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Perry Rhodan Taschenheft 13: Terra in Trance

Story:

Perry Rhodan und seine Unsterblichen sind verschollen. Auf der Erde regiert der Teufel in Form von Monos. Nahezu die gesamte Bevölkerung befindet sich in der Simusense, die ihnen eine andere Realität vorgaukelt. Doch es gibt auch solche, die nicht in jene virtuelle Realität eingespeist sind. Solche, die in der Wirklichkeit ums tägliche Überleben kämpfen müssen.



Meinung:

Monos, auch "Der Teufel in Terras Hallen" genannt, hat die "Perry Rhodan"-Romane wie sonst kaum ein anderer Gegenspieler beeinflusst. Während Perry mit seinen Freunden in einem Stasisfeld gefangen sind, unterwirft er die Galaxie und lässt nahezu die gesamte irdische Bevölkerung in der Simusense, einer virtuellen Realität versinken. Der "Cantaro"-Zyklus, der ihn als Antagonist hatte, markiert in der Geschichte der Serie einen Wendepunkt. Wo viele Zyklen vorher große kosmische Konzepte vorherrschten, ging es dieses Mal wesentlich härter und actionreicher zu.

Mit "Terra in Trance" wirft Robert Feldhoff einen Blick auf die Zustände jener Zeit. Die Geschichte handelt von Oderik Stern, einem Zehner. Dies bedeutet das er zehn Jahre alt ist. Er lebt auf den Straßen von Terra und kämpft ums Überleben. Denn der einst stolze Planet ist nur noch ein einziger Schutthaufen, indem es kein Recht und Ordnung mehr gibt. Eines Tages erfährt er, dass er abgeholt und in das geheimnisvolle Internat gebracht werden soll. Doch er und seine Eltern können fliehen und gelangen zu einer Stelle, von der gemunkelt wird, dass dort ein Forscher ein Raumschiff baut. Als sie jedoch am besagten Ort ankommen, entpuppt sich dies als Falle und sie werden alle geschnappt.

Irgendwo kommt ein Sebastian Detchev zu sich. Er lebt in einem Ausbildungszentrum, doch einiges kommt ihm komisch vor. Schon bald bemerkt er, dass er sich in einer falschen Realität befindet. In Wahrheit ist er Oderik Stern und er ist in der Simusense. Doch er kann sich befreien und findet, in der Zwischenzeit gealtert, andere, die ebenfalls aus der virtuellen Realität entwischen konnten. Nun allerdings müssen sie in der Wirklichkeit überleben, was alles andere als leicht gesagt ist.

Mit "Terra in Trance" liefert Robert Feldhoff einen "Perry Rhodan"-Roman ab, der für die Serie eher untypisch ist. Zum einen ist die Geschichte sehr düster geworden, zum anderen gibt es aber auch keine wirkliche Hoffnung in ihr. Die Story ist absolut schonungslos, sowohl was die Darstellung der von Monos beherrschten Erde angeht, als ebenso den Konsequenzen der Simusense.

Doch sind dies keine Mankos, sondern Gründe, wieso dieser Band so klasse geworden ist. Denn gerade dadurch, dass der Autor keine Zweifel daran lässt, dass auf der Erde keine Hoffnung existiert, wird man als Leser geradezu in die Handlung hineingezogen. Das fängt schon auf den ersten Seiten an, wo man Oderik Stern kennenlernt.

Durch seine Augen sieht man, wie es um den Planeten bestellt ist. Und es ist wahrlich kein schönes Bild, das man da liest. Heruntergekommene Häuser, ganze zerstörte Straßenzüge, Jugendgangs die die Stadt beherrschen und die allgegenwärtige Gefahr ins Internat oder in den Bezirk gebracht zu werden. Und sollte es einen Hoffnungsschimmer geben, so entpuppt sich dieser als Lüge, mit der diejenigen eingefangen werden sollen, die dem regulären System durch die Lappen gehen.

Dabei ist das besondere, das Stern kein strahlender Held ist. Er hat seine Zweifel und ist nur einer von vielen. Ihn zeichnet nichts Hervorragendes aus, er ist ein normaler Mensch. Und damit wie geschaffen, damit Robert Feldhoff seine düstere Geschichte schildern kann.

Diese bietet immer wieder Schockmomente an, in denen es dem Leser wahrhaftig den Atem verschlägt. Die Schilderung der Körper der in der Simusense gefangenen ist dabei besonders eindringlich. Aber auch spätere Szenen, wie der Kampf ums Überleben, als Oderik mit einigen Gleichgesinnten außerhalb der virtuellen Realität leben muss, sind an Wirkung nicht zu überbieten. Dabei ist das schlimmste, die immerwährende Verlockung der anderen Realität. Denn früher oder später zermürbt die harsche Wirklichkeit alle, so dass sie wieder in die Simusense flüchten. Und dann ist da auch noch Monos selbst, der mit diesen Verzweifelten spielt. Eindringlich wird hier die Hoffnungslosigkeit klar, die Ausweglosigkeit der Situation. Denn egal, was die "freien" Menschen anstellen, am Ende gewinnt immer der Teufel. Eine Entdeckung, die das Lesen dieser super Geschichte nicht einfach macht.

Ist die Story also eine der besten der bisherigen Taschenheft-Serie? Nein, denn sie ist nicht eine, sie ist die beste! Sie ist ein Kaufgrund und damit auch ein "Klassiker" mit splashhit Auszeichnung. Wer einen "Perry Rhodan"-Roman ohne die bekannten Akteure lesen will, sollte zugreifen.



Fazit:

Robert Feldhoff liefert mit "Terra in Trance" eine wahrhaftig meisterhafte Geschichte ab. Schonungslos schildert er die schrecklichen Umstände auf der Erde. Er schont den Leser nicht, sondern lässt ihn allen schockierenden Entdeckungen teilhaben. Es existiert keine Hoffnung, denn hier ist sie eine Lüge. Ein "Perry Rhodan"-Roman, der in der Serie in dieser drastischen Darstellung wohl nur selten vorkommt. Ein Pflichtkauf für alle Fans und Science Fiction-Leser!



Perry Rhodan Taschenheft 13: Terra in Trance - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Robert Feldhoff
Perry Rhodan Taschenheft 13: Terra in Trance
Erscheinungsjahr: 22. Juli 2011



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Pabel Moewig Verlag

Preis:
€ 3,90

161 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Schonungslos
  • Hoffnungslos
  • Grandios geschrieben
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Rezension vom: 04.03.2012
Kategorie: Science Fiction
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