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Gezeiten-Stern Saga 03: Der Palast der verlorenen Träume

Story:

Nachdem Arkady in die Sklaverei verkauft wurde, schafft sie es einen Verbündeten in Form eines Arztes zu finden. Doch während sie ihm hilft stößt sie erneut auf Unsterbliche. Unterdessen müssen die beiden Gezeiten-Mächtigen Cayal und Declan zusammenarbeiten, um andere ihrer Art ausfindig zu machen. Keine leichte Aufgabe, denn manche von ihnen verlangen Gegenleistungen, ehe sie sich hilfsbereit erklären.



Meinung:

Langsam nähert sich die "Gezeitenstern-Saga" ihrem Ende. "Der Palast der verlorenen Träume" bildet den vorletzten Teil der Fantasy-Reihe von Jennifer Fallon.

Amyrantha ist ein erdähnlicher Planet, der von den Unsterblichen beherrscht wird. Einige von ihnen haben besondere Fähigkeiten, deren Stärke jedoch von dem sogenannten Gezeitenstern abhängig ist. Denn genauso wie bei Ebbe und Flut nehmen ihre Mächte im Umfang ab oder zu. Und so kommt es immer wieder zu Episoden, in denen die Herrscher verschwinden, um den nächsten Höchststand abzuwarten. Dann nämlich ergreifen sie erneut die Macht. Zu jenen Begünstigten gehört auch Cayal, der sogenannte Unsterbliche Prinz. Es ist sein Wunsch, endlich zu sterben. Und ein Artgenosse von ihm bietet ihm die Möglichkeit dazu. Doch dazu müssen zuerst die anderen Begabten versammelt werden.

Arkady, eine junge Adelige, gerät derweil immer mehr in die Verstrickungen der anderen Unsterblichen. Von einer jener Wesen wird sie sogar verraten und in die Sklaverei verkauft. Auf das Schlimmste gefasst, gelingt es der intelligenten Dame jedoch, das Vertrauen des für die Leibeigenen verantwortlichen Arztes zu erlangen. Sie wird seine persönliche Leibsklavin und hilft ihm bei seiner Arbeit. Gleichzeitig wird sie jedoch von Declan gesucht, dem ehemaligen ersten Spion, der inzwischen selbst unsterblich geworden ist, und gleichzeitig auch über die Gezeiten herrschen kann. Er selbst muss mit den Konsequenzen daraus noch fertig werden, was nicht so ganz einfach für ihn ist. Vor allem deshalb nicht, weil Cayal, der ihn begleitet und unterweist ihn immer wieder triezt und aufzieht.

Es liest sich so einfach, wie Jennifer Fallon mit so vielen verschiedenen Figuren umgeht. Der Cast der Roman-Reihe geht inzwischen schon in den zweistelligen Bereich, und trotzdem hat man nie das Gefühl, dass die Autorin irgendeine Figur vernachlässigt. Selbst Stellan, der Ehemann von Arkady, erhält seinen Moment, in dem sich zeigt, was für eine gute Figur er ist. Er begibt sich an den Hof einer Unsterblichen, um sie dazu zu bringen, gegen seine einstige Heimat in den Krieg zu ziehen. Denn diese wird inzwischen von einem ihrer Kollegen beherrscht. Wie er dabei vorgeht, kann man nur als gelungen bezeichnen.

Doch der Fokus der Geschichte liegt vor allem auf einem Trio an Personen. Arkady, Cayal und Declan sind es, die den Plot mit ihren Erlebnissen vorantreiben. Und gleichzeitig scheint auch ein gewisses Liebesdreieck zwischen ihnen zu bestehen, wobei man sich bei dem unsterblichen Prinzen nicht sicher sein kann.

Wenn man es nicht besser wüsste, würde man ihn als depressiv bezeichnen. Seine Gedanken sind die meiste Zeit nur auf ein Ziel ausgerichtet: Alles in die Wege zu leiten, um endlich sterben zu können. Dies prägt seinen Charakter enorm, denn dafür ist er bereit alles zu tun. Arkady ist für ihn nur eine Art Spielzeug, für die er vielleicht etwas empfinden mag. Doch gleichzeitig ist auch klar, dass er nicht allzu böse ist, als sie erneut verschwindet. Sein nahender Tod ist ihm wichtiger.

Declan ist da anders gestrickt. Er muss mit lauter Veränderungen klar kommen. Denn er ist nun ein Unsterblicher und obendrein auch noch ein Gezeitenfürst. Dies bedeutet, dass er zur absoluten Elite gehört. Und so muss er sich mit denen zusammentun, gegen die er noch vor kurzem angekämpft hat. Eine Ironie, die ihm durchaus bewusst ist. Verzweifelt versucht er sich an seine Menschlichkeit zu klammern, was angesichts seiner neuen Fähigkeiten alles andere als leicht fällt. Seine Beziehung zu Arkady, der er jetzt endlich seine Gefühle gestehen will, ist so etwas wie ein Rettungsanker, der verhindert, dass er größenwahnsinnig wird,

Doch die sympathischste Person des Trios ist eindeutig sie. Es ist unglaublich, in welche Situationen sie bereits geraten ist. Nicht nur musste sie ihre Heimat verlassen, sie traf auch auf diverse Unsterbliche und wurde dann sogar Sklavin. Doch in jedem Moment der Geschichte beweist sie eine schon fast unheimliche Ruhe. Sie ist sehr intelligent, und besitzt die Gabe, aus jeder Situation das Beste zu machen. Allein schon, wie sie es schafft, zur persönlichen Leibsklavin des Arztes zu werden, ist ein Zeugnis davon. Doch das hält sie nicht davon ab, dumme Entscheidungen zu treffen, was sie nur menschlich wirken lässt.

Keine Zweifel also, auch "Der Palast der verlorenen Träume" ist ein Klassiker und ein Splash-Hit!



Fazit:

Jennifer Fallon präsentiert mit "Der Palast der verlorenen Träume" einen weiteren Spitzen-Titel ihrer "Gezeitenstern-Saga". Es ist unglaublich, wie gut es der Autorin gelingt, mit ihren sehr umfangreichen Cast umzugehen. Man hat an keiner Stelle das Gefühl, das eine ihrer vielen Figuren vernachlässigt wird. Doch hauptsächlich konzentriert sie sich auf das Trio Declan, Cayal und Arkady. Und auch diese drei werden perfekt charakterisiert. Daher unbedingt lesen!



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Jennifer Fallon
Gezeiten-Stern Saga 03: Der Palast der verlorenen Träume
The Palace of Impossible Dreams

Übersetzer: Katrin Kremmler, Rene Satzer
Erscheinungsjahr: 15. September 2009



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Egmont Lyx

Preis:
€ 14,95

ISBN:
978-3-8025-8244-8

576 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Eine riesiger Cast
  • Keine Figur wird vernachlässigt
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 05.06.2011
Kategorie: Fantasy
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