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Justifiers 5: Sabotage

Story:
Als ein Herr Schmidt durch ein Transmat-Portal tritt, rechnet noch keiner damit, dass dies zu Problemen führen wird. Doch dann verkündet eine Stimme, dass der Mann nicht am geplanten Ziel herauskommen wird. Seine neuen Ankunftskoordinaten werden meistbietend versteigert. Und daraufhin schickt die Firma, für die der Verschollene arbeitet, eine Einheit Justifiers los. Doch was sie am Ziel ihrer Reise erleben, verändert sie von Grund auf.

Meinung:
Themen wie der Buyback von Betas, beziehungsweise was danach mit ihnen geschieht, wurden in den vorherigen Romanen nur am Rande thematisiert. Jetzt beschäftigt sich Boris Koch etwas ausführlicher damit. Das Ergebnis hat er in "Sabotage" niedergeschrieben, dem fünften Roman der "Justifers"-Reihe.

Der 1973 geborene Schriftsteller und Verleger hat zuerst Alte Geschichte und neuere deutsche Literatur in München studiert. Das Studium brach er jedoch ab, um sich voll und ganz dem Dasein als Autor zu widmen. Seine Werke erscheinen hauptsächlich im Phantastik- oder dem Horrogenre und er ist verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift "Mephisto".

Aleksej ist ein Justifier und gehört der Firma Romanov. Sein Vater war ein Schimpansenbeta der eine menschliche Frau schwängerte. Der Industriegigant holte den Sprössling, als er vier Jahre alt war. Und er durchlief eine harte Ausbildung, die ihn vor allem eins lernte: Niemals aufzugeben. Seitdem sind viele Jahre vergangen und aus dem Jungen wurde ein Mann, der gleichzeitig auch ein Spieler ist. Er und seine Einheit sind in einem großen Kasino und feiern das Überleben der letzten Mission. Doch dann holt sie der Alltag schnell wieder ein.

Ein Herr Schmidt, der ebenfalls für den Konzern arbeitet verschwindet durch ein Transmat-Portal. Eine körperlose Stimme verkündet daraufhin, dass er ein anderes Ziel erreichen wird, als ursprünglich geplant. Die neuen Koordinaten versteigert sie meistbietend. Romanov gewinnt diese am Ende und schickt die Einheit los, am neuen Ankunftsort auf den Gekidnappten zu warten. Dieses entpuppt sich als Nebelverhangener Planet, der die Teilnehmer der Expedition auf die Probe stellt.

Gleichzeitig wird auch die Katzenbeta Lydia von Fremdenfeindlichen Menschen angegriffen und vergewaltigt. Sie hat ihren Buyback geschafft und arbeitet seitdem für einen Nachrichtensender. Doch dies bringt ihr nichts dabei, die Übeltäter zu finden. Denn keiner glaubt ihr recht, was vorgefallen ist. Ein Ereignis, welches sie in Depressionen stürzt.

Das System des Buybacks und der Tatsache, dass die auch die Kinder von Betas automatisch Eigentum der Firma ihres Erzeugers ist, erinnert stark an Sklaverei. Auch die Tatsache, dass von denjenigen, die es schafften frei zu kommen, weiterhin für den Konzern arbeiteten, weckt Assoziationen an eine mentale Abhängigkeit, die diesen Justifiers eingegeben wurde. Bislang beschäftigte sich noch kein Autor dieser Serie mit diesem Thema. Umso erfreulicher ist es, dass Boris Koch dies jetzt nachholt.

Geschickt stellt er Aleksej, der immer noch für seinen Konzern arbeiten muss, Lydia gegenüber. Die Katzenbeta hat es scheinbar geschafft. Sie ist frei und kann im Prinzip jeder Arbeit nachgehen. Dass dies jedoch auch seine Schattenseiten besitzt, macht der Autor schnell klar. Denn auch sie ist in einer Art Abhängigkeit gefangen. Ihr direkter Vorgesetzter ist ein schleimiger Talker, der für eine gute Story bereit ist alles zu tun. Und sie kann ihm nicht wirklich viel entgegensetzen.

Doch sobald Aleksej und seine Kameraden auf dem Planeten landen, wo auch Herr Schmidt ankommen soll, verändert sich die Geschichte. Die Handlung nimmt immer mehr Horror-Merkmale an, und das Thema Buyback und Freiheit gerät hier in Vergessenheit. Dies ist Schade, und kann auch durch die Veränderung nicht wettgemacht werden.

Denn diese liest sich sehr 08/15. Spätestens ab dem Moment, wo Aleksejs Vorgesetzter sich weigert den Planeten näher zu untersuchen und der Protagonist vermeint Bewegungen zu sehen, wird klar, dass es am Ende zu einer Katastrophe kommt. Dadurch gerät dieser Plot sehr vorhersehbar.

Auch Lydias Geschichte kann nicht überzeugen. Hier ist das Problem, dass die einzelnen Abschnitte, in denen sie die Handlung trägt, rar gesät sind. Was insofern schade ist, als das ihre Erlebnisse interessant zu lesen sind.

Schade, dass es so gekommen ist. Denn so ist das Buch nur "Für Zwischendurch" empfehlenswert.



Fazit:
Boris Kochs "Sabotage" beschäftigt sich mit dem bislang in der "Justifiers"-Serie vernachlässigtem Thema Buyback, beziehungsweise die Auswirkungen die dieses auf die Betas hat. Der Beginn ist stark, was vor allem an den zwei unterschiedlichen Protagonisten liegt, die jeweils ihre eigene Perspektive auf dieses Thema haben. Doch sobald Aleksej mit seinen Kameraden auf dem fremden Planeten landet, driftet die Handlung in Horror-Gefilde ab und wird vorhersehbar. Einzig die Passagen mit Lydia können dann noch überzeugen, sind jedoch vergleichsweise rar gesät.

Justifiers 5: Sabotage - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Boris Koch
Justifiers 5: Sabotage
Erscheinungsjahr: 12. Dezember 2011



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Heyne Verlag

Preis:
€ 8,99

ISBN:
978-3-453-52817-8

478 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Beschäftigung mit Thema Buyback
  • Lydia Handlungsebene gefällt
Negativ aufgefallen
  • Aleksejs Erlebnisse werden horrorlastig
  • Dies überzeugt nicht
  • Wird vorhersehbar
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Rezension vom: 14.01.2012
Kategorie: Science Fiction
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