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Star Trek - New Frontier 5: Ort der Stille

Story:

Seit dem Fall des thallonianischen Imperiums ist Si Cwan auf der Suche nach seiner Schwester. Und endlich scheint er eine Spur von ihr gefunden zu haben. Doch ist er nicht der einzige, der nach ihr sucht. Auch eine Rasse räuberischer Wesen, genannt die Hunde des Krieges, kommt ihr näher. Und so beginnt ein Wettlauf, wer das Objekt der Begierde als erstes erreicht.



Meinung:

Die Werke von Peter David sind wie eine Überraschungstüte. Man weiß nie, was einen im Inneren erwartet. Wenn er gut drauf ist, wird es ein Roman wie The Captain's Table - Gebranntes Kind. Wenn nicht, kommt ein Werk wie Märtyrer heraus. Und so stellt sich die Frage, wie "Ort der Stille" ausfallen wird.

Neben seiner Tätigkeit als Diplomat an Bord der Excalibur, bemühte sich Si Cwan auch darum, eine Spur von seiner verloren geglaubten Schwester zu finden. Dies war jedoch alles andere als einfach, und oft genug musste er die Suche abbrechen, weil er einer falschen Fährte folgte. Doch jetzt sind die Dinge anders. Jetzt ist er sich sicher, dass er ungefähr weiß, wo sie sich befindet. Und so macht er sich mit einigen Offizieren des Föderationsraumschiffes auf, um herauszufinden, ob er dieses Mal richtig lag.

Doch ist er nicht der einzige, der der Spur folgt. Auch eine Rasse von räuberischen Wesen, genannt die Hunde des Krieges, folgt ihr. Und ihre Vorgehensweise ist dabei alles andere als zurückhaltend. Ohne Rücksicht auf Verluste zerstören und ermorden sie alles und jeden, der ihnen im Weg steht. Aber auch eine dritte Fraktion mischt mit. Ein gewisser Xyon, ebenso wie Mackenzie ein Xenex. Doch was ist sein Ziel?

Wenn man "Ort der Stille" durch hat, hat man ein gemischtes Gefühl. Einerseits ist der Roman wirklich klasse, andererseits hat er aber auch einige Schwächen. Doch was überwiegt im Nachhinein, was dominiert den Gesamteindruck?

Positiv fällt natürlich der typische Peter David-Humor auf. Vor allem die Dialoge zwischen Zak Kebron, Soleta und Si Cwan sind erneut herrlich geraten. Allein die Szene, in der Soleta sich hinter das Steuer eines Abfangjägers setzt und diesen zum ersten Mal fliegt, und dabei gleich besser ist, als die beiden anderen, ist zum Piepen. Oder die verschiedenen Charakterisierungen der Hunde des Krieges, die teilweise stark übertrieben sind. Oder, oder, oder. In dieser Hinsicht ist Peter David ganz der Alte.

Die Story an sich liest sich äußerst spannend. Die Suche nach dem Mädchen durch die verschiedenen Fraktionen erinnert an einen Thriller, in der es auf jeder Seite eine überraschende Wendung gibt. Vor allem Xyon ist dabei ein interessanter Faktor, der viel Spannung in die Handlung bringt. Es bleibt lange unklar, was seine wahren Motive sind. Erst am Ende des Romans wird seine Motivation enthüllt.

Was man nicht von den Hunden des Krieges behaupten kann. Abgesehen von ihrer dürftigen Charakterisierung erfährt man kaum etwas über sie. Man weiß zwar, dass sie auf der Suche nach dem Ort der Stille sind, doch wieso und weshalb bleibt unklar.

Der titelgebende Ort der Stille ist ebenso eine Enttäuschung. Im Grunde handelt es sich hier um einen typischen MacGuffin, einem Plot-element ohne wirkliche Bedeutung. Zwar versucht Peter David am Ende diesem mythologischen Ort etwas Gewichtigkeit zukommen zu lassen. Doch wirkt dieser Versuch eher halbherzig, so als ob er nur etwas Seiten schinden wollte.

Am stärksten ärgert jedoch, dass die Crew der Excalibur bis auf wenige Ausnahmen keine große Rolle spielt. Der Roman kommt im Prinzip gut ohne sie aus, was schade ist. So bleiben viele Plots unaufgelöst, wie beispielsweise die Schwangerschaft von Selar. Das wird wohl nur im nächsten Teil der Serie aufgelöst.

Und so überwiegt das Negative das Positive. Nur die Tatsache, dass es ein Peter David-Roman ist, verhindert eine enttäuschende Bewertung. Dennoch bleibt das Buch Mittelmaß und so nur "Für Zwischendurch" etwas.



Fazit:

Mit "Ort der Stille" zeigt Peter David erneut alle Facetten seines Könnens. Der Humor ist grandios und die Geschichte liest sich spannend. Wären da nicht die kleinen Mankos. Die Hunde des Krieges werden nur notdürftig charakterisiert, der titelgebende Ort entpuppt sich als MacGuffin und die Crew der Excalibur taucht kaum auf. Dabei kann es der Autor besser.



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Peter David
Star Trek - New Frontier 5: Ort der Stille
Star Trek - New Frontier: The Quit Place

Übersetzer: Bernhard Kempen
Erscheinungsjahr: 21. November 2012



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 12,80

ISBN:
978-3-9426498-05-6

255 Seiten
Positiv aufgefallen
  • In Sachen Humor Erstklassig
  • Spannende Handlung
Negativ aufgefallen
  • Ort der Stille ist ein MacGuffin
  • Motivation der Hunde des Krieges unklar
  • Crew der Excalibur kommt kaum vor
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Rezension vom: 22.11.2012
Kategorie: Science Fiction
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