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Im Bann des Nekromanten: Die Chroniken des Beschwörers 1

Story:

Prinz Martris Drayke muss mit nur wenigen treuen Gefolgsleuten vor seinem Bruder Jared fliehen, der die gesamte königliche Familie umgebracht hat, um an die Macht zu gelangen. Sein Ziel ist ein benachbartes Königreich, in dem er erhofft Hilfe zu finden. Doch das Schicksal hat andere Pläne, denn Martris ist ein mächtiger Nekromant, dazu auserkoren ein altes Übel endgültig zu vernichten. Doch dafür muss er mehr über seine Fähigkeiten wissen und er muss Verbündete sammeln.



Meinung:

In den meisten Fantasy-Romane sind die Nekromanten immer die Bösen. Ihre Magie, die auf dem Tod basiert, eignet sich aufs vortrefflichste dazu, sie als Antagonisten darzustellen. Mit ihrem Debüt-Roman beschreibt Gail Martin das exakte Gegenteil. Bei ihr der Zauberer kein Schurke, sondern sogar der primäre Held ihrer Roman-Reihe.

Gail Zehner Martin, so der volle Name der Autorin, ist amerikanische Staatsangehörige. Schon seit ihrer Kindheit ist sie von dem übernatürlichen fasziniert und entdeckte im weiteren Verlauf ihres Lebens ihre Liebe zur Science Fiction und Rollenspielen. Lange Zeit arbeitete sie im Marketing Bereich, ehe sie 2003 hauptberuflich Schriftstellerin wurde.

Es ist Spucken im Königreich des Winters. Menschen und Geister vermischen sich während dieser Festivitäten. Doch für die meisten von ihnen unbemerkt geschieht hinter den Kulissen ein blutiger Machtwechsel. Prinz Jared Drayke, der schon immer jähzornig und unbeherrscht war, tötet fast seine gesamte Familie und kann mit Hilfe des Magiers Foor Arontala so den Thron besteigen. Nur sein Bruder Martris flieht mit einigen Gefolgsleuten.

Tris, wie er auch gerufen wird, schwört seinem Bruder Rache und macht sich auf den Weg in ein benachbartes Königreich, wo er Unterstützung zu finden hofft. Doch unterwegs erwachen immer mehr und mehr seine Kräfte. Denn er ist ein Nekromant, genauer gesagt ein Seelenrufer, der die Kluft zwischen den Lebenden und den Toten überbrücken kann. Er ist der erste seit dem Tod seiner Großmutter, die ähnlich begabt war und ihn bereits etwas in der Magie unterwiesen hatte, ehe sie starb. Und es ist ihm prophezeit worden, dass er es einst sein wird, der den sogenannten Obsidiankönig endgültig vernichten wird.

Eines muss man der Autorin lassen: Sie betritt in ihrem Debüt-Roman Fantasy-Pfade, die eher ungewöhnlich sind. Dazu zählt nicht nur die Wahl eines Nekromanten als Helden, sondern auch der Einbau von Vampiren, oder wie sie in dem Buch genannt werden Vayash Moru. Diese scheinen, soweit man dies dem Text entnehmen kann, friedfertig mit den Normalsterblichen zusammen zu leben, ohne dass es zu Schwierigkeiten kommt.

Auch ist die Rolle von Tris als Seelenrufer interessant zu lesen. Er kann die Geister sehen, mit ihnen sprechen, sie beschwören und gleichzeitig dafür sorgen, dass sie ins Jenseits übergehen können. Dies hat jedoch immer einen Preis, der den jungen Mann bis an die Grenzen seiner Macht treibt.

Allerdings muss man auch bemängeln, dass ein Großteil der Protagonisten eine ziemlich vorhersagbare Charakterisierung hat. Teilweise fühlt man sich an ein Rollenspiel erinnert, weil man die typische Heilerin hat, die sich in der Wolle mit dem magieskeptischen Söldner liegt - und wahrscheinlich sich in ihn verliebt -, den bärbeißigen Soldatenhauptmann oder einen geschickten Gaukler. Es sind die obligatorischen Rollen-Klischees, die in der Geschichte erfüllt werden.

Aber auch Jared und Arontala können nicht wirklich überzeugen. In diesem Fall liegt es aber auch daran, das bis auf ein paar Andeutungen man nichts über ihre Motivation erfährt oder was sie zusammengebracht hat. Dass sie "nur" böses im Schilde führen reicht einfach nicht aus für einen Fantasy-Roman.

Und deshalb ist das Buch etwas "Für Zwischendurch". Mehr ist einfach nicht drinnen.





Fazit:

Gail Martin beschreitet in "Im Banne des Nekromanten" neue Wege. Der Auftakt-Roman zu ihrer Buch-Serie hat einen Nekromanten als Helden und überzeugt auch so durch einige ungewöhnliche Ideen. Schade ist, dass die Rollenverteilung der Protagonisten stark an Rollenspiele erinnert, und dass die Antagonisten kaum charakterisiert werden. Vielleicht werden die zukünftigen Teile besser.



Im Bann des Nekromanten: Die Chroniken des Beschwörers 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Gail Martin
Im Bann des Nekromanten: Die Chroniken des Beschwörers 1
The Summoner

Übersetzer: Axel Franken
Erscheinungsjahr: 10. Februar 2009



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Bastei Lübbe

Preis:
€ 8,95

ISBN:
978-3-404-20600-1

592 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Ungewöhnliche Story-Elemente
Negativ aufgefallen
  • Erinnert stark an Rollenspiele
  • Antagonisten werden nicht charaktersiert
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Rezension vom: 25.06.2011
Kategorie: Fantasy
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