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Honor Harrington Band 27: Die Feuertaufe

Story:

Die Tochter von Judith Templeton wird entführt. Ein Krieg zwischen Manticore und den Andermanern soll vom Zaun gebrochen werden. Honor Harrington geht gegen Sklaverei vor. Und wie hat sich die Waffentechnologie im Honorverse entwickelt?



Meinung:

Vorsicht! Falle! Wer diesen Titel auf Amazon kaufte, und sich nicht vorab über den weiteren Fortlauf der "Honor Harrington"-Serie informierte, dürfte enttäuscht sein. Anstatt der erhofften Fortsetzung entpuppte sich der Band "nur" als neue Anthologie, ganz im Gegensatz zu den Informationen, die man beim Online-Händler und beim Verlag direkt erhielt. Hier wurde bei der Kommunikation mit dem Kunden geschlampt.

Dabei war es für die Fans der Reihe offensichtlich, dass der nächste Titel eben jene Anthologie sein würde. Schließlich war sie in den USA nach "Mission of Honor" das nächste Buch, welches herauskam. Und bislang hielt sich der Bastei Lübbe-Verlag an die Erscheinungsweise.

In "Feuertaufe", so der Titel des Buches, versammelte David Weber wieder Autoren um sich, mit denen er bereits früher zusammenarbeitete. Sowohl Timothy Zahn als auch Jane Lindskold haben schon in anderen Anthologien des Honorverse Erzählungen geliefert. Dies sind allerdings nicht die einzigen Beiträge der Beiden im Universum der Honor Harrington. Jane Lindskold hat mit "Fire Season" einen Beitrag zur Jugendbuch-Reihe des Honorverse geschrieben, während Timothy Zahn demnächst eine Roman-Trilogie schreiben wird, die in der Frühzeit des Sternenkönigreichs von Manticore stattfinden wird. Ob und wann diese Bücher hierzulande erscheinen, ist leider unklar.

Vier Geschichten erwarten den Leser. Wobei die letzte keine richtige Erzählung ist, sondern purer Techno-Babble. "Einführung in die Entwicklung moderner Sternenschiff-Panzerungen" ist dabei nur für hartgesottene "Honor Harrington"-Fans zu empfehlen, die wirklich alle Details ihrer Lieblingsreihe erfahren wollen. Für alle anderen liest sich der Text zwar ganz nett. Doch am Ende ist er für sie zu trocken.

Erfreulich ist David Webers Beitrag. Vielleicht liegt es an der Kürze der Geschichte, aber "Auf zum Tanz!" ist die vielleicht beste Erzählung, die der Schriftsteller in der letzten Zeit schrieb. Weder liefert er weit ausschweifende Erklärung, noch wirkt seine Honor zu sehr wie eine Fleisch gewordene Göttin. Auch die Darstellung der Gegenspieler ist erfreulich differenzierter ausgefallen, auch wenn sie natürlich immer noch Arschlöcher sind.

Die Geschichte liefert einen Blick in die Vergangenheit der Titelheldin. Erzählt wird, wie sie einst ein Sklavenlager aushob und dabei gegen sämtliche Befehle ihrer Vorgesetzten verstieß. Mit dieser Aktion, die in der Anthologie "Die Raumkadettin von Sphinx" erwähnt wurde, erlangt sie den Respekt des Audubon Ballrooms.

Hierbei ist übrigens interessant, wie der deutsche Übersetzer Ulf Ritgen arbeitete. Anstatt, wie sein Kollege Dietmar Schmidt "Let's Dance!" salopp mit "Tänzchen gefällig" zu übersetzen, hat er eine wortwörtliche Interpretation gewählt, nämlich "Auf zum Tanz". Eine Entscheidung, die deutlich besser als Schlachtruf interpretiert werden kann.

Die Geschichte "Ruth", von Jane Lindskold, enttäuscht dagegen. Sie liest sich im Vergleich zu "Auf zum Tanz!" hölzern. Zu keinem Zeitpunkt hat man wirklich das Gefühl, dass die kleine Ruth in Gefahr ist. Außerdem liest sich die Geschichte zäh, was vor allem daran liegt, dass eine direkte Konfrontation zwischen den wahren Drahtziehern und der Mutter fehlt. Stattdessen erhält man ein merkwürdiges Ende, in der die Verantwortlichen vor den Konsequenzen ihrer Pläne gestellt werden. Dabei fällt jedoch eine emotionale Reaktion, so dass der Schluss unbefriedigend wirkt.

Timothy Zahns Beitrag liegt zwischen den beiden Erzählungen. Es ist eine nette Agentengeschichte, mehr aber auch nicht. Gut ist der Auftritt von Chien-Lu Anderman, der einmal mehr zeigt, wieso er eine der besten Figuren des Honorverse ist.

Am Ende ist "Die Feuertaufe" keine schlechte Anthologie. Es ist im Gegenteil sogar einer der besseren "Honor Harrington"-Bände der letzten Zeit. Daher sollte man "Reinschauen".



Fazit:

"Honor Harrington: Die Feuertaufe" ist die fünfte Anthologie im sogenannten Honorverse. David Weber hat erneut eine Anzahl an bekannten Autoren versammelt, die bereits früher Geschichten über seine Heldin schrieben. Dabei liefert Weber die vielleicht beste Arbeit seit einiger Zeit ab. "Auf zum Tanz" gefällt rundum. Hierbei fällt auch die Übersetzung von Dr. Ulf Ritgen positiv auf. Timothy Zahns "Ein kriegerischer Akt" ist ebenfalls eine gute Geschichte, während Jane Lindskolds "Ruth" die einzige Enttäuschung in dem Band ist.



Honor Harrington Band 27: Die Feuertaufe - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

David Weber, Jane Lindskold, Timothy Zahn
Honor Harrington Band 27: Die Feuertaufe
In Fire Forged

Übersetzer: Dr. Ulf Ritgen
Erscheinungsjahr: 17. August 2012



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Bastei Lübbe

Preis:
€ 9,99

ISBN:
978-3-404-20662-9

520 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Beste Arbeit von David Weber seit langem
  • Gelungene Übersetzung
  • Timothy Zahns Beitrag
Negativ aufgefallen
  • Jane Lindskold enttäuscht
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Rezension vom: 27.02.2013
Kategorie: Science Fiction
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