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Hörbuch: Beute - Prey

Story:
In einem wissenschaftlichen Labor mitten in der öden Wüstenlandschaft Nevadas ist ein großes Unglück passiert – künstliche, maschinelle Mikro-Organismen sind aus der Forschungsstation entwichen und könnten zu einer Bedrohung werden, wenn sie sich ungehindert weiter ausbreiten. Denn der Sinn dieser künstlichen Intelligenz ist es, sämtliche Hindernisse die sich ihnen in den Weg stellen auszumerzen – Menschen inbegriffen. Das Problem bei der ganzen Sache ist, dass bislang noch kein Gegenmittel gegen die schier unaufhaltsame Armee gefunden wurde, wodurch der Ausbruch des Forschungsobjektes zum jetzigen Zeitpunkt umso gefährdender für das Weiterbestehen der menschlichen Rasse ist. Nun liegt es einzig und allein am Biotechnologen Jack, die geeignete Strategie zu finden, um die intelligente Rasse zu stoppen.

Meinung:
Michael Crichton gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten Autoren der Neuzeit. Durch Romane wie "Andromeda - Tödlicher Staub aus dem All" oder "Jurassic Park" begeisterte er Millionen Leser und auch die Verfilmungen seiner Werke wissen meist zu gefallen. Auffällig ist bei Crichton-Geschichten meist die große Affinität zu technischen Details. Durch die akribischen und lebendigen Schilderungen von Hintergründen und Zusammenhängen gibt er seinen Lesern stets das Gefühl, dass er genau weiß wovon er schreibt, und dass es alles andere als fiktive Themen sind.

Und an dieser Stelle macht auch "Beute" keine Ausnahme. Die Mikro-Organismen werden sowohl in Bezug auf ihr Verhalten, wie auch auf ihren Hintergrund sehr detailliert beschrieben und wirken dadurch lebendig und bedrohlich. Allerdings wird das daraus entstehende Spannungs-Potential nicht einmal ansatzweise genutzt. Dafür wird dann aber sehr viel Augenmerk auf das vollkommen unnatürlich wirkende Privatleben von Jack geworfen. Vor allem seine Frau wirkt zu keiner Sekunde nachvollziehbar in ihren Aktionen und Reaktionen. Es mag an den Kürzungen für die Umsetzung zum Hörbuch liegen, aber richtig packend wird es selten. Die einzige Spannung und Atmosphäre geht von den theoretischen Fähigkeiten der Mirko-Organismen aus.

Der größte Kritikpunkt bei diesem Hörbuch ist aber eindeutig Hannes Jaenicke. Was der anerkannte deutsche Darsteller an Leseleistung abgibt, kann einfach nur als lustloses Runterlesen und Frechheit gegenüber dem zahlenden Kunde gewertet werden. Neben einer eher emotionslosen Stimme, mit der andere vielleicht noch die Lottozahlen präsentieren würden, sind es vor allem falsche Betonungen und schlechte Sprachrhythmik die auch den letzten Spaß am Zuhören nehmen und eine fast schon einschläfernde Wirkung haben.

Fazit:
"Beute" gehört zu einer der schlechtesten Hörbuch-Umsetzungen unter professionellen Bedingungen. Die Kürzungen des Buches machen sich überdeutlich bemerkbar und die lieb- und lustlose Lesung Hannes Jaenickes trägt einen Rest dazu bei, dass man wenig Spaß an dem High-Tech-Thriller mit viel Potential hat.

Hörbuch: Beute - Prey - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Michael Crichton
Hörbuch: Beute - Prey
Prey

Erscheinungsjahr: 2003



Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Verlag:
Random House Audio

ISBN:
978-3-89830-556-3
Positiv aufgefallen
  • Thematik der intelligenten Mikro-Organismen
Negativ aufgefallen
  • Hannes Jaenicke
  • Kürzungen
  • Nicht nachvollziehbare Handlungen einzelner Charaktere
  • Wenig spannend
Die Bewertung unserer Leser für dieses Book
Bewertung:
2
(1 Stimme)
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Rezension vom: 08.02.2005
Kategorie: Thriller
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