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Bud Spencer: Mein Leben, meine Filme - Die Autobiographie

Story:

Er war immer der Dicke: Etwas schwerfällig, dickköpfig aber dafür umso schlagkräftiger. Und er hatte damit Erfolg. Sein Name: Bud Spencer. Und jetzt, anlässlich seines 80. Geburtstags, blickt er zurück.



Meinung:

Es ist sein 80. Geburtstag. Gemeinsam mit seiner Familie hat er gefeiert und wartet jetzt auf einen letzten Telefonanruf. Als dieser eintrifft, geht er zu einem Schwimmbad und trifft dort… sein 60 Jahre jüngeres Alter Ego. Und diesem erzählt er, was er so alles erlebt hat bzw. noch erleben wird. Denn er ist Carlo Pedersoli, besser bekannt als Bud Spencer.

Und unter diesem Namen wurde er in den 60er, 70er Jahren berühmt. Vor allem gemeinsam mit seinem Freund Terrence Hill glänzte er in Filmen wie "Die rechte und die linke Hand des Teufels" oder in "Das Krokodil und sein Nilpferd". Aber auch alleine überzeugte er in Filmen wie "Banana Joe" oder "Eine Faust geht nach Westen". Ein Großteil dieser Leinwand-Projekte waren "Hau drauf"-Filme, in denen sich wie wild geprügelt wurde, ohne dass jemand zu körperlichen Schaden kam. Sie waren lustig und äußerst komisch. Eine ganze Generation wuchs mit ihnen auf.

Dabei sah es anfangs gar nicht danach aus, als ob Carlo Pedersoli später berühmt werden würde. Zumindest nicht als Filmstar, denn anfänglich war er ein begeisterter Schwimmer, der es im Laufe der Jahre sogar zu den Olympischen Spielen schaffte, auch wenn er dort keine Medaille gewann. Und eher durch Zufall landete er schließlich im Filmgeschäft, auch wenn er anfänglich nur kleine Nebenrollen spielte, wie zum Beispiel einen Prätorianer in "Quo Vadis".

Und was für eine Erkenntnis lässt sich über den Menschen Pedersoli aus der Autobiographie erkennen? Wo ist der Unterschied zwischen ihm und seinem filmischen Alter Ego Bud Spencer? Vielleicht der, das Pedersoli der Gewalt eher abgeneigt ist. Zwar gesteht er freimütig, dass er in seinen jungen Jahren das eine oder andere Mal jemand eine Abreibung verpasst hat. Doch ist dies lange her, und er ist seitdem eher friedlebend.

Wer sich jetzt von diesem Buch irgendwelche skandalösen Enthüllungen erhofft hat, der dürfte enttäuscht sein. Denn Pedersoli ist ein gutmütiger Mensch, der keiner Seele etwas zu Leide tun könnte.

Dies heißt trotzdem nicht, dass er sich selbst im besten Licht darstellt. Freimütig steht er zu seinen Fehlern, zu seiner Starrköpfigkeit. Obwohl es für seine Karriere als Schwimmer eher hinderlich ist, hat er immer wieder geraucht, selbst bis kurz vorm Start. Und seine Ehe, die so lange hält, stand auch schon mal kurz vorm Scheitern, weil er keine Hilfe seines Schwiegervaters wollte. Carlo Pedersoli ist einfach ein Mensch, der weiß was er will und sich durch nichts davon abbringen lässt. Und dies macht ihn sympathisch.

Dies gilt auch für seine Schauspielkarriere. Er selbst weigert sich, Schauspieler genannt zu werden. Denn auch hier hat er Schwächen, wie beispielsweise seine mangelhaften Englischkenntnisse. Er hat sich auch nie die Mühe gemacht, dieses Manko irgendwie zu verbessern.

Und dann ist da natürlich die Partnerschaft mit Terrence Hill. Bud Spencer bezeichnet sich und seinen Partner als das einzige Paar, was sich nie gestritten hat. Und wenn man die Darstellung ihrer Freundschaft so liest, glaubt man dies sofort. Denn beide wissen, wie weit sie auf den anderen eingehen können, ohne ihn zu verletzen.

Die Autobiographie von Bud Spencer liest sich sehr locker, was auch an der Atmosphäre liegt. Das Anfangs-Kapitel mit dem eingangs erwähnten Szenario trägt sehr viel dazu bei. Man kann es einfach nachvollziehen, vielleicht weil man sich auch im Inneren seines Herzens gewünscht hat, auch irgendwann seinem jüngeren Ich zu begegnen und mit ihm über das Leben zu plaudern.

Zusätzlich gibt es auch noch zahlreiche Fotos, die auf zwei Bild-Sequenzen verteilt worden sind. Sie geben die vielfältige Karriere von Pedersoli perfekt wieder.

Daher ist dieses Buch nicht nur für Fans des Schauspielers geeignet, sondern auch für solche, die einfach nur neugierig sind. Ein wahrer Klassiker also.



Fazit:

Carlo Pedersoli erzählt in "Bud Spencer: Mein Leben, meine Filme" aus seinem Leben, und als Leser kann man erst dann aufhören, wenn man mit seinen Erinnerungen durch ist. Erstaunlich freimütig erzählt der Schauspieler, auch wenn er sich selber nicht als ein solcher ansieht, über seine Fehler. Hier hat man es mit jemanden zu tun, der es nicht für nötig hält, sich zu verstellen. Und deshalb sollte man sich dieses Buch unbedingt zulegen.



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Carlo Pedersoli
Bud Spencer: Mein Leben, meine Filme - Die Autobiographie
Altrimenti mi arrabbio - La mia vita

Übersetzer: Leo Schmidt
Erscheinungsjahr: 14. April 2011



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Schwarzkopf & Schwarzkopf

Preis:
€ 19,95

ISBN:
978-3-86265-041-5

256 Seiten
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  • Freimütige Erzählung einer markanten Persönlichkeit
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Rezension vom: 11.06.2011
Kategorie: Biographien
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