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Die Auserwählte

Story:

Wenn ein Blitz Mia Price trifft, so genießt sie dies. Sie zieht diese Unwetter förmlich an. Doch nie im Leben hätte sie sich erträumt, dass ihre Gabe sie zum Ziel zweier fanatischer Gruppen macht. Wem kann sie vertrauen?



Meinung:

Was wäre wenn die Apokalypse kurz bevor steht, und du wärst eine der Schlüsselfiguren, um die sich die verschiedensten Fraktionen streiten? So lautet das Grundkonzept von Jennifer Bosworths Debütroman "Die Auserwählte". Das Buch ist jetzt im Goldmann-Verlag erschienen.

Frau Bosworth wurde in Price, Utah, USA geboren. Aktuell lebt sie in Los Angeles, wo sie es liebt, durch die Straßen der Stadt zu ziehen und sich selber Geschichten zu erzählen. Sie ist mit dem Drehbuchautoren und Regisseur Ryan Bosworth verheiratet.

Mia weiß immer, wenn ein Gewitter aufzieht. Und sie sehnt so ein Unwetter immer herbei, denn sie wird dann häufig vom Blitz getroffen. Was andere allerdings umbringt, löst bei ihr Wohlbehagen aus. Doch als eines Tages eine Freundin von einem Blitz schwer verletzt wird, zieht Mia gemeinsam mit ihrer Familie nach Los Angeles.

Doch der Zeitpunkt hätte nicht schlechter sein können. Denn ein massives Erdbeben trifft die Stadt und verwüstet sie. Da überall auf der Welt ähnliche Katastrophen basieren, gibt es auch niemanden, der sich um die Überlebenden kümmern kann. Deshalb nehmen diese ihr Schicksal selber in die Hand. Gleichzeitig beginnen auch zwei merkwürdige Kulte sich in der Stadt zu verbreiten. Und sie haben vor allem ein Ziel: Mia in ihre Reihen zu rekrutieren, mit allen Mitteln, und so ihre jeweilige Seite für die Apokalypse zu rüsten.

Die Inhaltsangabe des Romans klingt nach einer netten Dystopie, in der ausnahmsweise mal keine diktatorischen Regime die Menschen unterdrücken. Auch liest sich das Konzept einer Person, die der Spielball zweier Gruppierungen ist, nicht uninteressant. Doch wieso neigt man schon nach den ersten 75 Seiten dazu, den Roman zuzuklappen und sich anderen Dingen zu widmen? Was genau läuft da schief?

Im Grunde genommen, alles! Es gelingt Frau Bosworth nicht einmal ansatzweise, die Möglichkeiten ihres Konzepts wahrzunehmen. Stattdessen liefert sie ein Buch, welches man nur als "belanglos" bezeichnen kann, was nun wahrlich kein Lob für den Autoren ist.

Es fängt schon mit der Protagonistin an. Zu keinem Zeitpunkt wirkt sie sympathisch. Im Gegenteil: Stellenweise kann man über ihre grenzenlose Naivität nur den Kopf schütteln. Vor allem ihre Beziehung zu Jeremy, der männlichen Hauptperson funktioniert einfach nicht. Da ist zum einen die Tatsache, dass er ein Stalker ist, der zu Beginn des Buches mit einem Messer in ihrem Zimmer ist. Doch sie vergibt ihm und glaubt ihm auch nicht, dass er sie ursprünglich umbringen wollte. Dies nur als ein Beispiel dafür, wieso man häufig den Eindruck hat, dass ihre Liebe zum Blitz ihrem Gehirn nicht gut tut.

Dann ist da auch noch die Erklärung für ihre Fähigkeit. Die wird überhaupt nicht geliefert. Mia besitzt sie einfach, ohne dass ein Grund dafür genannt wird. Schade, da die Schriftstellerin hierbei einiges an Potential verschwendet. Man hätte sicherlich sonst den einen oder anderen Subplot daraus spinnen können.

Und die beiden Sekten? Werden im wahrsten Sinne des Wortes Schwarz/Weiß dargestellt. Denn die zwei Farben werden von je einer der zwei Kulte getragen. Dabei wirkt die Charakterisierung der Anhänger platt und nicht durchdacht. Sie glauben an die Apokalypse und scheinen, wie es bei Sekten nicht unüblich ist, nicht abgeneigt zu sein, den Weltuntergang notfalls künstlich herbei zu führen. Das ist dann natürlich unspannend.

Insgesamt muss man auch betonen, dass die Handlung zu keinem einzigen Zeitpunkt interessant ist. Sie langweilt und ist ohne jeglichen Höhepunkt. Positiv ausgedrückt: Wenn man das Buch liest, wird man schnell einschlafen.

Um es kurz zu machen: "Die Auserwählte" überzeugt überhaupt nicht. "Keine Empfehlung"!



Fazit:

Die Apokalypse droht zu kommen, und man ist selber eine der Schlüsselfiguren für das kommende Ereignis. Was interessant klingt, wird von Frau Jennifer Bosworth in "Die Auserwählte" leider langweilig geschrieben. Es gelingt der Autorin zu keinem Zeitpunkt Spannung zu erzeugen. Die Protagonistin wirkt unsympathisch und zu naiv. Ihre Gabe wird erst gar nicht erklärt und die Sekten überzeugen in ihrer Darstellung überhaupt nicht. Dies ist definitiv kein Buch, das man kaufen oder schenken sollte.



Die Auserwählte - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Jennifer Bosworth
Die Auserwählte
Struck

Übersetzer: Thomas Bauer
Erscheinungsjahr: 18. Februar 2013



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Goldmann Verlag

Preis:
€ 12,99

ISBN:
978-3-442-47701-2

416 Seiten
Positiv aufgefallen
Negativ aufgefallen
  • Naive Protagonistin
  • Uninteressant Geschrieben
  • Platte Charaktere
  • Sekten langweilen
Die Bewertung unserer Leser für dieses Book
Bewertung:
2
(1 Stimme)
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Rezension vom: 01.03.2013
Kategorie: Fantasy
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