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Perry Rhodan Neo 20: Die schwimmende Stadt

Story:

Perry Rhodan und seine Begleiter landen auf Reyan, einem weiteren Planeten des Wega-Systems. Dort gelangen sie in einen Konflikt zwischen den Bewohnern der Welt und müssen sich entscheiden, ob sie eingreifen sollen oder nicht. Denn es droht die Gefahr eines Zeitparadoxons.



Meinung:

Mit "Die schwimmende Stadt" greift der Autor Hermann Ritter ein weiteres Mal für "Perry Rhodan Neo" in die Tasten. Sein Debüt lieferte er mit Band 13 Schatten über Ferrol. Wird sein zweiter "Neo"-Roman endlich die dritte Staffel aus ihrer Mittelmäßigkeit herausreißen?

Perry Rhodan und seine Begleiter treten aus dem Transmitter hinaus in eine unbekannte Station. Nachdem man sie dort in eine Falle lockte, konnten sie mit Mühe und Not fliehen. Schnell stellt sich heraus, dass sie auf Reyan gelandet sind, einer Wasserwelt im Wega-System. Was noch wichtiger ist: Sie befinden sich immer noch in der Vergangenheit, zu einem Zeitpunkt, der für das Ferrol-System eine tragische Bedeutung hat. Schon bald stehen sie vor dem Dilemma, entweder in die Zeit einzugreifen, und damit ein Paradoxon zu verursachen, oder es so belassen, wie es kommen soll, und so den Tod vieler Lebensformen zu verantworten.

In der Gegenwart ist Eric Manoli auf der Suche nach weiteren Überbleibseln der Arkoniden. Gemeinsam mit dem Archäologen Aescunnar macht er sich auf den Weg nach Titan, begleitet von Gucky. Doch über der Welt stürzt ihr Raumschiff ab, und so müssen sie sich innerhalb kürzester Zeit zum arkonidischen Wrack begeben, welches Julian Tifflor und seine Freunde entdeckten. Die Zeit drängt, denn der Raumanzug von Manoli hat ein Leck und er verliert Sauerstoff.

Wer sich noch an "Perry Rhodan Neo Band 13: Schatten über Ferrol" erinnert, dem dürfte vor allem der Handlungsfaden rund um Julian Tifflor im Kopf hängengeblieben sein. Dass der Junge und seine Freunde mal eben kurz ein Raumschiff stehlen und lenken konnten, ohne dass es dabei zu einer Katastrophe kam, wirkte unlogisch. Und tatsächlich macht sich Hermann Ritter in seinem zweiten Roman über diesen Plot lustig. Er kommentiert durch Eric Manoli die damaligen Ereignisse, und deutlich spürt man dabei das Augenzwinkern, mit dem er dem Leser klar macht, dass er sich bewusst ist, dass seine Erzählung damals sehr konstruiert wirkte.

Dabei wirkt diese Passage nicht aufgesetzt, sondern fügt sich auf eine gelungene Art und Weise in den Allgemein-Plot ein. Und tatsächlich gelingt es Herrn Ritter eine durchaus spannende Geschichte zu schreiben. Vor allem der Handlungsfaden rund um Eric Manoli ist an Nervenkitzel nicht zu überbieten.

Eindrucksvoll beschreibt er, wie der Arzt trotz der Lebensgefahr auf Titan in der Lage ist, zu funktionieren. Dadurch wird auch klar gemacht, dass der gute Doktor eben auch militärisch gedrillt ist. Auch ist es schön, dass er durch seine eigene Handlungssequenz charakterlich weiter ausgebaut wird. Die Figur wirkt neben Perry Rhodan und Reginald Bull sehr sympathisch und schon fast geerdet.

Die beiden letztgenannten haben jedoch ein nicht minder spannendes Abenteuer. Die Erlebnisse auf Reyan bieten einige interessante Aspekte, die für die kommenden Ausgaben sicherlich von Bedeutung sein werden. Und, um es auch hier hervorzuheben: Perry Rhodan ist endlich ein Macher und ein Entscheider. Mit dem Zauderer der ersten Ausgaben hat diese Figur nichts mehr gemein.

Die Darstellung ihres neuen Aufenthalts fällt im Verhältnis zur Handlung relativ spartanisch aus. Trotzdem gelingt dem Autoren problemlos, die Welt lebendig darzustellen. Seine Darstellung des Konfliktes zwischen den Meeresbewohnern und den Landbewohnern trägt deutlich mit dazu bei, dass die Epoche und der Planet einem auch nach dem Ende des Romans im Kopf hängen bleiben.

Allerdings passieren den handlungstragenden Figuren erneut sehr viele, ungewöhnliche Zufälle. Da drohen Perry Rhonda und seine Begleiter auf der Meeresoberfläche zu zerschellen, als sie urplötzlich aufgefangen werden. Genauso zufällig müssen Eric Manoli und seine beiden Kameraden auf Titan notlanden, befinden sich allerdings nicht so weit von dem Wrack entfernt, welches Julian Tifflor und seine Freunde entdeckten. Diese glücklichen Momente haben schon in Hermann Ritters erstem "Neo"-Roman genervt. Hier ist es nicht anders.

Ebenso stört es, dass schon wieder ein Raumschiff vernichtet wird. Mittlerweile fühlt man sich an "Star Trek: Voyager" erinnert, wo ebenfalls trotz eigentlich knapper Ressourcen, alle Nase lang ein Shuttle verloren ging. So etwas wirkt einfach unglaubwürdig.

Auch die Sache mit dem Zeitparadoxon irritiert. Zuerst bemüht sich Perry darum, ja keins auszulösen. Nur um dann später alle Bedenken über Bord zu werfen und versuchen die Zeit zu verändern. Und besonders das Ende dieses Plots regt einen auf. Ohne jetzt allzu viel zu verraten: Es führt eigentlich alle Überlegungen seitens Perry Rhodans und seiner Begleiter bezüglich der Sorge um ein Eingreifen ad absurdum.

Die dritte Staffel von "Perry Rhodan Neo" ist zur Hälfte vorbei, und bislang konnte kein Roman wirklich überzeugen. Auch Hermann Ritters Geschichte "Die schwimmende Stadt" ist trotz guter Ansätze genau wie die Vorgänger nur etwas "Für Zwischendurch". Und inzwischen muss man sich wirklich fragen, ob die Qualität wirklich jemals wieder steigen wird. Denn danach sieht es aktuell nicht aus.



Fazit:

Hermann Ritter schreibt mit "Die schwimmende Stadt" seinen zweiten Roman für "Perry Rhodan Neo". Die beiden Handlungsfäden der Ausgabe werden von ihm sehr spannend geschrieben. Und auch die Figuren, besonders Eric Manoli entwickeln sich weiter. Negativ fallen einem erneut die vielen Zufälle auf. Auch der wiederholte Verlust arkonidischer Technik, bzw. Raumschiffe nervt. Am allermeisten enttäuscht jedoch der Umgang mit dem Thema Zeitparadoxon. Zuerst wird ein großes Gewehe darum gemacht, nur um dann am Ende schon fast unter den Teppich gekehrt werden.



Perry Rhodan Neo 20: Die schwimmende Stadt - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Hermann Ritter
Perry Rhodan Neo 20: Die schwimmende Stadt
Erscheinungsjahr: 22. Juni 2012



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Pabel Moewig Verlag

Preis:
€ 3,90

161 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Darstellung von Reyan
  • Eric Manolis Figur wird weiter ausgebaut
Negativ aufgefallen
  • Schon wieder ein Raumschiffabsturz
  • Zu viele Zufälle
  • Thema Zeitparadoxon
Die Bewertung unserer Leser für dieses Book
Bewertung:
2
(1 Stimme)
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Rezension vom: 27.06.2012
Kategorie: Science Fiction
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