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Kochen - Die neue große Schule

Story:
Vom Einkauf der Zutaten bis zum Dessert – die "Neue große Schule" will auch den Unerfahrendsten zum Hobbykoch machen.

Meinung:
Es soll sie ja tatsächlich geben, die Männer oder Frauen, die noch nicht einmal unfallfrei Wasser erhitzen können. Mit diesem Buch sollte fast jeder zumindest die Grundlagen des Kochens lernen können. Dabei fängt der Band aus der berühmten "Reihe mit dem Löffel" wirklich ganz am Anfang an, nämlich beim Einkaufen der Zutaten. Wieviel Suppe braucht man als Vorspeise für vier Personen? Was bedeutet "Güteklasse I" bei Obst oder Gemüse? Solche und andere Fragen werden kurz beantwortet. Außerdem widmet sich der erste Abschnitt dem Essen als Energielieferanten für den Körper, der Welt der Gewürze und Kräuter oder der Konservierung von Lebensmitteln (auch die gute alte Käseglocke ist vertreten), der grundlegenden Küchenausrüstung und den häufigsten Handgriffen. Es mag für den erfahrenen Hobbykoch lächerlich erscheinen, aber auch das Zerdrücken einer Knoblauchzehne oder das Spicken einer Zwiebel muss man einmal erklärt bekommen. Dazu kommen mehrere Seiten mit Menuvorschlägen, vom einfachen, preiswerten Alltagsessen bis zur festlichen Tafel.

Die restlichen Abschnitte widmen sich jeweils einer Zutat, von Eierspeisen über Nudeln, Reis, Geflügel und Hackfleisch bis zu Saucen und Desserts. Diese Kapitel beginnen jeweils mit den wichtigsten grundlegenden Zubereitsarten. Dabei bekommt man tatsächlich in sechs Schritten, jeweils mit einem Foto, erklärt, wie man vom rohen zum gekochten Ei kommt – wahlweise wachsweich, weich oder hartgekocht. Wer damit immer noch nicht zurecht kommt, sollte sich aus der Küche fernhalten, seiner eigenen und der Gesundheit der anderen zuliebe. Im Anschluss wird es komplexer. So werden gleich 24 Möglichkeiten, Rühreier aufzupeppen, vorgestellt, gefolgt von Varianten für Omletts, Crêpes, Pfannkuchen und sogar Soufflés. Analoges gilt für die anderen Abschnitte. Beim Gemüse lernt man nach den Grundlagen – Blanchieren, Dämpfen, Dünsten, Kochen und Braten – unter anderem die "Beststeller des Wochenmarkts" kennen oder auch verschiedene Möglichkeiten für Rohkost und Salat.

Wer ausgefallene, um nicht zu sagen überkünstelte Rezepte wie aus dem teuren Restaurant sucht, wird hier nicht fündig. "Kochen – Die neue große Schule" ist tatsächlich ebendieses, eine Schule, die bei den Grundlagen beginnt. Auch wer Inspiration für die Ausweitung des eigenen Rezeptportfolios erhofft, dürfte weitgehend enttäuscht werden. Zu den vorgestellten Grundrezepten werden zwar auch Varianten präsentiert, oft sogar viele davon, aber die meisten dürfte man zumindest vom Essen her kennen. Wer aber erst einmal die Grundlage für ein eigenes Rezeptportfolio legen möchte, ist mit diesem Buch sehr gut bedient. Mit den vorgestellten Speisen sollte man eine Familie mühelos satt bekommen, ohne sich allzuoft zu wiederholen.

Die Rezepte werden in unterschiedlichem Detailreichtum vorgestellt: Die Grundlagen ausführlicher, die Varianten kürzer. Das ist sinnvoll, denn wer einmal beispielweise einen Eintopf kochen kann, der muss nicht den provenzialischen Gemüseeintopf oder den Linsen-Eintopf im Speziellen in aller Ausführlichkeit erläutert bekommen. Da wird der Platz besser für eine oder zwei Variationen mehr genutzt.

Was nicht jedem Leser gefallen dürfte ist die doch sehr geschäftsmäßige, unpersönliche Atmosphäre des Buches. Das mag für eine grundlegende Schule angemessen sein, ein wenig vermisst man eine persönliche Handschrift aber doch. Man kann sich sozusagen kein "Gesicht" zu dem Lehrer vorstellen, der in dieser "Neuen großen Schule" unterrichtet. Dazu passt es, dass neben Arnold Zabert, der für Konzept und Realisation verantwortlich war, gleich ein ganzes Team an dem Band mitgearbeitet hat, auf dem Cover aber überhaupt kein Name steht. Zabert ist einer der beiden Gründer des Zabert Sandmann Verlags, in dem dieses Buch erschienen ist.

Für ein Kochbuch nicht unwichtig ist die optische Gestaltung und die Fotos. Die kann in "Kochen – Die neue große Schule" im Rahmen des Sinnvollen überzeugen. Auch die Fotos sind eher geschäftsmäßig-nüchtern als künstlerisch, aber durchweg von hoher Qualität. Schließlich soll man etwa beim Kochen von Pellkartoffeln sehen, was man tun soll, und nicht vom Foto begeistert sein. Zum Angeben auf dem berühmten Kaffeetisch oder zum kaloriensparenden "virtuellen Speisen" mit dem Finger auf den Kochbuchseiten eignet sich der Band eher nicht. Dieses Buch gehört in die Küche in den praktischen Einsatz, wo es dem angehenden Hobbykoch oft ein wertvoller Ratgeber sein wird.

Fazit:
Die "Neue große Schule" ist genau das, ein Lehrbuch des Kochens von den Grundlagen bis zur hinreichend abwechslungsreichen Alltagsküche. Diese Aufgabe erfüllt der Band sehr gut, aber einen Tick zu geschäftsmäßig-unpersönlich.

Kochen - Die neue große Schule - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Arnold Zabert (Konzept und Realisation) u. a.
Kochen - Die neue große Schule
Erscheinungsjahr: 1993



Autor der Besprechung:
Henning Kockerbeck

Verlag:
Zabert Sandmann Verlag

ISBN:
3-89350-202-5

292 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Was der Band tun will, tut er sehr gut
  • Wer damit nicht zumindest ein einfaches Essen zustande bringt, sollte den Versuch lieber aufgeben
Negativ aufgefallen
  • Die Atmosphäre ist doch etwas sehr geschäftsmäßig-unpersönlich geraten
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Rezension vom: 26.11.2012
Kategorie: Ratgeber
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