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Und sie lesen doch!
"Und sie lesen doch!" Dieser Satz kann unverblümt bei Kindern angewendet werden. Trotz ständig wachsenden Angeboten von DVDs, Videospielen und Gameboys - das gute alte Buch ist aus Kinder- oder Jugendzimmern nicht weg zu denken. Insbesondere die Umsätze mit Kinder- und Jugendromanen sind in den letzten vier Jahren kräftig gestiegen - um satte 38 Prozent. Renate Herre, die Geschäftsführerin des Ravensburger Buchverlags meint dazu:

"Das ist in der Tat nicht so. Das ist ein weit verbreitetes Klischee. Die anderen Medien rauben uns die Existenz, die Büchermacher werden die Verlierer sein. Das ist nicht so, das zeigen unsere Erfahrungen. Ganz entscheidend ist einfach den Kindern und den Jugendlichen das Richtige zu bieten und sie über die Stoffe letztendlich auch an die Bücher zu binden."

Dass die richtigen Angebote auf dem Markt sind, das zeigte die Frankfurter Buchmesse Anfang Oktober eindrucksvoll. Allein der Marktführer Ravensburger Buchverlag bringt Jahr für Jahr rund 500 Neuerscheinungen auf den Markt. Der absolute Renner bei den kleinen Lesern: Abenteuer- und Fantasybücher. Doch trotz Umsatzwachstum - der Ravensburger Buchverlag erwartet nach vier starken Jahren auch dieses Jahr ein Wachstum zwischen 3 und 5% - von alleine werden Kinder nicht zu Leseratten. Renate Herre noch einmal:

"Ganz entscheidend ist, dass wir die Kinder wirklich über die Grundschulzeit hinaus begleiten können. Also wenn es uns nicht gelungen ist Kinder in der vierten Klasse ans Lesen zu binden, dann haben wir auch sie als Leser verloren. Wenn es keine Lesesozialisation in der Familie gibt, dann können einem die Kinder im wahrsten Sinne des Wortes sehr leid tun. Es erschüttert mich ganz persönlich, wenn ich auch höre, in einem Drittel der Haushalte wird nicht mehr vorgelesen. Ich denke, da geht viel verloren und noch trauriger wird es, wenn man dann hört, dass bei den Fünfzehnjährigen ungefähr 25 Prozent kein Buch mehr am Stück lesen können, dann ist das desaströs."

Neue Themen, neue Titel im Kinder- und Jugendbuchsektor - ein wenig ist auch die Pisa-Diskussion der letzten Jahre in Deutschland am Trend zum Lesen beteiligt.

Johannes Hausenstein, Geschäftsführer im Ravensburger Buchverlag meint dazu: "Es gibt viele Initiativen der Leseförderung in Deutschland, sowohl von staatlicher Seite, wie auch von Bibliotheken. Von Schulen, in Kindergärten wird das Thema Bilderbuch wieder ganz anders aufgegriffen und hier sehen wir, dass auch die ganze Pisa-Disukussion für das Kinder- und Jugendbuch eine wichtige Rolle gespielt hat."

Um den Kindern und Jugendlichen das Lesen auch in Zukunft nahe zu bringen, gibt es vielfältige Initiativen zur Leseförderung: Der Ravensburger Buchverlag startet zum Beispiel dieser Tage ein Modellprojekt in Sachsen. Unter dem Motto "Lesestart" erhalten alle einjährigen Kinder im Freistaat kostenlos ein Ravensburger Bilderbuch. Das Buch gibt es gemeinsam mit einer Begleitbroschüre für Eltern bei der Vorsorgeuntersuchung beim Kinderarzt. Ab 2008 soll die Aktion bundesweit stattfinden.


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Artikel vom: 17.10.2006
Kategorie: Newsartikel
Autor dieses Artikels: Bernd Glasstetter
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