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Die Tochter des Kriegers

Story:
Ist Corvis Rebaine der "Schrecken des Ostens" wieder zurückgekehrt? Viele wollen dies nicht so recht glauben. Vor allem einer nicht: Cerris. Denn er war einst jener gefürchtete Kriegsherr. Und so macht er sich auf den Weg, herauszufinden, wer seine alte Identität für fremde Zwecke missbraucht. Doch er wird verfolgt, von einer Person, die ihm sehr am Herzen liegt: Seiner eigenen Tochter!

Meinung:
An dieser Stelle ein Geständnis: Einer der Gründe, weshalb das Buch hier jetzt rezensiert wird, ist das Cover. Es macht auf den Inhalt neugierig, vor allem, wenn man es mit dem Vorgänger-Roman vergleich. Sie gleichen sich nicht und um ehrlich zu sein, wirkt das Deckblatt von "Die Tochter des Kriegers" lebendiger, als das von "Der Dämon des Kriegers". Doch wie sieht es mit dem Inhalt aus. Immerhin heißt es, dass man keinen Band nach seinem Cover beurteilen soll.

Einst sorgte der Name Corvis Rebaine für Angst und Schrecken. Mit einer Armee aus Ogern und Menschen, sowie magischer Unterstützung gelang es ihm beinahe, das Reich Imphalion in die Knie zu zwingen. Doch als seine Gegner ihn endlich in die Enge treiben konnten, verschwand er mit einer Geisel. Die Jahre vergingen und aus dem "Schrecken des Ostens" wurde Ceriss, ein Mann, der heiratete und Kinder kriegte. Er war glücklich, bis plötzlich wieder eine Armee auftauchte. Ihre Anführer folgten seinen einstigen Plänen genauestens, so dass er sich zum Wohl seiner Familie gezwungen sah, wieder aktiv zu werden. Er konnte die Feinde bezwungen und war seinem ursprünglichen Ziel einen Schritt näher.

Fünf Jahre sind seitdem vergangen. Eine Zeit, in der sich viel veränderte. Wieder wird das Land von fremden Mächten bedroht, und erneut soll Corvis Rebaine aktiv sein. Doch dieser ist erneut nicht der Schuldige. Denn er hat sich in der Zwischenzeit von seiner Familie getrennt und hat versucht, mit magischen Kräften die Geschicke seiner Heimat zu lenken. Die Invasion passt ihm gar nicht, und so will er herausfinden, wer wirklich dahinter steckt. Was er nicht weiß: Seine Feinde sind ihm dicht auf den Fersen. Zum einen Jassion, der Bruder seiner Frau, die er einst entführte. Zum anderen ein Magier mit dem Namen Nenavar. Und beide werden von einem merkwürdigen Mann mit dem Namen Kaleb unterstützt, der mehr über den "Schrecken des Ostens" weiß, als diesem lieb sein könnte. Und dann ist da noch seine Tochter Mellorin, die ihm von allen am gefährlichsten werden könnte.

"Der Dämon des Kriegers" war kein überragender Roman. Dafür litt die Geschichte viel zu sehr unter den flachen Nebenfiguren. Dafür überzeugten aber die Dialoge, die an einigen Stellen wirklich hervorragend waren. Und dies gab Anlass zur Hoffnung, dass "Die Tochter des Kriegers" mindestens ebenso werden würde. Doch schnell wird klar, dass diese Erwartungen enttäuscht werden.

Das es blutig zur Sache geht, kennt man schon aus dem Vorgänger. Es gefällt einem nicht unbedingt, doch ist man bereit es zu akzeptieren, vorausgesetzt, sie verkommt nicht zu einem bloßen Selbstzweck. Doch genau dies ist in diesem Roman der Fall. Viele Szenen, in denen Blut fließt oder Knochen brechen, wirken nicht überzeugend, sondern vielmehr so, als ob Ari Marmell sie um der Gewalt willen geschrieben hat.

Auch die Charaktere sind erschreckend flach. Sie überzeugen nicht. So fragt man sich ständig, was die Motivation von Corvis Rebaine darstellt, dass er sich erneut in den Ablauf der Dinge einmischt. Noch schlimmer: Er wirkt wie ein Weichei. Ständig jammert er oder beklagt sich, wenn die Dinge mal nicht so laufen, wie er es möchte. Da dies häufiger der Fall ist, muss man es oft ertragen. Es wirkt irritierend, da er im vorherigen Band wesentlich zupackender war.

Auch von der Spannung her enttäuscht der Roman. Zum einen lässt sich der Schriftsteller Zeit mit dem Beantworten der wichtigsten Fragen. Zum anderen baut er die Momente, in denen dies geschieht, nur schwach auf. Und am Ende enttäuschen sie auch noch, weil die erhofften Enthüllungen halbherzig wirken.

Das vielleicht größte Manko: Der Humor. Die Dialoge klingen schlapp und lustlos. Die prickelnden Wortgefechte, die sich Corvis mit seinen Gefährten lieferte fehlen hier. Seine neue Begleitung Lady Irrial bietet ihm da keinen gleichwertigen Ersatz. Und so muss man sich stellenweise wirklich zwingen, weiter zu lesen.

Doch es gibt es auch positives zu berichten. Sieht man mal von den Dialogen ab, wurde der Roman wirklich flüssig geschrieben. Das mag auch daran liegen, dass die Rückblenden dieses Mal besser eingebaut wurden. Sie tragen zwar nicht viel zur Haupthandlung bei, erklären jedoch diverse, kleine Details.

Dennoch muss man am Ende das Buch "Nur für Fans" empfehlen.



Fazit:
Ari Marmells Roman "Die Tochter des Kriegers" ist eine enttäuschende Fortsetzung. Die Gewalt verkommt zum bloßen Selbstzweck, die Charaktere sind ausnahmslos flach und den Dialogen fehlt die bekannte Spritzigkeit. Immerhin lässt das Buch flott lesen und vor allem die Rückblenden bieten interessante Details. Dennoch sollte man sich einen Kauf lieber überlegen.

Die Tochter des Kriegers - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Ari Marmell
Die Tochter des Kriegers
The Warlord's Legacy

Übersetzer: Wolfgang Thon
Erscheinungsjahr: 15. November 2011



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Blanvalet

Preis:
€ 14,00

ISBN:
978-3-442-26844-3

544 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Flüssig zu lesen
Negativ aufgefallen
  • Spritzigkeit fehlt
  • Gewalt nur zum Selbstzweck
  • Flache Charaktere
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Rezension vom: 25.01.2012
Kategorie: Fantasy
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