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Steelheart

Story:

Epics sind Menschen mit Superkräften. Sie beherrschen die Welt und die normalen Menschen werden von ihnen unterdrückt. Steelheart ist dabei der vielleicht mächtigste. Doch der Junge David setzt alles daran, ihn zu besiegen.



Meinung:

Rache war schon immer der beste Grund für einen Charakter zu handeln. Es ist einfach und nachvollziehbar. Und so ist es auch kein Wunder, das der Protagonist David, von Brandon Sandersons "Steelheart", dieses Gefühl gegenüber dem gleichnamigen Epic hegt.

Das Buch ist der Auftakt zu einer dreiteiligen Romanserie. Der nächste Teil "Firefight" erscheint Januar 2015 in den USA. Wann der dritte Roman "Calamity" herauskommen wird, steht noch nicht fest. Außerdem umfasst die Reihe die Kurzgeschichte "Mitosis", die bislang hier in Deutschland nicht erschienen ist.

Der Autor Brandon Sanderson ist sicherlich vor allem dafür bekannt, dass er Robert Jordans "Das Rad der Zeit"-Reihe zum Abschluss brachte, nachdem der ursprüngliche Autor verstorben war. Es sind aber auch von ihm allein geschriebene Werke hierzulande veröffentlicht worden, wie zum Beispiel "Jäger der Macht". Sanderson ist US-Amerikaner und wurde 1975 in Lincoln, Nebraska geboren. Er ist seit 2005 als Schriftsteller aktiv. Neben seiner Autorentätigkeit lehrt er außerdem an der Brigham Young Universität kreatives Schreiben.

Sie werden Epics genannt. Menschen, die seit einem Ereignis, das "Calamity" genannt wird, über außerordentliche Kräfte verfügen. Doch anstatt sie für das Gute zu benutzen, unterwerfen sie die Erde. Der mächtigste von ihnen ist Steelheart, der über die Stadt Newcago herrscht.

Seit er vor den Augen Davids dessen Vater umbrachte, hegt dieser Rachegefühle. Er hat sich in all den Jahren zu einem wahren Experten im Umgang mit den Epics gebildet. Jetzt will er den sogenannten "Rächern" beitreten, die gegen die Machthaber ankämpfen. Sein Vorteil ist sein großes Wissen über deren Schwächen. Sein Nachteil seine Unerfahrenheit. Ob er am Ende Steelheart besiegen kann?

Leser von Superheldencomics ist das Ausgangsszenario sicherlich nur allzu bekannt. Schließlich handelt es sich dabei um ein Thema, das wiederholt in diversen Serien abgearbeitet wurde. Auch der bekannteste Held von allen, Superman, wurde schon oft als Despot dargestellt. Was also bietet "Steelheart" einem Leser mit solchen Vorkenntnissen?

Zunächst einmal ein in sich logisches Universum. Alles, was der Autor schildert, hat Hand und Fuß. Er macht klar, dass viele Menschen kein Interesse am Widerstand haben, da sie in Ruhe und Frieden leben können. Auch wenn sie dafür im Austausch ihre persönliche Freiheit aufgegeben haben.

Und in dieser Welt lebt der Junge David. Und mit ihm fängt auch das Problem an. Denn Brandon Sanderson kann nicht darauf verzichten, ihn zu sehr ins Rampenlicht zu führen. Viel zu oft baut der Autor ein Szenario auf, in dem ausgerechnet sein Hauptcharakter die Rettung in letzter Minute ist. Das beginnt sehr schnell zu nerven.

Hinzu kommt auch noch, dass der Widerstand an sich dadurch inkompetent wirkt. Man fragt sich, wieso sie überhaupt so lange überleben konnten, wenn sie noch nicht mal in der Lage sind, einfachste Informationen über ihre Gegner zusammenzukriegen? Schließlich ist das David problemlos gelungen, obwohl er bei weitem nicht ihre Möglichkeiten besitzt.

Auch hat man die das Gefühl, dass Brandon Sanderson sich wirklich Mühe macht, seine Geschichte zu variieren. Man kann perfekt vorhersagen welche Figuren sich wie verhalten. Und natürlich gibt es auch die üblichen Schwierigkeiten wie einem Verräter in ihrer Mitte. Immerhin: Die Auflösung dieses Plots ist dem Autoren ausnahmsweise gelungen. Doch das ist nur ein schwacher Trost.

Am Ende ist "Steelheart" ein Roman der es noch nicht mal ansatzweise schafft, interessant zu sein. Durch den nervigen Protagonisten und die klischeehaften Charaktere kommt Spannung noch nicht einmal ansatzweise auf. Und deshalb wird das Buch auch nur "Für Zwischendurch" empfohlen.



Fazit:

Mit "Steelheart" schreibt Brandon Sanderson einen Roman, der das bekannte Superheldenthema, das ein Held auch Böse werden kann, in die Welt der Literatur überträgt. Und so schafft er ein in sich logisches Universum, was den Roman trotzdem nicht davon abhält, ein Reinfall zu sein. Das fängt bereits mit dem Hauptdarsteller David an, den der Autor zu übertrieben in den Vordergrund stellt. Schon nach kurzer Zeit nervt er. Hinzu kommt auch noch die Inkompetenz seiner Mitstreiter, bei denen man sich die ganze Zeit fragt, wieso sie überhaupt so lange überleben konnten. Auch die Vorhersehbarkeit der Geschichte ist kein gutes Zeichen. Der einzige Trost ist eine überraschende Auflösung des Verräterplots.



Steelheart - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Brandon Sanderson
Steelheart
Steelheart

Übersetzer: Jürgen Langowski
Erscheinungsjahr: 9. Juni 2014



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Heyne Verlag

Preis:
€ 17,99

ISBN:
978-3-453-26899-9

448 Seiten
Positiv aufgefallen
  • In sich logisches Universum
Negativ aufgefallen
  • David nervt
  • Inkompetenz seiner Mitstreiter nervt
  • Handlung zu vorhersehbar
Die Bewertung unserer Leser für dieses Book
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 10.09.2014
Kategorie: Rezensionen
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