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Schattenpakt

Story:

Duivel, Missouri, ist von außen gesehen eine normale Stadt. Doch tief unter der Erde existiert etwas Böses, dessen Einfluss einen Teil der Metropole beeinflusst hat. Regelmäßig werden Kinder verschleppt. Und in einer solchen Situation greift dann Cassandra Archer ein. Sie hat sich darauf spezialisiert, jene Entführten zu finden. Doch ihr neuster Fall könnte sie schon bald an die Grenzen ihrer Kräfte führen.



Meinung:

Inzwischen hat das Urban Fantasy-Genre zahlreiche unterschiedliche Interpretationen erfahren. Fast immer ist etwas passiert, dass die Magie und phantastische Geschöpfe wieder in unsere Realität brachte. Da hebt sich "Schattenpakt" wohltuend aus der Menge hervor.

Bei dem Roman handelt es sich um das Debüt-Werk der amerikanischen Autorin Lee Roland. Über ihr Leben ist nicht viel bekannt, außer, dass sie in Florida lebt und verheiratet ist. Ihr literarisches Vorbild ist Stephen King.

Wenn jemand in Duivel ein Kind verliert, und die Polizei nicht weiter weiß, wird Cassandra Archer aktiv. Sie ist eine von der Muttergottheit persönlich ausgewählte Frau, die sich darauf spezialisiert hat, entführte Kinder aufzufinden. Denn die Spur führt meistens in die Bouvers, den Slums der Stadt. Und dort existieren Kreaturen, die man einfach nur als Monster bezeichnen kann. Kein Wunder, liegt die Stadt doch über einem Gefängnis, in dem eine uralte, böse Wesenheit sitzt.

Ihr neuster Auftrag stellt sie jedoch vor große Probleme. Sie erhält unter anderem den Auftrag, die dreizehnjährige Schwester des äußerst attraktiven Detective Flynn aufzusprüen. Das Problem ist, dass die Zeit drängt. Bald ist Dunkler Mond, eine Nacht voller Bedeutung für die Magie. Und so muss Cassandra alles daran setzten, rechtzeitig das Mädchen und die anderen Entführten zu finden. Denn sonst blüht diesen ein schreckliches Schicksal.

Lee Roland versucht mit ihrem Debüt-Werk erst gar nicht, einen Vergleich mit den Genre-Größen Patricia Briggs oder Illona Andrews aufkommen zu lassen. Sie wählt ein Szenario, dass eigenständig ist. Das Konzept der Stadt Duivel liest sich höchstinteressant.

Besonders die Bouvers wirken äußerst lebendig. Die Autorin baut wiederholt Details ein, mit denen sie diesen Bezirk interessant bleiben lässt. Vor allem die Idee, dass nur wenige diesen Stadtteil überhaupt bewusst wahrnehmen können, hat etwas für sich. Und Frau Roland entwickelt diesen Einfall auch konsequent weiter, in dem sie zeigt, was mit den Leuten passiert, die das erste Mal in das Viertel gelangen und ihn so bewusst wahrnehmen.

Und auch sonst merkt man, dass die Schriftstellerin ideenreich ans Werk gegangen ist. Viele Einfälle, wie beispielsweise die Rolle der Großen Mutter, die Cassandra beauftragt, wurden in dieser Form noch nie zuvor verwendet. Es sind diese Momente, wenn dem Leser wieder etwas Neues präsentiert wird, die den Roman dann lesenswert machen.

Allerdings will der Funke nicht wirklich überspringen. Es ist nicht so, dass die Handlung langweilig ist. Im Gegenteil: Schon der Beginn der Story ist höchst actionreich. Und auch danach lässt Frau Roland den Plot selten zur Ruhe kommen, ohne wenigstens ab und zu etwas einzubauen, was das Herz schneller schlagen lässt.

Das Problem liegt vielmehr in den Protagonisten, die oberflächlich wirken. Augenblicke, in denen die Autorin ihre Helden näher charakterisiert wirken halbherzig und nicht überzeugend. Vor allem, weil sie dazu neigt, bestimmte Eigenschaften wiederholt zu betonen. Immer wieder erfährt man, dass Detective Flynn verdammt sexy aussieht. Doch hat man dies eigentlich schon beim ersten Mal mitgekriegt, so dass die erneuten Schilderungen seines Aussehens bald nerven.

Ebenso will auch keine rechte Spannung aufkommen. Denn trotz aller Action geschieht nichts, was einen wirklich dazu bringen könnte, weiterzulesen. Zwar sind einige nette Momente dabei, wo man sich beispielsweise ein Auflachen nicht verkneifen kann. Doch sind dies nur Schlaglichter, nach denen es wieder mühsam wird, der Handlung zu folgen. Erst auf den letzten 100 Seiten nimmt die Schilderung endlich genügend Fahrt auf, so dass man das Buch erst dann zuklappt, wenn die Story vorbei ist.

Das Buch hat durchaus Potential. Doch gelingt es Frau Roland nicht, dieses wahrzunehmen. So ist es nur etwas "Für Zwischendurch".



Fazit:

Lee Rolands Debüt-Werk "Schattenpakt" ist ein Roman, der viele gute Ideen hat. Die Stadt Duivel mit den Bouvers oder die Rolle der Großen Mutter sind Einfälle, die das Buch lesenswert machen. Demgegenüber stehen allerdings die Figuren, die oberflächlich wirken. Auch will, trotz der Action, keine rechte Spannung aufkommen. Erst auf den letzten 100 Seiten nimmt die Handlung einen so gefangen, dass man mit dem Leser nicht mehr aufhören kann.



Schattenpakt - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Lee Roland
Schattenpakt
Viper Moon

Übersetzer: Firouzeh Akhavan
Erscheinungsjahr: 20. Februar 2012



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Blanvalet

Preis:
€ 13,00

ISBN:
978-3-442-37853-1

400 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Interessante Grundidee
Negativ aufgefallen
  • Funke will nicht überspringen
  • Erst die letzten 100 Seiten sind spannend genug, um einen zum Weiterlesen zu animieren
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Rezension vom: 18.05.2012
Kategorie: Rezensionen
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