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Goldene Schallplatte für Sissi Perlinger – Kinder-(hör-)buch goes merchendizing

Das Hörbuchgeschäft ist nicht leicht, doch ab und zu hat man Glück und die produzierte Geschichte verkauft sich recht gut. Wenn man etwas mehr Glück hat, verkauft sie sich so gut, dass eine goldene Schallplatte herausspringt. Doch wenn man sein Glück nicht fassen kann, sind es vielleicht sogar drei Schallplatten, die sich Sissi Perlinger für die Hörbuchausgabe von Monika Finsterbuschs Geschichten um die kleine ''Prinzessin Lillifee“, der sie ihre Stimme leiht, an die Wand hängen kann. Der Erfolg bescheinigt die Qualität ihrer Arbeit, die man nicht anders von ihr gewohnt ist.

Es ist vor allem das junge, sehr junge Publikum, das diese Geschichten konsumiert und die Eltern um Nachschub bittet. Und wenn dieser Nachschub nicht durch Bücher oder Hörbücher gestillt werden kann, ist die Industrie bereit ihn durch andere Produkte zu stillen, Kugelschreiber und Briefpapier sind hier nur der Anfang. Diese Vielfachverwertung einer Idee ist nicht neu und wird auch bei anderen Verlagen zum Einsatz gebracht. Oft ist nur so die Produktion eines Stoffes überhaupt möglich, wenn die Kosten auf mehrere Standbeine verteilt werden können.

Jedoch werde ich persönlich, nicht nur als Besucher der Messe sondern vor allem als potentieller Konsument, das Gefühl nicht los, dass speziell im Kinder- und Jugendbereich Vermarktungsstrategien Einzug gehalten haben, welche ein Außenstehender nicht mehr überblicken kann. Wenn von bestimmten „Helden“ nicht nur Puppen, sondern auch Bettwäsche, Ranzen, Schreibutensilien, Pflegeartikel, ja sogar die von der Unterwäsche bis zum Manschetten-Knopf komplette separate Sommer-/Winterkollektion etc. angeboten wird, werde ich nachdenklich. Denn hier wird bei den Jugendlichen ein Konsumverhalten initiiert, dass die Eltern oft gezwungenermaßen zur Wahrung des Hausfriedens stillen müssen. Ob es wirtschaftlich nötig ist, kann und werde ich ohne mir vorliegende Zahlen nicht beurteilen. Und wie weit Familien darauf reagieren, ist eine Frage der Erziehung und der Selbstdisziplin. Selbst für Hasser bestimmter Werbeträger gibt es – natürlich würde ich die liebe Prinzessin Lillifee und ihre Geschichten nicht dazu missbrauchen –das entsprechende Konterfei auf Klopapier. Auch wenn letzteres ebenso mit Papier zu tun hat, würde ich es auf der Buchmesse nicht suchen. Über ein erfolgreiches (Hör-)Buch für Kinder freue ich mich aber umso mehr. Aber es heißt nicht umsonst: Angebot und Nachfrage bestimmt den ((Hör-)Buch-)Markt.



Daten dieses Berichts
Bericht vom: 19.10.2008 - 11:09
Kategorie: Filmmitschnitte
Autor dieses Berichts: Michael Waniek
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