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Die Krone von Lytar

Story:

Einst existierte das Königreich von Lytar, das eines Tages einen solchen Frevel beging, dass es von den Göttern vernichtet wurde. Die Nachfahren jener Menschen leben nun schon seit Jahrhunderten im Dorf Lytara, das jedoch eines Tages aus plötzlichen Himmel überfallen wird. Sie können sich zwar verteidigen, doch die Aggressoren haben es etwas anderes abgesehen: Auf die sagenumwobene Krone von Lytar, die unglaubliche Kräfte verleihen soll. Und so obliegt es einer Schar von Auserwählten, einen Weg zu finden, das Unheil aufzuhalten.



Meinung:

"Die Krone von Lytar" bildet den Auftakt zu einer neuen Fantasy-Trilogie. Der zweite Band "Das Erbe des Greifen" ist ebenfalls erschienen. Beide Romane wurden zuerst in gebundener Fassung von dem Verlag freboldundfischer veröffentlicht, um dann mit etwas Verzögerung von Blanvalet im Taschenbuch-Format herausgebracht zu werden.

Allerdings ist fraglich, ob und wann jemals der Abschluss geschrieben und veröffentlicht wird. Denn der Autor Carl A. DeWitt, ein Pseudonym des Fantasy-Schriftstellers Richard Schwartz, befindet sich mit freboldundfischer in einem Rechtsstreit. Hintergrund ist, das seiner Meinung nach ungefähr 70% des Werkes von einem Lektor zu stark verfremdet wurde, so dass er sich nicht mehr damit identifizieren konnte. Es bleibt nur zu hoffen, dass diese Sache schnell geklärt wird.

Carl A. DeWitt bettet die Geschichte seines Romans in eine clevere Rahmenhandlung ein. Ein Adeliger kommt in das Dorf Lytara und bekommt von einem alten Geschichtenerzähler vorgetragen, was vor langer Zeit geschah. Zu jener Zeit begab es sich, dass vier Jugendliche, die Menschen Garret und Tarlon, die Halbelfin Elyra und der Zwerg Argor ausgeschickt werden, um ein vermisstes Pferd zu finden. Doch dann wird ihre Heimat überfallen und schon recht bald stoßen die vier auf ein uraltes Geheimnis, welches ihr Leben verändert. Denn der Baron Belior hat es auf die Krone von Lytar abgesehen und beabsichtigt, mit ihrer Hilfe den Rest der Welt komplett zu unterwerfen.

Auserwählte, womöglich sogar noch Kinder, die noch dazu ein Artefakt suchen, das von einem bösen Herrscher gesucht wird? Dies alles klingt doch arg bekannt, schließlich wurden diese Plot-Elemente schon viele Male in diversen Fantasy-Romanen verwendet.

Und so erfindet Carl A. DeWitt das Rad auch nicht neu. Stattdessen erzählt er eine kurzweilige Geschichte, die vielleicht nicht zu den besten des Genres gehört, aber doch zu überzeugen weiß. Dies liegt vor allem an den unterschiedlichen Figuren, die er schreibt, sowie an der Art und Weise wie er die Mythologie seiner erfunden Welt aufbaut.

Der Autor verzichtet klar darauf, einen seiner vier Helden zu bevorzugen. Jeder von ihnen wird durch eine bestimmte Charakter-Eigenschaft hervorgehoben. So ist Garret der lebenslustige, während Tarlon einen scharfen Verstand hat. Elyra, deren Mutter vor ihren Augen getötet wird, zieht es zur Religion hin, während Argor sich vor allem durch sein Misstrauen gegenüber Wasser und Magie auszeichnet.

Bald darauf stoßen die vier auf eine Hinterlassenschaft der ehemaligen Bewohner von Lytar und erhalten besondere Gaben. Diese benötigen sie auch, denn der Feind lässt sich immer mehr Überraschungen einfallen, um an sein Ziel zu geraten.

Denn das Dorf ist immer wieder Ziel diverser Angriffe, die die Bewohner zwingen, ihr altes Idyll aufzugeben und sich zu verändern. Sie greifen zu den Waffen und planen den Widerstand. Doch dazu benötigen sie Unterstützung, und die erhalten sie auf vielfältige Art und Weise.

Und an dieser Stelle spielen die mythologischen Figuren rein. Denn die Gruppe trifft bald auf Wächter, die sich bald als ziemlich normal herausstellen. Sie unterstützen die Nachfahren des ehemaligen Königreiches auf ihre Art und Weise.

Die Handlung ist stellenweise ziemlich ernst, was schon zu Beginn deutlich wird, wenn die Mutter von Elyra geköpft wird. Dem gegenüber stehen immer wieder bestimmte Passagen oder Figuren, die für eine deutliche Auflockerung sorgen. Ein Beispiel hierfür ist die Figur Knorre, der der Nachfahre eines ziemlich begabten, aber auch verrückten Magiers ist. Und letztere Charaktereigenschaft scheint er ein wenig geerbt zu haben, denn seine Art und Weise zu agieren ist äußerst merkwürdig.

Es fällt auf, dass sehr viele Charaktere sterben, aber auch auf unterschiedliche Art und Weise wieder ins Leben zurückgerufen werden. Dies irritiert etwas, da es so dem dramatischen Element des Sterbens etwas den Stachel nimmt.

Was auf jeden Fall fehlt, ist eine Übersicht über die diversen Figuren mit ihrer Funktion. Es gibt jede Menge unterschiedlicher Charaktere, so dass man leicht den Überblick verlieren kann, wer jetzt was ist.

Und so hat man einen durchaus passablen Roman, der allerdings auch deutliche Schwächen hat.



Fazit:

Mit "Die Krone von Lytar" hat Carl A. DeWitt einen guten Fantasy-Roman geschrieben, der allerdings auch einige Schwächen hat. Gelungen sind die unterschiedlichen Figuren, die einem sofort gefallen. Aber auch der lockere Umgang mit der Mythologie des Buches ist ein Pluspunkt. Negativ ist, dass viele Charaktere sterben, nur um dann kurze Zeit später wieder ins Leben zurückzukehren. Dies nimmt der Spannung dann doch etwas die Spitze.



Die Krone von Lytar - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Carl A. DeWitt
Die Krone von Lytar
Erscheinungsjahr: Januar 2009



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Blanvalet

Preis:
€ 9,95

ISBN:
978-3-442-26587-9

635 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Figuren, die einem ans Herz wachsen
Negativ aufgefallen
  • Tod wird unglaubwürdig
Die Bewertung unserer Leser für dieses Book
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 02.03.2011
Kategorie: Fantasy
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