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Gambler-Zyklus IV: Endgame

Story:

Danny Sims hat den Mut zum Leben verloren. Seit er von seinem Kameraden beinahe zu Tod verprügelt wurde, vegetiert er geradezu vor sich hin. Er vermeidet den Kontakt zur Realität und bringt damit alle, die sich um ihn kümmern, zur Verzweiflung. Kann ein erneuter Angriff der Hewitts ihn aus seiner Isolation herausreißen?



Meinung:

"Endgame" ist ein sehr zutreffender Titel für den letzten Band des "Gambler-Zyklus". In diesem Buch entscheidet sich nicht nur das Schicksal der Erde, sondern auch das von Danny Sims. Stellt sich nur die Frage, ob Frau Gavènis das hohe Niveau der Vorgängerromane halten kann.

Es war zu erwarten: Der Druck, der auf Danny Sims lastet, wurde zu groß für ihn. Er ist zusammengebrochen und hat sich in sich selbst zurückgezogen. Auslöser war eine tätliche Attacke von Kameraden auf ihn. Diese machten ihn, unberechtigterweise, für den Tod eines ihrer Freunde verantwortlich machten. Beinahe waren sie erfolgreich und hätten ihn umgebracht. Doch in der letzten Sekunde konnte er sich retten. Doch er fiel bald darauf ins Koma, weil sein Körper auf ein Narkosemittel fatal reagierte.

Als er wieder zu sich kommt, ist er vollkommen verändert. Er vermeidet jeden Kontakt mit anderen und sehnt sich nach der Schwärze der Bewusstlosigkeit. Seine Apathie löst große Besorgnis bei allen aus. Selbst mit Mady, seiner Schützin und auch gleichzeitig Liebe, vermeidet er jeglichen Kontakt. Erst ein neuer Angriff der Hewitts kann ihn aus der Isolation herausreißen. Langsam läuft er zur allerdings wieder alten Form auf, als es zu einer Katastrophe kommt. Bei einer weiteren Attacke wird er von einem Amöboiden berührt. Da alle anderen Menschen bei einer solchen Berührung starben, bedeutet dies auch für ihn das Todesurteil. Oder etwa nicht?

Um es vorweg zu nehmen: Endgame ist der bislang beste Roman des Zyklus. Die Autorin schreibt ein Buch, welches von der ersten bis zur letzten Seite spannend ist und einen geradezu zwingt, weiter zu lesen. Man sollte also Zeit mitbringen, wenn man erneut in die Abenteuer von Danny Sims eintaucht.

Wobei es ihm zu Beginn des Buches nicht gut geht. Der fast tödliche Angriff auf ihn war der berühmte Tropfen zu viel. Schon vorher war ihm anzumerken, dass die Situation und der Druck an ihm nagten. Doch schien es so, als ob er es aushalten könnte. Das hat die Attacke gründlich geändert.

Sowohl für seine Freunde und Bekannten als auch für den Leser ist es schockierend, wie er auf die Tat reagiert. Er ist wie ausgewechselt, was einem richtig ans Herz geht. Diese Apathie oder Katatonie, in der er sich befindet, steht nicht für den tatenhungrigen Danny, den man von früher her kannte. Fast wirkt es egoistisch, wenn die Autorin seine Isolation beschreibt. Doch dann erkennt man, dass man dadurch die Tragweite des tätlichen Angriffes auf ihn verkennt. Die rassistisch motivierte Tätigkeit hat in ihm die Warnungen seiner Mutter bestätigt, eine Erkenntnis, die einen erschrickt.

Doch natürlich kann die Autorin ihren Helden nicht allzu sehr in Selbstmitleid suhlen lassen. Irgendwann muss er schließlich wieder selbst aktiv werden und die Geschicke der Handlung wieder übernehmen. Sie löst dieses Problem auf geschickte Art und Weise, die auch gleichzeitig die Skrupellosigkeit seiner Vorgesetzten zeigt. Für sie zählt das Schicksal der Erde, und um den Planeten zu retten ist ihnen selbst die simpelste Schockmethode genehm. Da ist es egal, ob sie gegen irgendwelche Regeln verstoßen.

Hier zeigt Frau Gavènis erneut die kalte und harte militärische Logik, die einem bereits im letzten Band einen Schauer über den Rücken jagte. Und das schlimme ist, das die Militärs mit ihren Methoden Wirkung zeigen. Ohne den Regelverstoß würde Danny immer noch in Katatonie versunken sein und versucht sein, alle auf Armeslänge zu halten.

Der Konflikt mit den Hewitts wird auf eine überraschende und sehr elegante Art und Weise gelöst. Zier zeigt sich, dass die Autorin sich ihre Gedanken gemacht hat. Denn sie zeigt, dass nicht alles so ist, wie es zu sein scheint. Der Ausweg aus dieser Situation erfolgt über eine ungewöhnliche Nutzung der Gambler-Fähigkeiten von Danny Sims. Es ist in diesem Fall schön zu sehen, dass Frau Gavènis nicht die einfachste Lösung genommen hat.

Ebenso wunderbar ist auch, dass sie Tad Thornsberg kaum auftauchen lässt. Im Vergleich zu den vorherigen Romanen sind seine Auftritte stark reduziert, so dass er nicht mehr so viel nervt, wie ursprünglich. Noch immer ist er eine blasse Figur, die einiges an Tiefe vermissen lässt. Doch kann man dies verschmerzen, da seine Präsenz stark vermindert wurde.

"Endgame" ist ein gelungener Abschluss des Zyklus. Kaum hat man angefangen zu lesen, will man auch wissen, wie es zu Ende geht. Der Roman ist auf jeden Fall ein "Klassiker", wenn auch, dank Tad Thornsbergs Präsenz, einer mit Schönheitsfehlern.



Fazit:

"Gambler-Zyklus IV: Endgame" bildet Höhepunkt und Abschluss von Frau Susanne Gavènis Romanreihe. Noch einmal zieht die Autorin alle Register ihres Könnens und präsentiert eine äußerst spannende Geschichte. Sie zeigt ihren Helden in einem sehr verwundbaren Moment und schreckt auch nicht vor der Tragweite der Taten zurück, die auf ihn verübt wurden. Diese Darstellung schockiert ebenso, wie nüchterne militärische Logik, die alles daransetzt, um ihn aus seiner selbstgewählten Isolation herauszureißen. Sehr schön ist auch die Auflösung des Konflikts mit den Hewitts geworden. Hier entschied sich die Schriftstellerin nicht für die naheliegenste und einfachste Variante, sondern probiert einen anderen Weg, der hervorragend funktioniert. Einziger Wehrmutstropfen ist die Präsenz von Tad Thornsberg, dessen Beitrag zum Roman jedoch drastisch zurückgefahren wurde.



Gambler-Zyklus IV: Endgame - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Susanne Gavènis
Gambler-Zyklus IV: Endgame
Erscheinungsjahr: 13. Februar 2012



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Aavaa Verlag

Preis:
€ 11,95

ISBN:
978-3-86254-479-0

263 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Präsenz von Tad Thornsberg stark zurückgefahren...
  • Danny Sims wird in einem sehr zerbrechlichen Moment gezeigt
  • Auflösung des Konflikts mit den Hewitts
  • Spannend von der ersten bis zur letzten Seite
Negativ aufgefallen
  • ...der allerdings dennoch immer noch blass wirkt
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Rezension vom: 30.06.2012
Kategorie: Science Fiction
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