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Von 1901 bis 2005: Frühere Preisträger
Der erste Träger des Literaturnobelpreises war im Jahr 1901 der französische Dichter und Philosoph Sully Prudhomme, dessen Poesie nach Meinung der Jury die „seltene Kombination der besten Qualität des Herzens und des Intellekts“ zeigten. Über die Jahre hat die Wahl der Schwedischen Akademie der Wissenschaften mal Zustimmung, mal größere Kontroversen erzeugt. In einigen Jahren wurde der Preis geteilt, in anderen überhaupt nicht vergeben. Hier eine willkürliche Auswahl von Preisträgern zwischen 1901 und heute:
  • 1902 Theodor Mommsen, „den größten lebenden Meister der Kunst der Geschichtsschreibung, mit besonderer Beachtung seines großen Werks 'Eine Geschichte Roms'“
  • 1907 Rudyard Kipling, „in Anerkennung der Beobachtungsgabe, der Vorstellungskraft, der Lebendigkeit seiner Ideen und des bemerkswerten erzählersichen Talents, die die Werke dieses weltberühmten Autors kennzeichnen“
  • 1909 Selma Lagerlöf, „in Anerkennung des erhabenen Idealismus, der lebendigen Vorstellungsgabe und der sprirituellen Wahrnehmung, die ihre Werke kennzeichnen“
  • 1912 Gerhart Hauptmann, „in erster Linie in Anerkennung seiner ergiebigen, vielfältigen und herausragenden Arbeit auf dem Gebiet der Dramatik“
  • 1923 William Butler Yeats, „für seine stets inspirierte Dichtung, die in hochkünstlerischer Form dem Geist einer ganzen Nation Ausdruck verleiht“
  • 1925 George Bernhard Shaw, „für sein Werk, das sowohl von Idealismus als auch von Humanität geprägt ist, seine stimulierende Satire oft verbunden mit einzigartiger poetischer Schönheit“
  • 1929 Thomas Mann, „hauptsächlich für seinen großen Roman 'Buddenbrooks', der immer mehr Anerkennung erfährt als eines der klassischen Werke der zeitgenössischen Literatur“
  • 1946 Hermann Hesse, „für seine inspirierten Werke die, während sie an Deutlichkeit zunehmen, ein Beispiel sind für die klassischen humanistischen Ideale und guten Stil“
  • 1948 T. S. Eliot, „für seine herausragenden, bahnbrechenden Beiträge zur heutigen Dichtung“
  • 1949 William Faulkner, „für seine kraftvollen und künstlerisch einmaligen Beiträge zum modernen amerikanischen Roman“
  • 1953 Winston Churchill, „für seine Meisterschaft der historischen und biografischen Schilderung ebenso wie für seine brilliante Redekunst bei der Verteidigung der menschlichen Werte“
  • 1954 Ernest Hemingway, „für seine Meisterschaft in der Kunst der Erzählung, zuletzt demonstriert in 'Der alte Mann und das Meer', und für den Einfluß, den er auf den zeitgenössischen Stil hat“
  • 1957 Albert Camus, „für seine bedeutenden literarischen Werke, die mit klarsichtiger Ernsthaftigkeit die Probleme des menschlichen Bewußtsein in unserer Zeit beleuchten“
  • 1958 Boris Pasternak, „für seine wichtigen Leistungen sowohl in der zeitgenössischen Lyrik als auch auf dem Feld der großen russischen Epen“
  • 1962 John Steinbeck, „für seine realistischen und einfallsreichen Werke, die symphatischen Humor und scharfe soziale Beobachtung“
  • 1964 Jean-Paul Satre, „für sein Werk das, reich an Ideen und angefüllt vom Geist der Freiheit und der Suche nach der Wahrheit, einen weitreichenden Einfluß auf unsere Zeit hat“
  • 1969 Samuel Beckett, „für sein Werk, dass – in neuer Form von Roman und Drama – die Erhöhung des Menschen aus seiner Armut erreicht“
  • 1970 Alexandr Solzhenitsyn, „für die ethische Kraft, mit der er die unverzichtbaren Traditionen der russischen Literatur weiterverfolgt“
  • 1972 Heinrich Böll, „für sein Werk, das – durch eine Verbindung von einer umfassenden Perspektive unserer Zeit und einer empfindsamen Kunst der Charakterisierung – zur Erneuerung der deutschen Literatur beigetragen hat“
  • 1981 Elias Canetti, „für sein Werk geprägt von einem umfassenden Überblick, einem Reichtum an Ideen und großer künstlerischer Kraft“
  • 1982 Gabriel García Márquez, „für seine Romane und Kurzgeschichten, in denen das Phantastische und das Realistische verbunden wird in einer vielgestaltigen Welt der Vorstellung, die das Leben und die Konflikte eines Kontinents widerspiegelt“
  • 1983 William Golding, „für seine Romane die, mit der Deutlichkeit der realistischen Erzählung und der Vielfalt und der Universalität der Mythen, die Situation des Menschens in der heutigen Welt beleuchten“
  • 1991 Nadine Gordimer, „die mit ihren großartigen Epen, in den Worten von Alfred Nobel, 'von sehr großem Nutzen für die Menschheit' war“
  • 1997 Dario Fo, „der es den Narren des Mittelalters gleichtut mit peitschender Autorität und der Wahrung der Würde der Niedergedrückten“
  • 1998 José Saramago, „der uns mit Parabeln geschaffen aus Vorstellungskraft, Mitgefühl und Ironie ständig aufs Neue ermöglicht, eine trügerische Realität zu erfassen“
  • 1999 Günter Grass, „dessen ausgelassene dunkle Fabeln das vergessene Gesicht der Geschichte portraitieren“
  • 2000 Gao Xingjian, „für ein Werk von universeller Gültigkeit, bitteren Einsichten und sprachlichem Erfindungsreichtum, das neue Wege für die chinesische Literatur eröffnet hat“
  • 2003 John M. Coetzee, „der in unzähligen Verkleidungen das überraschende Eingreifen des Außenseiters darstellt“
  • 2004 Elfriede Jelinek, „für den musikalischen Fluß von Stimme und Gegenstimme in ihren Romanen und Stücken, die mit außergewöhnlichem sprachlichem Eifer die Absurdität der Klischees unserer Gesellschaft und ihrer unterjochenden Kraft entlarven“
  • 2005 Harold Pinter, „der in seinen Stücken die Abgründe hinter dem alltäglichen Geschwätz entlarvt und sich Eintritt in die verschlossenen Räume der Unterdrückung erzwingt“
  • 2006 Orhan Pamuk, „der auf der Suche nach der melancholischen Seele seiner Heimatstadt neue Symbole für den Konflikt und die Verflechtung von Kulturen gefunden hat“


Special vom: 12.10.2006
Autor dieses Specials: Henning Kockerbeck
Die weiteren Unterseiten dieses Specials:
Minen, Dynamit und der Nobelpreis: Die Geschichte
Der Preisträger 2006: Orhan Pamuk
Die Preisträgerin 2007: Doris Lessing
Der Preisträger 2008: Jean-Marie Gustave Le Clézio
Fakten rund um den Nobelpreis für Literatur
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