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Richter 10

Story:

Seit er bei einem Erdbeben im Alter von sieben Jahren seine Eltern verloren hat, widmet Lewis Crane sein gesamtes Leben einem einzigen Ziel: Irgendwann alle solche Erdbewegungen zu stoppen. Doch ihm droht Ungemach, nicht nur von solchen, die von seiner wissenschaftlichen Arbeit nichts halten, sondern auch von religiösen Fanatikern. Die größte Bedrohung kommt jedoch von einer Seite, die er nicht für möglich gehalten hätte.



Meinung:

Auf der Richterskala wird die Stärke eines Erdbebens einsortiert. Wobei eine solche Erdbewegung der Stärke 7 zehnfach so stark ist wie eine der Kategorie 6. Ein Beben mit einer Magnitude von 10, das titelgebende "Richter 10", wäre eine globale Katastrophe und wurde bislang noch nie beobachtet.

Seit jeher bemüht sich die Wissenschaft, solche Vorgänge vorherzusagen. So weiß man inzwischen immerhin, dass es Gebiete auf der Erde gibt, die regelmäßig erschüttert werden und wo das nächste Erdbeben schon überfällig ist. Doch was wäre, wenn man einen Schritt weitergeht? Weg von der Vorhersage bis hin zur völligen Kontrolle, ja sogar der endgültigen Einstellung jener Erdbewegungen. Auf dieser Idee basiert der Roman "Richter 10", der von Arthur C. Clarke und Mike McQuay geschrieben wurde.

Zeit seines Lebens und auch noch darüber hinaus galt Clarke als einer der großen Drei der Science-Fiction, neben Isaac Asimov und Robert A. Heinlein. Der 2008 in Sri Lanka gestorbene Autor schrieb Geschichte, die auf harten, wissenschaftlichen Fakten basieren. Berühmt wurde er durch "2001: Odyssey im Weltraum".

Sein Partner ist Mike McQuay, der 1995 verstorben ist. Auch er ist ein Science-Fiction-Autor, zu dessen bekanntesten Romanen sicherlich die literarische Adaption des Films "Escape from New York" ist.

1997 verliert Lewis Crane seine Eltern bei einem Erdbeben. Dieses Ereignis traumatisiert ihn so stark, dass er in Zukunft sein gesamtes Leben der Erforschung dieser Naturkatastrophen widmet. Schon bald ist er ein Experte auf diesem Gebiet, besonders als er ein Mega-Beben vorhersagt. Doch dann beginnen Interessenverbände mit seinen wissenschaftlichen Ergebnissen zu spielen, um die politischen Gegebenheiten zu beeinflussen. Dies beeinflusst ihn ebenfalls, vor allem als dann auch noch religiöse Fanatiker seine Frau und seinen Sohn umbringen. Das schlimmste von allem ist allerdings, dass sein ehemalige Freund und Helfer Dan Newcrombe zum Islam konvertiert und gegen ihn agiert. Doch was keiner außer Crane weiß ist, dass schon sehr bald ein Beben der Magnitude 10 die Erde erschüttern wird. Und dies will er nutzen, um die Naturkatastrophen ein für alle Mal zu stoppen!

Eines kann man dem Roman auf keinen Fall absprechen: Einen Mangel an Ideen. Schon allein der Grundgedanke, Erdbeben vorherzusagen und sogar zu kontrollieren hat angesichts der Ereignisse in Japan einen erschreckend aktuellen und charismatischen Grundton. Doch wenn man sich näher mit dem Thema beschäftigt, entpuppt sich das Thema und die Art und Weise wie es im Buch charakterisiert wird als eher unglaubwürdig. Zwar sehr lesbar, doch bei näherer Überlegung mit einigen logischen Brüchen.

Diese ziehen sich durch den gesamten Roman, wobei der Höhepunkt der völlig unvorhergesehene Wechsel von Lewis Carnes Freund und Assistenten Dan Newcrombe ist. Hier haben die Autoren es versäumt, die passenden Hinweise zu geben, um den Wandel des Mitarbeiters von einem Wissenschaftler zu einem islamischen Fanatiker glaubwürdig wirken zu lassen. Es passt einfach nicht, dass er in einem Moment noch die Ideen des Hauptprotagonisten unterstützt, nur um dann später maßgeblich dazu beizutragen, dass dessen Familie ermordet wird.

Auch werden einige interessante Ideen nur am Rande erwähnt, ohne das näher auf sie eingegangen ist. Die Idee, dass Mega-Konzerne unter chinesischer Kontrolle die Politik bestimmen hat etwas von einer gewissen Aktualität. Doch versäumen es die Autoren diesen Gedanken ausführlicher darzustellen. Es ist nur ein kleiner Fakt am Rande, der doch so viel mehr verspricht.

Doch trotz all dieser Mängel ist der Roman durchaus unterhaltsam. Es ist eine leichte Lektüre, die man bequem nebenbei lesen kann. Deshalb ist das Buch perfekt etwas für zwischendurch!



Fazit:

"Richter 10", von Arthur C. Clarke und Mike McQuay ist ein Buch voller logischer Brüche und Ideen, die eine ausführlichere Beschreibung verdient hätten. Der Gedanke, Erdbeben zu kontrollieren, hat zwar etwas, doch beim näheren Nachdenken entpuppt er sich als äußerst abstrus. Auch der Wandel von Dan Newcrombe vom Wissenschaftler zum religiösen Fanatiker wirkt unglaubwürdig. Trotzdem ist der Band auf seine Art und Weise unterhaltsam genug, um als leichte Lektüre zu dienen.



Richter 10 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Arthur C. Clarke, Mike McQuay
Richter 10
Originalsprache: Englisch
Erscheinungsjahr: 1996



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Vista

ISBN:
0-575-60110-8

446 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Ein gutes Buch für zwischendurch
Negativ aufgefallen
  • Diverse, starke, logische Brüche
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Rezension vom: 30.04.2011
Kategorie: Science Fiction
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