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Eröffnung der Buchmesse heute Nachmittag
Heute um 17 Uhr wird die Buchmesse Frankfurt 2006 offiziell eröffnet. In einer Pressekonferenz heute Vormittag wurde den Vertretern der Presse die Gelegenheit gegeben, sowohl an Dr. Gottfried Honnefelder, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, als auch an Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse Fragen zu stellen. Anwesend war auch Ana Maria Cabanellas, Präsidentin der Internationalen Verlegerunion.

Mit eines der Hauptthemen der Beteiligten war die digitale Welt des Internets, sowie die Aushöhlung des Copyrights. Honnefelder nannte die Initiative der Bundesregierung zur Novellierung des Urheberrechts „skandalös“, der Börsenverein werde massiv gegen den Gesetzentwurf vorgehen. Er hoffte, dass die Gespräche, die diesbezüglich auf der Buchmesse geführt werden, dazu beitragen werden. „Es wird sonst zum Aussterben von Verlagen kommen,“ meinte Honnefelder. Auf Nachfrage einigte man sich aber später auf eine kommende Agonie.

Wichtig war ihm auch die Initiative der „Volltextsuche online“, die auf der Buchmesse zum ersten Mal vorgestellt wird. Auf die Frage, wie viele Verlage dran teilnehmen würden, antwortete Honnefelder: „Wenn Sie mich das in vier Wochen fragen, kann ich Ihnen Zahlen nennen. Denn wir präsentieren ja die Volltextsuche jetzt erst einmal.“

Die wirtschaftliche Situation der Verlage wurde sowohl von Honnefelder als auch von Boos angesprochen und beide waren sich einig, dass es Anlass zum Optimusmus gibt. Boos dazu: „Über 7.000 Aussteller, mehr als jemals zuvor, werden ihre Bücher und Medienprodukte vorstellen […] Und ich freue mich besonders, dass wieder mehr kleinere und mittlere Verlage aus Deutschland ausstellen.“

Im Vergleich zu 2005 können 2,9 % mehr Aussteller begrüßt werden. Mit 7.272 Ausstellern wurde sogar ein neuer Rekord aufgestellt. Die Buchmesse erwartet, dass auch in diesem Jahr die Besucherzahlen auf dem Niveau des Vorjahres liegen. 2005 wurden 284.838 Besucher gezählt.

Dass so viele Besucher kommen, könnte auch mit an dem umfangreichen Veranstaltungsprogramm liegen. Boos dazu: „Das Messeprogramm mit über 2.000 Veranstaltungen macht die Frankfurter Buchmesse zu einem Kulturevent der Superlative.“

Ana Maria Cabanellas, Präsidentin der Internationalen Verlegerunion, die als Gastrednerin eingeladen war, äußerte sich vor allem zur Produktpiraterie besonders in ärmeren Ländern. Als Beispiel führte sie Mexiko auf. In dem mittelamerikanischen Land werden mehr Bücher durch Produktpiraten veröffentlicht, als durch die eigentlichen Verlage inklusive der staatlichen Veröffentlichungen. Ihre Organisation kämpfe gegen diese Missstände.

Auch das Gastland Indien wurde in der Pressekonferenz gewürdigt. Boos sagte: „Unter dem Motto ‚Today’s India’ präsentiert sich Indien als Gastland der Buchmesse mit einem gigantischen Programm aus Literatur, Kunst, Musik, Film und Tanz. Rund 70 indische Autoren werden uns Einblicke in ihren literarischen Kosmos eröffnen in einer Sinfonie aus den 24 Sprachen, die offiziell im Land gesprochen werden:“

Damit es nicht zum Sprachenwirrwarr auf der Buchmesse kommt, wird allerdings alles auf Englisch präsentiert und simultan übersetzt. Besucher können sich am Eingang der Präsentation Headsets ausleihen, mit denen sie die Übersetzungen drahtlos übermittelt bekommen. Die Technik ist nicht ohne Tücken, wie beim Rundgang der Presse gleich zu hören war, denn des Öfteren konnten die Übersetzer das Original nicht hören.

Mehr zum Gastland in Kürze in einem ausführlichen Bericht.

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Bericht vom: 03.10.2006 - 13:48
Kategorie: Tagebuch
Autor dieses Berichts: Bernd Glasstetter
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