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Die geheime Wahrheit - Die Bücher der Wahrheiten 02

Story:

Alissa ist magisch begabt. Eine Gabe, die sie jedoch vor dem abtrünnigen Bewahrer Bailic geheim halten muss. Denn dieser will mit Hilfe von Jemanden mit solchen Fähigkeiten ein bestimmtes Buch öffnen, dessen Inhalt Macht verspricht. Und so hat sie sich auf ein doppeltes Spiel eingelassen: Auf der einen Seite ihre Begabung zu verbergen und auf der anderen doch von Bailic zu lernen.



Meinung:

"Die geheime Wahrheit" ist der zweite Band in der "Bücher der Wahrheiten"-Serie. Dabei ist das Gute an dieser Ausgabe, das zum Verständnis der Handlung keinerlei Vorwissen benötigt wird. Die Autorin Dawn Cook schafft es nämlich problemlos, diese auch für Neueinsteiger offen zu halten.

Seit dem ersten Band haben sich Alissa und ihr Freund, der Musikant Strell, häuslich in der Feste niedergelassen, die sie gemeinsam mit dem abtrünnigen Bewahrer Bailic bewohnen. Dieser toleriert die beiden nur aus einem Grunde: Weil er der Meinung ist, das Strell magisch begabt ist. Daher unterzieht er diesen einem rigorosen Training, welches nur ein Ziel hat. Der Musiker soll das "Buch der ersten Wahrheit" öffnen, welches eine starke Macht vergeben soll. Doch in Wahrheit ist es nicht Alissas Freund, sondern sie selbst, welche magisch begabt ist. Allerdings darf Bailic davon nicht erfahren, ebenso wenig, dass sie auch parallel zusätzlich von Talo-Toecan, dem letzten Meister der Feste unterrichtet wird. Doch dieses Geheimnis zu bewahren wird immer schwieriger, vor allem als es ihr gelingt, unbewusst die Geister einer nahen, verfluchten Stadt zu erwecken.

Es ist immer wieder beeindruckend wie gut es die Autorin schafft, eine dichte und äußerst spannende Geschichte zu erzählen. Dies ist besonders deshalb so beachtenswert, weil sie im Prinzip nur fünf handlungstragende Personen für den gesamten Band verwendet. Dabei kommt an keiner Stelle Langeweile oder ähnliches auf.

Zu verdanken ist dies vor allem ihrer hervorragenden Charakter-Arbeit. Jeder dieser fünf Charaktere ist unverwechselbar, weil er seine eigene Geschichte und Verhaltensweise hat.

Dies bemerkt man besonders an Nutzlos, wie der Meister Talo-Toecan auch gerufen wird. Er ist nicht nur der letzte Meister der Festung, sondern auch der letzte seiner Art. Die anderen, wie er äußerst langlebig und in der Lage, sich in Drachen zu verwandeln, sind verschollen und daher vermutlich tot. Man merkt dieser Figur an, dass sie uralt ist. Er strahlt eine gewisse Aura der Überlegenheit aus, gibt sich jedoch nicht so. Auch wird er immer wieder von seiner Schülerin Alissa überrascht, was ihm anscheinend gut gefällt.

Im Vergleich zum letzten Roman ist Alissa wesentlich weniger dickköpfig geworden. Zwar gibt es immer noch kleinere Szenen, in denen sie sich extrem widerborstig gibt, doch sind diese selten. Stattdessen erlebt man eine wissbegierige Person, die ihre Fähigkeiten genießt, auch wenn sie sie nur im Geheimen ausüben darf, aus Furcht vor der Entdeckung durch Bailic. Sie scheint äußerst mächtig zu sein, was man auch daran erkennen kann, dass es ihr unbewusst gelingt, die Geister einer verfluchten Stadt nahe der Festung wieder zum Leben zu erwecken.

Einer dieser "Untoten" ist der Stadtvogt, Lodesh. Er ist so ziemlich der einzige, der es schafft, Nutzlos Kontra zu geben. Und ebenso wie der uralte Meister umgibt auch ihn eine Aura der Langlebigkeit. Klar ist aber auch, dass er sich in Alissa verliebt hat, womit er in direkte Konkurrenz zu Strell getreten ist.

Der Tiefländer durchlebt im Laufe des Romans Höhen und Tiefen. Um Alissa zu schützen ist er bereit sein eigenes Wohl aufs Spiel zu setzen. Dies zeugt wirklich von wahrer Liebe, auch wenn er sich dessen erst später bewusst wird.

Von allen Figuren ist leider Bailic derjenige, der überhaupt nicht zu überzeugen mag. Dawn Cook schreibt diese Figur als laut, aggressiv und rassistisch. Da er auch noch die Sonne meidet, wirkt er wie ein typischer Durchschnittschurke. Hier hat die Autorin es leider versäumt, diesem Charakter-Typus neue Akzente zu verleihen.

Erwähnenswert ist auch die Art und Weise wie Dawn Cook die Magie aufbaut. Es hat etwas von Schaltkreisen und Programmen, wenn sie schildert, wie ein bestimmter Zauber im Inneren der ausübenden Person aufgebaut wird. Ebenso findet sie auch logische Erklärungen für Dinge wie das Entzünden eines Feuers. Diese Interpretation hebt sich wohltuend von der üblichen Fantasy-Magie ab.



Fazit:

Mit "Die geheime Wahrheit" liefert Dawn Cook erneut einen klasse Fantasy-Roman ab. Vor allem die Tatsache, dass sie es schafft über 470 Seiten mit nur fünf handelnden Personen zu füllen, ohne dass Langeweile aufkommt, überzeugt. Ebenso weiß auch zu gefallen, dass fast alle ihrer Charaktere unverwechselbar sind. Nur Bailic sticht in dieser Beziehung negativ hervor, da die Autorin in diesem Fall in Klischee-Kiste gegriffen hat.



Die geheime Wahrheit - Die Bücher der Wahrheiten 02 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Dawn Cook
Die geheime Wahrheit - Die Bücher der Wahrheiten 02
Hidden Truth

Übersetzer: Katharina Volk
Erscheinungsjahr: 7. Juli 2008



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Blanvalet

Preis:
€ 8,95

ISBN:
978-3-442-26577-0

480 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Auch für Neueinsteiger geeignet
  • Kleiner Cast füllt problemlos große Handlung
Negativ aufgefallen
  • Bailic ist ein wandelndes Klischee
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Rezension vom: 03.11.2010
Kategorie: Fantasy
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