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Götterkinder 1: Das wilde Land

Story:

Das Land Dhrall wird immer von vier Göttern beschützt, denen es aber verboten ist, sich direkt in die Belange der Menschen einzumischen. Im Zentrum dieses Kontinents existiert das Vlagh, welches seit langem sich darauf vorbereitet, den Rest der Welt zu erobern. Eines Tages ist es soweit, und das Schicksal der Menschen liegt in den Händen von vier Kindern, die von den Göttern aufgezogen werden. Können sie die Gefahr aufhalten?



Meinung:

Im Jahr 2009 starb David Eddings. Zeit seines Lebens war er ein bekannter und erfolgreicher Autor von Fantasy-Romanen, wobei die späteren Werke gemeinsam mit seiner Frau Leigh geschrieben wurden. Bekannt wurde er durch die Belgariad-Saga, die auch hier in Deutschland veröffentlicht wurde. Die Reihe "Götterkinder", welche vier Bände umfasst, ist sein letztes Werk. Sie wurde bereits schon einmal in Gänze vom Blanvalet-Verlag herausgebracht, weshalb es sich hierbei um eine Wiederauflage handelt.

Das Land Dhrall, mit all seinen Stämmen, wird immer von vier Göttern beschützt. Doch in seinem Zentrum lauert eine große Gefahr. Das Vlagh, ebenso ein übernatürliches Wesen wie die anderen, züchtet dort seine Brut, Wesen die nur ein Ziel haben: Ihrem Schöpfer zu dienen, und sein Gebiet auszuweiten. Dies gilt es natürlich zu verhindern.

Doch die Götter dürfen sich nicht direkt einmischen. So müssen sie einerseits andere Streitkräfte anheuern, da die Menschen, auf die sie aufpassen, sozusagen noch in der Steinzeit leben, andererseits aber auch auf die Kinder bauen, die sie erziehen. Diese verfügen nämlich über große Kräfte. Ihre Träume können im wahrsten Sinne die Welt beeinflussen. Ob dies allerdings ausreicht um das Land Dhrall zu retten, muss sich erst noch erweisen.

Das Autoren-Paar versteht sich darauf, eine Welt aufzubauen, die auf ihre eigene Art und Weise einzigartig wirkt. Dies fängt bereits mit der Mythologie an. Denn die vier Götter, die aktuell über das Lan Dhrall herrschen, gehen regelmäßig - so alle paar Äonen - schlafen, und werden während dieser Zeit von anderen ersetzt, die ihrerseits auch irgendwann sich ausruhen müssen. Dazu kommen auch noch Vater Erde und Mutter Meer und man hat ein religiöses Gebilde, welches sich von anderen stark unterscheidet.

Aber auch die Welt an sich ist irgendwie einzigartig. Die Menschen des Landes Dhrall leben in Stämmen zusammen und haben Namen wie "Rotbart" oder "Langbogen". Ihre Entwicklungsstufe entspricht dem von Menschen in der Steinzeit. Doch dann gibt es auch noch Länder ringsum das Land Dhrall, und diese sind schon wesentlich weiter entwickelt. Die Maags leben als Piraten und erinnern ein wenig an Wikinger. Ihre Lieblingsopfer sind die Trogiten, die ihrerseits an das römische Reich erinnern.

Den Eddings gelingt es ohne Probleme, all diese scheinbaren Widersprüche so darzustellen, dass sie natürlich wirken. Dies gelingt ihnen vor allem dadurch, dass sie nicht großartig darauf eingehen, sondern es einfach präsentieren. Hinzu kommt auch noch, dass trotz der eigentlich ernsten Situation ein gewisser humoriger Unterton die Erzählung prägt. Dies merkt man beispielsweise daran, dass Veltan, der Gott des Südens von Dhrall, einen Blitz reitet, der nur Beleidigungen oder ähnliches von sich gibt. Aber auch die titelgebenden Götterkinder sorgen für Lacher. Vor allem Balacenia, die den Menschen um sich herum Spitznamen gibt wie beispielsweise "Häschen".

Doch dies sorgt auch dafür, dass die Geschichte eher vor sich hinplätschert. Selbst Höhepunkte, wie die erste Begegnung mit den Kreaturen des Vlaghs, sorgen nicht für Spannung. Man nimmt sie einfach zur Kenntnis und ist selbst dann nicht berührt, wenn Menschen sterben. Man kann sich des Eindruckes nicht erwehren, dass diese Kampfeshandlungen eher aufgesetzt wirken und die Autoren sich lieber auf das Miteinander der verschiedenen Wesen konzentrieren, wo auch wieder der Humor mit ins Spiel kommt.

So ist "Das wilde Land" ein gutes Buch für Zwischendurch, doch insgesamt mag es einfach nicht zu überzeugen.



Fazit:

"Götterkinder: Das Wilde Land", von David & Leigh Eddings, beeindruckt durch das Weltenbild, welches das Autorenpaar erschafft. Das Nebeneinander von scheinbar widersprüchlichen Entwicklungsstufen und einer einzigartigen Mythologie gefällt ebenso wie der stets vorhandene Humor. Doch dies hat den Nachteil, dass die Geschichte eher so vor sich hinplätschert, und scheinbare Höhepunkte wie die erste Feindbegegnung eher enttäuschend ausfallen. Ein Roman für Zwischendurch, nicht mehr, aber auch nicht weniger.



Götterkinder 1: Das wilde Land - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

David & Leigh Eddings
Götterkinder 1: Das wilde Land
The Dreamers 01 - The Elder Gods

Übersetzer: Andreas Helweg
Erscheinungsjahr: 14. Dezember 2010



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Blanvalet

Preis:
€ 8,99

ISBN:
978-3-442-26775-0

416 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Interessante Mythologie
  • Eine etwas andere Welt
  • Humor
Negativ aufgefallen
  • Handlung plätschert eher vor sich hin
Die Bewertung unserer Leser für dieses Book
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 19.04.2011
Kategorie: Fantasy
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