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Star Trek - New Frontier 03: Märtyrer

Story:

Captain Calhoun war schon vieles: Er war Kriegsheld, Undercover-Agent und aktuell Kommandant eines Sternenflottenschiffes. Doch ein Messias war er noch nie, weshalb er umso überraschter über die Verehrung der Zondarianer ist, die ihn als den Prophezeiten ansehen. Nur zu dumm, das er nicht weiß, dass es sein vorangekündigtes Schicksal ist, ermordet zu werden.



Meinung:

Im Laufe der Jahre hat sich "Star Trek" mit allerlei Themen beschäftigt. Rassismus, Kriege oder auch Drogensucht waren Gegenstand diverser TV-Episoden oder anderer Geschichten. Religion und Sex gehörten ebenfalls mit dazu, wobei es sich hierbei natürlich um zwei sehr heikle Sachgebiete handelt.

Auch Peter David beschäftigt sich auf seine eigene, unnachahmliche Art und Weise mit diesen Themen. Das Ergebnis "Märtyrer" ist der hierzulande dritte Band der "Star Trek: New Frontier"-Serie.

Nach den turbulenten Ereignissen der letzten Zeit ist auf der U.S.S. Excalibur so etwas wie Ruhe eingekehrt. Captain Calhoun und Commander Shelby berichten Admiral Jellico über ihren aktuellen Stand, während der thallonianische Prinz Si Cwan mit Lieutenant Robin Leffler einen sehr eifrigen Helfer erhalten hat. Doctor Selar leidet immer mehr unter dem vulkanischen Paarungstrieb Pon Farr, der auf Grund des vorzeitigen Todes ihres Sexual-Gefährten irregulär ausgebrochen ist. Und auch, wenn der Hermat Burgoyne sein/ihr Interesse an ihr deutlich gemacht hat, will sie nicht darauf eingehen. Stattdessen fasst sie den Plan, ihren Kommandanten zu bitten, mit ihr zu schlafen.

Dieser geht zuerst nicht darauf ein, sondern will sich die Sache nochmal überlegen. Gleichzeitig taucht jedoch ein anderes Problem auf. Die Zondarianer, eine zutiefst religiöse Spezies, die untereinander in einem blutigen, seit Jahrhunderten andauernden Glaubenskrieg zerstritten sind, sehen ihn ihm den prophezeiten Messias. Er soll ihr Volk einen, eine Aufgabe die Calhoun durchaus anspricht. Was er jedoch nicht weiß ist, dass die Vorhersagung, die ihn angekündigt hat, auch seinen vorzeitigen Tod beinhaltet.

Leider kann "Märtyrer" das hohe Niveau der beiden Vorgänger-Bände nicht halten. Im direkten Vergleich schneidet der Roman sogar wesentlich schlechter ab. Und die Ursache hierfür liegt eindeutig bei den Themen, die die Handlung bestimmen.

Es ist nicht so, dass Sexualität im "Star Trek"-Universum keine Rolle spielen würde. Auch wenn dieses Thema nie so präsent war wie andere, gab es doch immer wieder Episoden die sich damit beschäftigten. Und so kann man die Nöte von Doctor Selar sehr gut nachvollziehen. Sie, eine Vulkanierin, hat sich nicht mehr vollständig unter Kontrolle. Und um diesen Zustand wieder zu erreichen ist sie bereit nahezu alles zu tun. Doch die Art und Weise, wie Peter David ihre Pläne darstellt, stößt einem doch übel auf. Er macht sich sozusagen über sie und ihre Nöten lustig und stellt sie dadurch bloß. Dies erreicht er bereits dadurch, dass er ihr Ansinnen an den Captain von der halbe Brücken-Crew mithören lässt.

Aber auch das Thema "Religion" kommt bei ihm nicht ganz so gut weg. Auch hier macht er sich über die Gläubigen lustig und über die Tatsache, dass sie seit mehreren hundert Jahren wegen Nichtigkeiten im Clinch liegen. Dadurch bekommt man beim Lesen einen fahlen Geschmack.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass der Roman nur schlecht ist. Dem ist nicht so, was aber größtenteils an der erstklassigen Charakter-Arbeit des Autors liegt. Besonders Burgoyne, der Hermat und gleichzeitig Ingenieur der Excalibur, wird deutlich ausgebaut. Bislang wurde er/sie eher als jemand dargestellt, der seine Liebschaften recht häufig wechselt und nicht davor zurückschreckt, aufs heftigste mit verschiedenen Besatzungsmitgliedern zu flirten. Doch in diesem Band erhält die Figur endlich einiges an Tiefe. Er ist Calhoun gegenüber sehr loyal und ein erstklassiger Maschinist. Seine amouröse Ader ist immer noch vorhanden, doch empfindet man sie nicht mehr so störend. Es ist einfach ein Teil der Figur.

Daher ist "Märtyrer" zwar eine schwache Fortsetzung, aber andererseits wieder ein guter "Star Trek"-Roman.



Fazit:

Mit "Märtyrer" widmet sich Peter David hauptsächlich zwei recht heiklen Themen. "Religion" und "Sexualität". Und leider schafft der Autor es nicht, etwas Vernünftiges daraus zu machen. Teilweise schadet er damit sogar einigen seiner Figuren, allen voran Doctor Selar. Immerhin ist die Art und Weise wie er seine Charaktere weiterentwickelt immer noch sehr gut. Besonders Burgoyne profitiert enorm von den Ereignissen dieses Bandes.



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Peter David
Star Trek - New Frontier 03: Märtyrer
Star Trek - New Frontier: Martyr

Übersetzer: Bernhard Kempen
Erscheinungsjahr: 10.02.2011



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 12,80

ISBN:
978-3-942649-03-2

310 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Charaktere werden weiterentwickelt
Negativ aufgefallen
  • Beschäftigung mit den Themen "Sexualität" und "Religion" eher misslungen
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Rezension vom: 05.04.2011
Kategorie: Science Fiction
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