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Die Assassine

Story:

Das junge Mädchen Varis lebt alleine im Siel, dem Slum-Gebiet der Stadt Amenkor. Sie schlägt sich halbwegs gut durchs Leben, hat jedoch immer einen Dolch bei sich. Die Waffe hat sie einmal einem Wachposten abgenommen, den sie selbst umgebracht hatte. Doch als sie wieder dazu gezwungen ist, jemanden zu töten, ändert sich ihr Leben schlagartig. Sie wird von dem Sucher Erick in der Kunst des Attentats ausgebildet und hat bald eine ungewöhnliche Mission: Die Regentin der Stadt umzubringen, ehe diese dafür sorgt, dass die Menschen elendig zu Grunde gehen.



Meinung:

"Die Assassine" ist das Debüt-Werk des US-Autors Joshua Palmatier. Er ist studierter Mathematiker und unterrichtet dieses Fach auch an einer Universität. Des Weiteren ist er Teil einer Gruppe von Fantasy-Autoren, deren hierzulande bekanntestes Mitglied sicherlich die Schriftstellerin Jackie Kessler ("Das Ikarus Projekt" unter anderem) ist. Mit "Die Regentin" und "Die Kämpferin" hat er zwei Fortsetzungen seines Erstlingswerks geschrieben.

Der Roman spielt in der Stadt Amenkor. Beherrscht durch die Regentin, die auf dem Geisterthron sitzt, ist es mit ihr bergab gegangen, seit vor sechs Jahren ein mysteriöses weißes Feuer sie durchquerte, ohne physikalischen Schaden anzurichten. Seit jener Zeit gibt die Herrscherin unmögliche Befehle, wie beispielsweise den Hafen zu sperren, obwohl der Winter droht und dringend Vorräte benötigt werden. Eine ihrer Untertanen ist das junge Mädchen Varis, welches im Siel, dem Elendsviertel, lebt. Sie schlägt sich alleine durchs Leben und ist mit einer besonderen Gabe gesegnet: Sie kann zwischen Gut und Böse unterscheiden und für sich selber die Zeit verlangsamen. Eines Tages sieht sie sich gezwungen einen Menschen zu töten, um ihr Leben zu schützen. Diese Tat wird von dem Sucher beobachtet, einem Mitglied einer Einheit die im Auftrage der Regentin Leute aufsucht und tötet. Erick nimmt sie unter seine Fittiche und bildet sie in seinem Metier aus. Doch als Valis eines Tages erfährt, dass sie eine Unschuldige umbringe soll, verändert sich ihr Leben. Sie nimmt Reißaus und geht ihren eigenen Weg. An dessen Ende steht eine besondere Mission für sie: Sie soll die Regentin umbringen.

Johua Palmatier lässt seine Protagonistin die Geschichte selber erzählen. In der Gegenwart, wo sie als Jugendliche in den Palast der Regentin eindringt, um jene zu töten, erinnert sie sich an ihre Vergangenheit. Dies ist anfänglich noch äußerst gewöhnungsbedürftig, doch nach einer Weile geschehen die Wechsel der verschiedenen Zeitebenen äußerst flüssig und ohne Probleme.

Dabei ist Varis eine ungewöhnliche Heldin. Sie ist hart und muss auch so sein. Ansonsten wäre es ihr nicht möglich im Siel zu überleben. Hier sind die Ärmsten der Armen, und Gerechtigkeit findet kaum statt. Wie gut, das die Protagonistin die Fähigkeit hat, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Sie nennt diese Gabe den "Fluss", weil sie in ihr immer tiefer versinken kann. Und ebenso ist es auch möglich, in ihr zu ertrinken. Längerer Aufenthalt ist nicht gut für das Mädchen.

Realistisch schildert der Autor ihre Reaktionen auf ihre Taten. Sie ist äußerst misstrauisch und vertraut nur selten jemanden. Und wenn sie jemanden umbringt kann es schon mal passieren, dass sie sich in der nächsten Ecke übergeben muss. All dies bringt den Leser dazu, Gefallen an ihr zu finden. Und mitzuerleben, wie sie sich verändert und ihrem eigenen Moralkodex folgt, ist faszinierend.

Überhaupt kommt hier sehr viel Körperflüssigkeit zum Einsatz. Sei es das Blut oder Erbrochenes, das Buch ertrinkt darin schon fast. Weniger wäre besser gewesen, da der schon fast inflationäre Gebrauch dieser ihre Wirkung auf den Leser stark herabsetzt.

Dennoch ist "Die Assassine" ein starkes Buch, wenn auch sicherlich nicht für jedermann geeignet. Wer sich nicht an dem Übermaß an Blut und Erbrochenem stört, sollte zugreifen.



Fazit:

Mit "Die Assassine" ist Joshua Palmatier ein sehr gutes Debüt gelungen. Vor allem Varis fasziniert den Leser. Sie ist ungewöhnlich, weil sie auf Grund ihres Lebens so hart ist. Und so erlebt man mit, wie sie sich an die wechselnden Umstände anpasst und ihrem eigenen Moralkodex folgt. Das einzige, was negativ an dem Buch ist, ist der übermäßige Einsatz von Blut und Erbrochenem. Der Autor hätte gut auf ein paar Einsätze von diesen verzichten können. Dennoch ist der Roman sehr zu empfehlen.



Die Assassine - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Joshua Palmatier
Die Assassine
The Skewed Thorne

Übersetzer: Michael Krug
Erscheinungsjahr: 13. November 2010



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Bastei Lübbe

Preis:
€ 7,99

ISBN:
978-3-404-20630-8

384 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Eine faszinierende Protagonistin
Negativ aufgefallen
  • Stellenweise etwas übermäßiger Einsatz von Körperflüssigkeiten
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Rezension vom: 03.02.2011
Kategorie: Fantasy
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