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Sandman Slim: Höllendämmerung

Story:

James Stark hat in seinem Leben schon einiges durchgemacht. Er ist ein begabter Magier und war Mitglied eines Zirkels. Bis ein Konkurrent genug von ihm hatte, seine Freundin umbrachte und ihn in die Hölle schickte. Schwerer Fehler, denn Stark hat nicht nur überlebt sondern ist entkommen. Und jetzt, zurück auf Erden, will er Rache nehmen. Dass er dabei auf eine Verschwörung stößt, die sowohl Himmel und Hölle bedroht, ist ihm egal. Denn er ist Sandman Slim, das Monster, dass andere Monster tötet. Und nichts und niemand kann ihn aufhalten.



Meinung:

Unter "Urban Fantasy" versteht man Geschichten, die in einer Welt spielen, die unseren Städten gleicht gleicht, nur dass es auch Werwölfe und Magie gibt. Häufig übernehmen starke Frauen die Hauptrollen. Sich aus dieser Masse an Werken herauszuheben ist äußerst schwierig, und man braucht eine gute Idee dafür. Richard Kadreys Einfall ist einfach und simpel: Sein Held ist ein Mann.

Der US-Amerikaner ist sowohl Autor als auch bildender Künstler. Als solcher hat er sich auf erotische Fotografien und digital erschaffene Bilder spezialisiert. Geschrieben hat der in San Franzisco lebende Schriftsteller viele Kurzgeschichten sowie fünf Romane. Seine Erzählung "Carbon Copy" wurde mit Bridget Fonda in der Hauptrolle unter dem Titel "After Amy" verfilmt. "Sandman Slim" ist sein Deutschland-Debüt und der Auftakt zu einer Serie. Eine Leinwand-Adaption von Band 1 ist in Arbeit.

James Starks Leben als kompliziert zu bezeichnen, wäre noch untertrieben. Einst war er ein Magier, ein richtiger, und mit anderen in einem Zirkel zusammen. Ebenso war er auch glücklich verliebt. Doch dann wurde seine Freundin ermordet und er im wahrsten Sinne des Wortes zur Hölle geschickt, und zwar lebendig. Dort angekommen musste er immer wieder um sein Leben kämpfen, um zu überleben. Als Attentäter eines der Höllenfürsten hatte er schon bald Zugang zu einigen Geheimnissen und nachdem er sich einige dieser angeeignet hat, konnte er endlich fliehen.

Doch zurück auf der Erde musste er feststellen, dass inzwischen einige Zeit vergangen ist. Am schlimmsten für ihn ist, dass man nicht mehr frei rauchen kann. Doch ist dies nebensächlich, denn er will Rache nehmen. Nur, dass der Zirkel inzwischen schon aufgelöst ist, und der Mann, der ihn in die Hölle verdammt hat, zu einem mächtigen Wesen aufgestiegen ist. Und dann sind da noch die Kissi, Wesen, die weder Engel noch Teufel sind und von beiden Seiten gefürchtet werden. Ach ja, und James Stark kann nicht mehr getötet werden. Doch trotz dieser Situation macht er das Beste daraus. Denn er ist Sandman Slim, das Monster, dass andere Monster tötet. Und als solches kann er es sich leisten, einen Dreck auf die Gefühle anderer zu geben.

Mit "Sandman Slim: Höllendämmerung" schreibt Richard Kadrey einen Roman, der von der ersten Seite an dem Leser einen Heidenspaß macht. Sein Protagonist James Stark kümmert sich einen Scheißdreck um irgendwelche Konventionen und agiert so, wie es ihm am besten gefällt: Mit dem Kopf durch den Wand. Und sollte dabei irgendjemand im Weg stehen wird er einfach überrannt. Diese Zielstrebigkeit bringt ihm natürlich jede Menge Ärger ein, was ihm jedoch relativ egal ist.

So wirkt die Figur natürlich leicht egoistisch, was sie auch ein kleines bisschen ist. Ansonsten zeichnet ihn vor allem eins aus, nämlich dass er sich um die Menschen kümmert, die ihm am Herzen liegen. Dazu zählt auch eine Bar, in die er als erstes stolpert, als er wieder auf der Erde ist. Irgendwie liegt sie ihm am Herzen, weshalb er alles tut, damit sie und ihr Besitzer in einem Stück bleiben.

Dies ist leichter gesagt als getan, denn in "Höllendämmerung" geht es mächtig zur Sache. Alle paar Seiten kracht und explodiert es. Denn James Stark zieht Ärger geradezu magisch an. Doch was in anderen Romanen eher ein Manko ist, spricht in diesem Fall für das Buch. Denn Kadrey vergisst über die Action nicht, dass dem Buch eine nachvollziehbare Handlung zu Grunde legen muss.

Dies ist eindeutig der Fall. Hierbei zeigt sich auch, wie viel Gedanken der Autor sich über die Welt von "Sandman Slim" gemacht hat. Mit den Kissi führt er Gegner ein, die weder Engel noch Teufel sind und gerade deshalb sehr gefährlich sind. Denn sie sind an andere Gesetze gebunden als diese anderen Wesen, und diese sprechen nun nicht unbedingt für die Menschheit.

Die Handlung ist allerdings nicht nur sehr spannend und actionreich, sondern auch lustig geworden. Ein Running Gag ist beispielsweise die Häufigkeit, mit der Stark seine Hemden wechseln muss. Immer wieder passiert etwas, wodurch sie vernichtet werden, so dass ein Vorrat schnell schwindet. Auch seine Sehnsucht nach etwas zu rauchen ist ein Grund für Komik. Denn in den heutigen, modernen Zeiten wird so etwas natürlich nicht gerne gesehen.

Auf jeden Fall ist das Buch sehr gelungen. Es ist ohne Zweifel ein echter "Klassiker" und sollte wenn möglich gekauft werden.



Fazit:

Himmel und Hölle sind in Aufruhr und mitten drinnen ist Sandman Slim. Richard Kadrey präsentiert in dem gleichnamigen Buch einen wahren Höllenritt an Action, Spannung und Humor. Die Mischung stimmt und man kann den Roman erst dann aus den Händen legen, wenn man fertig ist.



Sandman Slim: Höllendämmerung - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Richard Kadrey
Sandman Slim: Höllendämmerung
Sandman Slim

Übersetzer: Bernhard Kleinschmidt
Erscheinungsjahr: 1. Juli 2011



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Rowohlt Polaris

Preis:
€ 14,95

ISBN:
978-3-86252-013-8

432 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Sehr spannend geschrieben
  • Netter Humor
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Rezension vom: 18.09.2011
Kategorie: Rezensionen
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