzten Endes gehören soll. Das hebt sie sich wohl für die kommenden Bände auf und erhöht so die Spannung auf die Nachfolger.

Die Handlung ist grandios. Nicht nur der eigentliche Fall sorgt dafür, dass man unbedingt weiterlesen will. Auch die Schilderung der Vampir-Gesellschaft, sowie einige interessante Enthüllungen über jene, sind ein Grund, weshalb der Roman ein wahrer Page-Turner ist.

Doch das Deutschland-Debüt hat auch seine Schwächen. Hauptsächlich muss man Frau Hunters Angewohnheit kritisieren, zu detailliert zu schreiben. Ausführliche Auslassungen zum Beispiel über Motorräder sind nicht jedermanns Interesse und tragen auch nicht wirklich zur Handlung bei. Ein anderes Manko sind Momente, in denen man als Leser stutzt, weil die Schriftstellerin plötzlich Details schildert, die vorher nicht auftauchten. So erzählt sie plötzlich von einem sich küssenden Paar, das sich dann trennt. Das fällt daher auf, weil die Autorin zu Beginn des Kapitels ausführlich die Landschaft und die Menschen dort drinnen schildert. Doch diese Momente sind spärlich gesät, und mindern das Lesevergnügen wenn überhaupt nur minimal.

Faith Hunters Deutschland-Debüt hätte nicht besser ausfallen können. Bis auf einige Mankos überzeugt "Skinwalker: Feindesland" auf ganzer Linie. Also sollte man als Fan des Genres "Reinschauen".



Fazit:

Mit "Skinwalker: Feindesland" feiert die US-Autorin Faith Hunter ihr Deutschland-Debüt. Das Buch überzeugt durch seine Protagonistin und deren Geheimnis/Fähigkeit. Beide Seiten werden ausführlich dargestellt und man kann sich auf diverse Überraschungen gefasst machen. Doch auch der eigentliche Fall wird spannend beschrieben. Gleichzeitig wird New Orleans lebendig dargestellt. Schade ist die überbordende Detail-Verliebtheit der Autorin, die nicht immer zur Handlung beiträgt.



Skinwalker: Feindesland - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Faith Hunter
Skinwalker: Feindesland
Skinwalker

Übersetzer: Stefanie Zeller
Erscheinungsjahr: 8. September 2011



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Egmont Lyx

Preis:
€ 9,99

ISBN:
978-3-8025-8387-2

448 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Spannende Geschichte
  • Überraschende Enthüllungen
Negativ aufgefallen
  • Zu detailiert geschrieben
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Rezension vom: 25.04.2012
Kategorie: Fantasy
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