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Wild Cards - Der Sieg der Verlierer

Story:

Die Welt ist, seit dem das Komitee eine Rebellion im arabischen Raum beendet hat, nicht sicherer geworden. Noch immer besteht eine große Gefahr in diesem Gebiet der Erde. Und auch in Afrika besteht die Gefahr einer Katastrophe. Doch am gefährlichsten ist es ausgerechnet in Nord Amerika, als ein kleiner Junge seine Wild Card aufdeckt und eine Atomexplosion auslöst.



Meinung:

Der erste Band der "Wild Cards"-Reihe, "Das Spiel der Spiele" konnte überzeugen. Vor allem, weil es den Autoren gelungen war, einen kohärenten Roman zu schreiben, der wirklich spannend war. Jetzt liegt endlich die Fortsetzung unter dem Titel "Der Sieg der Verlierer" vor. Und eine Enttäuschung gibt es bereits beim Durchlesen der Autorennamen: George R. R. Martin ist dieses Mal nicht mit dabei.

Eigentlich sollte die Welt ein besserer Ort sein, seitdem das Komitee damals in Ägypten eine Rebellion von religiösen Fanatikern niederschlug. Doch seitdem herrscht kein Frieden. Im Gegenteil: Die einzelnen Mitglieder der Gruppe kommen nicht zu Ruhe. Sie werden überall hin geschickt, wo es gerade brennt, was quasi überall ist. Und auch im Nahen Osten köchelt es gefährlich vor sich hin.

Doch die wahre Bedrohung existiert daheim, in den USA. Dort deckt ein Junge namens Drake seine Wild Card auf. Er wird zu Little Fat Boy und ist im Grunde eine wandelnde Atomexplosion. Jede Menge verschiedener Gruppierungen versuchen deshalb, seiner habhaft zu werden. Denn wer ihn sein eigen nennt, der besitzt jede Menge Macht.

Es ist ein ziemlich großer Unterschied zwischen dem ersten und dem aktuellen Teil der "Wild Cards"-Reihe. Während der erste Teil vollends überzeugen konnte, hat man hier das Gefühl, das genaue Gegenteil zu lesen. Das einzige, das überzeugen kann, ist das Finale. Alles was davor kommt, liest sich stark zerfasert und kann nicht wirklich überzeugen.

Ein Problem ist zum Beispiel, dass das Komitee im Grunde genommen nur Marionetten sind, bei denen sich die Puppenspieler wiederholt abwechseln. Entweder sind es die Briten oder die UN, die an den Fäden ziehen und dementsprechend die diversen Charaktere agieren lassen. Dass die jeweiligen Vertreter der Parteien platt dargestellt werden, trägt mit dazu bei, dass dieser Handlungsaspekt nicht wirklich gefällt.

Und das Problem ist nicht nur auf diese Figuren beschränkt. Nahezu jeder Leiter einer Organisation wird platt und zweidimensional dargestellt. Es handelt sich um Leute, die im Prinzip entweder nur aus Hass und Verachtung handeln, oder denen das Verschwörungsgeschäft so sehr im Blut steckt, dass sie nicht davon loslassen können. Mit dem Ergebnis, dass man, wann immer eine solche Person aufkreuzt, nur noch genervt die Augen verdreht.

Selbst Radical, das prominenteste Wild Card der Gegenseite leidet darunter. Obwohl das Konzept des Charakters höchst interessant ist, übertüncht seine namensgebende Radikalität alle positiven Aspekte der Figur. Dabei wird so einiges angedeutet, dass man am hin- und herschwanken ist, ob man weiterlesen sollte oder nicht.

Und die Helden? Leiden unter einem teilweise schwachsinnigen und klischeehaften Plot. Wenn zum Beispiel ein Geheimdienst versucht, einen Helden festzunehmen, weil er ihren Plänen in die Quere kommen könnte, fühlt man sich an die platte Darstellung von Vertretern der Nachrichtendienste wie Homeland Securty erinnert. Es wird mit dem Holzhammer klar gemacht, dass diese Leute nichts Gutes im Schilde führen.

Es ist ein ziemlicher Absturz, aber am Ende lautet die Bewertung "Nur Für Fans".



Fazit:

George R. R. Martin steuert nichts mehr zu der aktuellen "Wild Cards"-Ausgabe bei. Und schon ist "Der Sieg der Verlierer" ein Reinfall. Der Roman liest sich langatmig und langweilig. Nur das Finale ist überzeugend. Doch ansonsten wird das Komitee von verschiedenen, platt dargestellten Organisationen manipuliert. Die Gegenspieler werden nahezu durch die Reihe weg klischeehaft dargestellt. Die einzige Ausnahme ist das Ass Radical, das leider auf Grund der grottigen Darstellung seiner Rebellenorganisation ebenfalls nervt. Selbst die Heroen leiden unter diesen unausgegorenen Stories.



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George R. R. Martin (Herausgeber)
Wild Cards - Der Sieg der Verlierer
Wild Cards 2. Busted Flash

Übersetzer: Simon Weinert
Erscheinungsjahr: 22. Juni 2015



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Penhaligon Verlag

Preis:
€ 15,00

ISBN:
978-3-7645-3129-4

576 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Packendes Finale
Negativ aufgefallen
  • Langweiliger Vorlauf
  • Klischeehafter Plot
  • Schurken werden platt dargestellt
  • Schwache Handlung
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Rezension vom: 13.01.2016
Kategorie: Science Fiction
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