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Silber – Das zweite Buch der Träume

Story:

Nachdem Liv ihren Schock bezüglich des letzten Ritual und des Verrates von Arthur und dessen Freundin Anabel halbwegs überwunden hat, scheint ihr Leben wieder in geregelten Bahnen zu laufen. Ihre Beziehung mit Henry läuft prima, sie hat sich mit dem Gedanken angefreundet, dass ihre Mutter einen neuen Mann kennenglernt hat und in der Schule läuft es halbwegs gut. Allerdings werfen schon bald einige unschöne Ereignisse erste Schatten voraus: in den Traumkorridoren, in denen sich die Türen zu den Träumen der Menschen befindet, taucht eine seltsame Gestalt auf, es wird immer offensichtlicher, das Henry eine Menge Geheimnisse vor ihr hat und ihre Schwester Mia beginnt zu schlafwandeln.

Zu allem Überfluss kehrt auch Graysons und Florence Großmutter nach ihrer Weltreise zurück und ist gar nicht begeistert, dass sich ihr Sohn eine Amerikanerin nebst Töchtern und bayrischem Kindermädchen angelacht hat. Und auch die geheimnisvolle Bloggerin Secrecy macht Liv mit jedem Tag mehr zu schaffen …



Meinung:

Leider kann auch „Silber – Das zweite Buch der Träume“ nur bedingt überzeugen. Kerstin Gier legt eine nette Fortsetzung vor, die am ehesten etwas für Fans des ersten Bandes ist. Sowohl inhaltlich, als auch charakterlich gibt es keine spannenden Wendungen und Entwicklungen – die Geschichte ist platt und vorhersehbar, die Figuren stagnieren und auch das Thema rund um die Träume wird nicht weiter ausgebaut. Stattdessen bekommt man eine konstruierte Rahmengeschichte, die jedoch zugunsten der Liebesgeständnisse und Beziehungskisten kaum ausgebaut wird und in einem halbgaren Finale endet. Damit ist „Silber – Das zweite Buch der Träume“ leider deutlich schwächer, als Band 1 und nur was für Fans der Autorin.

Mit "Silber - Das zweite Buch der Träume" setzt Kerstin Gier ihre Jugendbuchreihe "Silber" fort und setzt da an, wo der erste Band der Reihe endete. Dennoch muss man "Silber - Das erste Buch der Träume" nicht zwangsläufig gelesen haben, da sich das meiste durch kurze Einschübe, oder Fußnoten ergibt und man der Handlung auch so folgen kann. Im Juli 2015 soll der Abschlussband bei FBJ erscheinen.

Inhaltlich plätschert die Geschichte die meiste Zeit vor sich hin. Wirklich Spannung kommt erst im letzten Drittel auf, als klar wird, dass Mias Schlafwandeln nicht normal ist. Bis dahin bekommt man eher einen kitschiges High School Liebesroman vorgesetzt, bei dem nahezu kein Klischee ausgelassen wird. Seien es die rosaverbrämten Kussszenen, die Liebesschwüre oder die Trennung von Liv und Henry, um sie später wieder zusammen zu bringen - alles wird bedient. Und da eine Liebesgeschichte und das dazugehörige Drama nicht ausreichen, baut die Autorin gleich noch zwei weitere Pärchen ein, die sich ineinander verlieben bzw. verliebt haben.

Wie schon in Band 1 wird die Grundidee mit den Träumen eher zur Nebensache, da sich die Autorin eher auf die Beziehungskrisen, die Schultage und den Tratschblog von Secrecy konzentriert. Auch das Auftauchen von Graysons Großmutter macht die Sache nicht besser, Livs und Mias kindische Racheaktion wirkt allenfalls aufgesetzt und unsinnig. Dadurch zieht sich die Handlung gerade am Anfang, wirkt vielmehr wie ein Lückenfüller, um das Buch irgendwie auf 400 Seiten aufzublähen. Dass darunter auch das Ende leidet und die ganze Sache so ziemlich unspektakulär und ohne wirkliche Action endet, macht das Buch noch schwächer als den ersten Band. Man fühlt sich ein wenig um das Finale betrogen, in dem Liv wenigstens noch einmal zum Zuge kommen sollte. Stattdessen ist es für sie mit einem Puff vorbei und alles ist gut.

Die Charaktere haben sich ebenfalls nur bedingt weiterentwickelt. Liv wirkt noch unreifer und kindischer als in Band 1, egal wie sehr sie mit Henry knutscht und wie erwachsen sie immer wieder auftritt. Sie scheint sich nicht weiterzuentwickeln und auf der Stelle zu treten, was sie noch blasser und ungreifbarer macht. Es fällt schwer, sich in sie hineinzuversetzen.

Auch Henry ist zu einer seltsam künstlichen Figur mutiert, die immer wieder unlogisch und schwer nachvollziehbar daherkommt. Seine Geheimnistuerei ist echt nervend, die Hintergründe mit seiner Familie wirken irgendwie inkonsistent, da er in Band 1 noch keinerlei Probleme zu haben schien, jetzt aber urplötzlich mit der geballten Ladung konfrontiert wird. Warum er mit Liv nicht spricht und sich lieber von ihr trennt, versteht man erst Recht nicht. Seine Handlungen wirken gerade ab der Hälfte kaum noch realistisch, sondern stark konstruiert, wahrscheinlich um der Beziehung zwischen Liv und Henry mehr Dramatik zu verleihen.

Lediglich Grayson, Livs Stiefbruder, bleibt dem Leser als positiver und sympathischer Charakter in Erinnerung. Seine gutmütige und liebenswerte Art kommt erst in diesem Roman so richtig zum Tragen, insbesondere als er in der zweiten Hälfte wieder stärker eigebunden wird. Auch Mia wird ein wenig wichtiger und ist dank ihrer Spitzzüngigkeit und frechen Art eine der sympathischsten Figuren in "Silber - Das zweite Buch der Träume"

Die übrigen Charaktere wirken eher wie Füllwerk, teils haben sie keinerlei Sinn, um die Handlung voranzutreiben, sondern dienen als Lückenfüller, insbesondere wenn es um die alltäglichen Szenen und Ereignisse geht. Sei es die Großmutter von Grayson und Florence, der seltsame Neuzugang in den Träumen oder Graysons Freundin Emily - sie werden eingebaut, tragen aber kaum zur Handlung bei.

Stilistisch liefert Kerstin Gier die übliche Kost - eine einfach gestrickte und geschriebene Geschichte für junge Mädchen ab 12. Wie schon in Band 1 ist "Silber - Das zweite Buch der Träume" leicht zu lesende, etwas seichte Kost für Zwischendurch, die durch viel Kitsch (in allen Richtungen) und relativ wenigen Beschreibungen besticht. Wirklich vorstellen kann man sich die wenigstens Orte - sei es London, die Schule oder die Häuser/Wohnungen. Auch an Dynamik und Action mangelt es, denn alles ist irgendwie gleichförmig beschrieben, egal ob es sich um eine Geburtstagsfeier, Liv und Henrys Dates oder eine Kampfszene in den Träumen handelt. Dieser stereotype Stil langweilt mit der Zeit und sorgt dafür, dass man hin und wieder einige Seiten überspringt.

Einzig positiv ist die tolle Aufmachung des Jugendbuches - erneut hat man ein bedrucktes Hardcover, inklusive schönem Schutzumschlag und farbigem Exlibris in den Händen. Auch die Verzierungen an den Seiten und der Tittletattle-Blog sind sehr schön aufgemacht und passen zum Buch.



Fazit:

Leider kann auch "Silber - Das zweite Buch der Träume" nur bedingt überzeugen. Kerstin Gier legt eine nette Fortsetzung vor, die am ehesten etwas für Fans des ersten Bandes ist. Sowohl inhaltlich, als auch charakterlich gibt es keine spannenden Wendungen und Entwicklungen - die Geschichte ist platt und vorhersehbar, die Figuren stagnieren und auch das Thema rund um die Träume wird nicht weiter ausgebaut. Stattdessen bekommt man eine konstruierte Rahmengeschichte, die jedoch zugunsten der Liebesgeständnisse und Beziehungskisten kaum ausgebaut wird und in einem halbgaren Finale endet. Damit ist "Silber - Das zweite Buch der Träume" leider deutlich schwächer, als Band 1 und nur was für Fans der Autorin.



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Kerstin Gier
Silber – Das zweite Buch der Träume
Erscheinungsjahr: 2014



Autor der Besprechung:
Juliane Seidel

Verlag:
FJB

Preis:
€ 19,99

ISBN:
978-3841421678

416 Seiten
Positiv aufgefallen
  • schöne Hintergrundidee
  • schöne Aufmachung des Buches
Negativ aufgefallen
  • blasse, aufgesetzte Charaktere
  • onstruierte Rahmengeschichte
  • zu starker Schwerpunkt auf Romantik und Beziehungskisten
  • sehr flaches Finale
  • Schreibstil erzeugt keine Bilder
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Rezension vom: 20.10.2014
Kategorie: Rezensionen
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