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Star Trek - Deep Space Nine: Der Abgrund

Story:

Sie sind die selbsternannten Wächter der Föderation: Sektion 31. Im Verborgenen agierend und ohne jede Moral, sind sie niemandem Rechenschaft schuldig. Der rätselhafte Geheimbund der Sternenflotte ist dazu entschlossen, die Föderation um jeden Preis zu beschützen.

Wenige Tage nach den erschreckenden Ereignissen von "Offenbarung" steht Dr. Julian Bashir seinem schlimmsten Albtraum gegenüber: Sektion 31 heuert ihn an, gegen einen der ihren vorzugehen. Doch der Abtrünnige ist kein gewöhnlicher Agent. Wie Bashir ist Dr. Ethan Locken ein genetisch aufgewerteter Mensch, körperlich und geistig überlegen. Und er träumt davon, die Galaxis nach seinen eigenen Vorstellungen umzugestalten. Dazu will er ein neues menschliches Imperium schaffen, ganz nach dem Vorbild des berüchtigten Khan Noonien Singh.

Während er die furchtbare Wahrheit über diesen Gegner in Erfahrung bringt, lernt Dr. Bashir mehr über sich selbst, als er je zu wissen gehofft hatte.



Meinung:

In der Geschichte der Star-Trek-Erde spielt der Eugenische Krieg eine große Rolle. Dieser Konflikt, der zwischen 1992 und 1996 stattfand, veränderte den Planeten vollständig. Er fand zwischen gentechnisch verbesserten Menschen, sogenannten Augments, die sich zur Herrschaft berufen fühlten, sowie dem Rest der Welt statt und endete mit einem Sieg letzterer. Daraufhin wurde die Gentechnik verboten, was später auch in der Föderation seine Fortsetzung fand.

Doch damit war dieses Thema nicht wirklich beendet. Immer wieder kam es zu nachhaltigen Auswirkungen, wie beispielsweise der Begegnung der U.S.S. Enterprise mit dem Augment Khan Noonien Sing, sowohl in der ersten TV-Serie, als auch im zweiten Kino-Film. Ebenso kam es auch bei "Deep Space Nine" zur Sprache, als sich nämlich herausstellte, dass der Stationsarzt Julian Bashir ein gentechnisch verbesserter Mensch war, welches er bislang hervorragend verstecken konnte. Doch aus dieser Entdeckung ergaben sich für ihn keine direkten Konsequenzen, er konnte weiterhin in der Föderation arbeiten und sich später in das neue und gleichzeitig alte Besatzungsmitglied Ezri Dax verlieben. Sie ist eine Trill, eine humanoide Spezies, die in Symbiose mit einer wurmartigen Lebensform lebt. Der vorherige Wirt, Jazdia Dax, war bereits ein langjähriges Crewmitglied auf der Raumstation.

Doch aktuell kriselt es zwischen den beiden. Sie hat damit begonnen, die Verbindung mit den früheren Wirten zu erforschen, was dazu führt, das sie kurzzeitig deren jeweilige Persönlichkeit annimmt. Dies verschreckt ihn, doch ein gemeinsamer Urlaub soll die Beziehung retten. Allerdings kommt es nicht dazu, da Julian Bashir von der geheimnisvollen Sektion 31, einer Art Geheimdienst, kontaktiert und gebeten wird, den genialen Wissenschaftler Ethan Locken, der genauso wie er gentechnisch verbessert wurde, aufzuhalten. Dieser sollte, im Auftrag der Sektion, Jem'Hadar züchten, die der Föderation loyal gegenüber stehen. Doch stattdessen sind sie nur ihrem Schöpfer gegenüber gehorsam. Gemeinsam mit Ezri, Ro Laren sowie dem von Odo entsandten Jem'Hadar Beobachter Taran'atar macht sich der Arzt daher sich auf den Weg, mit dem Ziel, die Mission zu erfüllen. Doch am Ende könnte es passieren, dass er der Verlockung nicht widerstehen kann, und sich dem abtrünnigen Wissenschaftler anschließt.

Mit "Der Abgrund" bringt Cross Cult einen Roman heraus, der bereits 2002 im Heyne-Verlag publiziert wurde. Damals jedoch nicht, wie er in den USA auch erschienen ist, als dritter Teil der achten "Deep Space Nine"-Staffel, sondern als Teil einer Mini-Serie mit "Sektion 31"-Romanen. Nun bringt der "Cross Cult"-Verlag den Titel in einer Neuübersetzung in der richtigen Reihenfolge auf den deutschen Markt.

Mit Jeffrey Lang und David Weddle schreiben zwei in Sachen "Star Trek" sehr erfahrene Autoren den Roman. Letzterer ist eigentlich eher Produzent und Schreiber von Fernsehepisoden. So hat er beispielsweise neben "Deep Space Nine" auch für "C.S.I." einzelne Folgen erschaffen. Sein Partner Jeffrey Lang ist eher auf den Büchermarkt spezialisiert und hat bereits mehrere Star-Trek-Romane geschrieben, von denen einige, wie beispielsweise "Star Trek - The Next Generation: Das Unsterblichkeitsprinzip", bereits in Deutschland erschienen sind.

Beide Autoren schaffen es ohne Mühe, einen hochspannenden Roman zu schreiben, der die Qualität der beiden Vorgänger-Bücher problemlos hält. Dabei stehen die verschiedenen Figuren ganz klar im Vordergrund. Allen voran das Dreieck Bashir-Dax-Locken fasziniert dabei.

Ethan Locken mag zwar in dem Buch der Gegenspieler sein, doch sein unheimliches Charisma, welchem auch anscheinend Julian Bashir erliegt, ist ebenso für den Leser spürbar. Die Argumente und seine Motivation - so will er sich an Sektion 31 und den Cardassianern rächen-, die ihn antreibt, machen ihn zu einem interessanten Antagonisten. Dadurch ist er dem großen Khan Noonien Sing, der auch sein Vorbild ist, nicht unähnlich.

Dem steht mit Julian Bashir eine Art Seelenverwandter entgegen. Beide eint, dass sie Ärzte sind und genetisch verbessert wurden. Was sie augenscheinlich trennt ist die Tatsache, dass der Doktor von Deep Space Nine sich nicht allzu viel auf seine besonderen Fähigkeiten einbildet. Gleichzeitig wird er immer mehr und mehr von dem Charisma Lockens eingefangen und wird von diesem auf seine Seite gezogen. Eine interessante Entwicklung, die von Ezri Dax mit Sorge beobachtet wird.

Doch nicht nur die Hauptpersonen wissen zu überzeugen, sondern auch die Nebencharaktere sind gut besetzt. Allen voran Taran'atar spielt in dem Buch eine gewichtige Rolle. Zu sehen, wie er mit den übrigen Crewmitgliedern interagiert, zählt zu den Highlights des Romans. Denn es ist eindeutig, dass er die Rolle des Wesens übernimmt, welches versucht "menschlicher" zu werden. Eine Position, die zuvor bereits Odo inne hatte.

Mit dem Thema "Eugenische Kriege" beschäftigt sich dieses Mal Christian Humberg im Anhang des Romans. Wie üblich ist dies sehr informativ geworden.



Fazit:

Das Autoren-Duo Jeffrey Lang und David Weddle kann mit "Star Trek - Deep Space Nine: Der Abgrund" das hohe Niveau der Vorgänger-Romane fortführen. Beide Autoren greifen mit gentechnischen manipulierten Wesen ein in der Geschichte der Star-Trek-Erde wichtiges Thema auf, welches sie sehr gut in eine eigenständige Erzählung einbauen. Dabei steht mit Julian Bashir die passende Figur im Vordergrund, ist er doch genauso wie sein Gegenspieler, genetisch verbessert. Dieser präsentiert sich als eine äußerst interessante und charismatische Person, die den Stationsarzt von "Deep Space Nine" immer mehr in seinen Bann zieht. Aber auch die Nebenpersonen können vom Roman profitieren. Besonders die Szenen mit Taran'atar gehören zu den Highlights des Romans.



Star Trek - Deep Space Nine: Der Abgrund - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Jeffrey Lang, David Weddle
Star Trek - Deep Space Nine: Der Abgrund
Star Trek - Deep Space Nine: Section 31 - The Abyss

Übersetzer: Christian Humberg
Erscheinungsjahr: 3. Mai 2010



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 12,80

ISBN:
978-3941248533

304 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Ethan Locken ist ein charismatischer Gegenspieler
  • Taran'atar wird "menschlicher"
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 07.08.2010
Kategorie: Science Fiction
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